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Nahverkehrsplanung

Nahverkehrsplanung

Der Kreis ist Aufgabenträger für den öffentlichen Personennahverkehr und kümmert sich in dieser Eigenschaft um die Aufstellung des Nahverkehrsplanes. Darin wird für die nächsten Jahre der Umfang des ÖPNV-Angebotes (z.B. Taktfolgen, Bedienungszeiträume, Anschlüsse, Qualitätsstandards bei Personal und Fahrzeugen) festgelegt. Auch zur Tarifstruktur werden Aussagen gemacht.

Inhalte des Entwurfes zur Nahverkehrsplanfortschreibung
Neben der Prüfung von Angebotsmaßnahmen, welche die Kommunen zum einen in einem Planertreffen im Frühjahr 2017 und zum anderen individuell in den Folgemonaten einbringen konnten bzw. welche aus Anregungen von Verkehrsunternehmen oder Bürgern resultierten, richtet sich diese Fortschreibung besonders auf eine Aktualisierung und Erweiterung der Qualitätsstandards, die Barrierefreiheit und die Vorbereitung der Vergabe von Verkehrsleistungen.

Zur Sicherstellung der Daseinsvorsorge durch Bahn- und Busangebote muss zudem die Barrierefreiheit der Infrastruktur, der Fahrzeuge und der Fahrgastinformation weiterentwickelt werden. Dazu ist der durch das Personenbeförderungsgesetz festgelegte Umsetzungshorizont bis Januar 2022 relevant. Hier bietet der Nahverkehrsplan als einziges Planungsinstrument die Möglichkeit auch Ausnahmen von der Barrierefreiheit festzulegen. Entsprechend sind zum Beispiel Standards für den Haltestellenausbau erforderlich, der sich an Nutzerzahlen und sozialen Einrichtungen (zum Beispiel Krankenhäusern) im Umfeld orientiert.

Die Nahverkehrsplanfortschreibung bezieht sich inhaltlich im Kern daher im wesentlichen auf die Themenbereiche Angebotsplanung und Qualitätsstandards.

Angebotsplanung
Auf der Grundlage des im Rahmen der Fortschreibung 2013 definierten Verfahrens der „Ausreichenden Verkehrsbedienung“ wurde das Bestandsangebot im Kreis Unna überprüft. Die Angebotsmaßnahmen wurden in verschiedene Kategorien bzw. Maßnahmenpakete unterteilt. Ausführliche Ergebnisse sowie Beschreibungen der Maßnahmenpakete der Angebotsplanung sind den einzelnen Kapiteln des Entwurfs des Nahverkehrsplans zu entnehmen welcher hier zum Download zur Verfügung steht.

Qualitätsstandards
Ein wesentlicher Bestandteil des Nahverkehrsplans ist die Formulierung der ausreichenden Verkehrsbedienung entsprechend § 8 Abs. 3 PBefG. Hierzu werden konkrete Qualitätsstandards und Bewertungskriterien für den ÖPNV im Kreis Unna festgelegt, die als Maßstab für die Bewertung des bestehenden ÖPNV und dann als Grundlage für die Genehmigung von Verkehren und damit für die Weiterentwicklung des Nahverkehrsangebotes im Kreisgebiet dienen.

Die Qualitätsstandards sind für alle derzeit und in der Zukunft tätigen Verkehrsunternehmen im Kreis Unna im Geltungszeitraum gleichermaßen verbindlich. Sie bieten den Unternehmen eine verlässliche Arbeits- und Entscheidungsgrundlage bezüglich der vom Aufgabenträger angestrebten ÖPNV-Entwicklung.

Ausführliche Ergebnisse zu Qualitätsstandards usw. sind den einzelnen Kapiteln des Entwurfs des Nah-verkehrsplans zu entnehmen, welcher hier zum Download zur Verfügung steht.

Weiterer Verfahrensablauf
Das Beteiligungsverfahren zur Nahverkehrsplanfortschreibung gestaltet sich wie folgt:

  • 27.2.2018: Ausschuss für Kreisentwicklung und Mobilität – Einleitung des Beteiligungsverfahrens
  • ab 1.3.2018: Versand des Nahverkehrsplanentwurfs an die Träger öffentlicher Belange (TÖB)
  • 1.10.2018: Frist zur Abgabe der Stellungnahmen zum Nahverkehrsplanentwurf
  • Auswertung der Stellungnahmen durch die Verwaltung in Kooperation mit Gutachter und VKU, Erarbeitung von Vorschlägen zur Abwägung 
  • März 2019: Beschluss über die Abwägung der Stellungnahmen, Verabschiedung des NVP als Beschlussempfehlung für den Kreistag März/April 2019
  • Verabschiedung des NVP im Kreistag
  • 1. Juli 2019: Termin der Vorabbekanntmachung

Strukturdaten
Parallel zur formalen Beteiligung wurden alle Struktur- und ÖPNV-Daten kreisweit für das Programm ArcGIS aufbereitet. Daher enthält der NVP bei den Tabellen mit der Zuordnung von Haltestellen zu Gewerbegebieten, sozialen Einrichtungen usw. nur eine Auswahl. Die vollständige Übersicht steh mit separaten Anlagen zum NVP hier zum Download bereit. Der Nahverkehrsplan-Entwurf und die Anlagen mit Stand 8.2.2018 können hier heruntergeladen werden.

Im Jahre 2015 wurde mit einer räumlich begrenzten Teil-Fortschreibung begonnen, welche mit dem Kreistagsbeschluss vom 27.09.2016 abgeschlossen wurde. Hier der Berichtsband zu dieser Teil-Fortschreibung

Nahverkehrsplan Teil-Fortschreibung 2015/2016 (PDF)

Der Kreis Unna hat im Jahre 2013 seinen Nahverkehrsplan fortgeschrieben. Nach ausführlicher Diskussion in der Politik im Kreis und in den Städten und Gemeinden waren neben den Trägern öffentlicher Belange (Städte, Gemeinde, Verkehrsunternehmen, Interessenverbände, Kammern u.v.a. Institustionen) auch die Bürger zur Abgabe einer Stellungnahme eingeladen worden.

Kernelement dieser Nahverkehrsplanfortschreibung war die Überarbeitung der Ausreichenden Bedienung im Sinne des § 8 Abs. 3 Personenbeförderungsgesetz. Die quantitative Ermittlung von Kategorien für Kommunen und deren Ortsteile, ergänzt um eine qualitative Überprüfung dieser Einordnungen, ermöglichte erstmals eine Vergleichbarkeit zwischen Ortsteilen/Siedlungsschwerpunkten und deren Bedienungsangeboten.

Um in möglichst vielen Bereichen mit vergleichbaren Siedlungsstrukturen auch ein vergleichbares Bedienungsangebot anbieten zu können, ergeben sich im zukünftigen Angebot des Kreises Unna viele Veränderungen von Angebotsausweitungen bis zum Verzicht auf Überbedienungen; immer auf Basis der Vorgaben der neuaufgestellten Ausreichenden Bedienung. Dabei erfährt vor allem der Versorgungs- und Freizeitverkehr eine Angebotsverbesserung durch eine Angebotsaufwertung am Wochenende sowie in den Abendstunden. Darüber hinaus sind Verbesserungen zur Anbindung von Gewerbegebieten vorgesehen.

Zusammen mit dem kreisweiten Haltestellenkataster als Grundlage für einen barrierefreien öffentlichen Personennahverkehr ab Januar 2022 wurden außerdem wesentliche Anforderungen des novellierten Personenbeförderungsgesetzes aufgenommen. In Anbetracht der finanziellen Rahmenbedingungen der kommenden Jahre steht auch der öffentliche Personennahverkehr unter einem Erfolgsdruck. Daher sind auch die Kommunen aufgefordert, die Belange des öffentlichen Personennahverkehrs im Vorhinein zu berücksichtigen.

Neben dem Kreis Unna und den Verkehrsunternehmen beeinflussen auch die Kommunen den Erfolg des kreisweiten ÖPNV-Angebots, beispielsweise durch Maßnahmen im Straßennetz oder einer zwischen ÖPNV und Neuansiedlungen im Vorhinein abgestimmten Politik. Es obliegt allen relevanten Akteuren im Kreis Unna (Kreis, Kommunen, Verkehrsunternehmen, Träger öffentlicher Belange usw.) die vom Kreistag beschlossenen Maßnahmenpakete innerhalb des Probezeitraums den Bürgerinnen und Bürger als Alternative zum Auto durch offensive Vermarktung- und Überzeugungsarbeit aufzuzeigen.

Auskunft

Weitere Informationen und Kontaktdaten

Klaus-Peter Dürholt
Fon 0 23 03 / 27-22 61
Fax 0 23 03 / 27-22 96
kp.duerholtkreis-unnade

Dirk Brewedell
Fon 0 23 03 / 27-18 61
Fax 0 23 03 / 27-22 96
dirk.brewedellkreis-unnade