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Mobilitätsbefragung

Mobilitätsbefragung

Im Herbst 2013 waren insgesamt 27000 Haushalte im Kreis Unna nach ihrem werktäglichen Verkehrsverhalten befragt worden. Knapp 4000 Haushalte wurden erreicht, bei deutlich über 9000 teilnehmenden Personen ist die Rücklaufquote als sehr zufriedenstellend zu bezeichnen. Die Ergebnisse sind somit repräsentativ.

Der Kreis Unna hatte bewusst Wert darauf gelegt, dass die Befragung so gestaltet und ausgewertet werden muss, dass auch jede einzelne Stadt bzw. Gemeinde eine eigene Modal-Split-Untersuchung erhalten kann. Auch dies ist gelungen.

Die Ergebnisse der Stadt Kamen, welche bereits vorab in 2012 eine eigene Untersuchung hatte erstellen lassen, wurden eingearbeitet.

Bus und Bahn-Nutzung über dem Landesdurchschnitt

Die Ergebnisse der Modal Split Untersuchung bieten eine gute Arbeitsgrundlage für das Handeln des Kreises und auch der Städte und Gemeinden im Zusammenhang mit Fragen der Mobilität. Besonders ermutigend ist die Entwicklung der ÖPNV-Nutzung im Kreis Unna. Immerhin 10% der Wege werden mit Bus und Bahn durchgeführt, das sind 3% mehr als bei der letzten Erhebung im Jahre 1987. Damit wird das seit Jahren andauernde besondere Engagement des Kreises Unna im Bereich der Nahverkehrsplanung und der Initiierung und Umsetzung entsprechender Projekte, wie z. B. mobil&Job, das Betriebliche Mobilitätsmanagement des Kreises, oder die Einführung des FlashTickets für junge Leute, bestätigt.

Modal Split im Kreis Unna im Jahre 2013

Radverkehrsanteil zufriedenstellend


Der Anteil des Radverkehrs liegt mit 12% im Mittel des allgemeinen Landestrends. Zwar wurden auch 1987 12% ermittelt, jedoch ist heute eine größere und altersbezogen frühere Pkw-Verfügbarkeit zu verzeichnen. Auch bringt die heute fehlende Einzelhandelsinfrastruktur in den Ortsteilen mit sich, dass man eher mit dem Pkw fahren muss. Einen wesentlichen Einfluss hat auch der demographische Wandel. Gerade die jungen Leute nutzen das Fahrrad intensiv, jedoch hat sich der Anteil der jungen Leute gegenüber dem Ende der 80iger Jahre deutlich verringert. Insofern kann man mit dem Radverkehrsanteil sehr zufrieden sein. Der Kreis Unna fühlt sich durch die Ergebnisse der Modal-Split-Untersuchung motiviert, als fahrradfreundlicher Kreis in seinen Aktivitäten zur Intensivierung des Radverkehrs nicht nachzulassen.

Der Radverkehrsanteil schwankt innerhalb des Kreises Unna von Stadt zu Stadt jedoch stark. Während im topographisch schwierigen südlichen Kreisgebiet z.B. in Fröndenberg der Radverkehrsanteil bei nur 3% und in Schwerte bei 6,6% liegt, kann man sich in Werne über außerordentliche und in dieser Höhe unerwartete 21% freuen.

Im Trend: Pkw-Verkehr stark, Fussverkehr schwächelt

Naturgemäß bildet der Pkw-Verkehr in seinem Modal-Split-Anteil mit 65% die stärkste Gruppe. Damit liegt der Kreis Unna im Trend und unterscheidet sich nur unwesentlich von anderen Kommunen, wie z.B. der Kreis Soest mit 64% und der Kreis Lippe mit 66%. Der Fussverkehr liegt mit 13% deutlich niedriger als 1987, wo noch 24% der Wege zu Fuß durchgeführt wurden. Diese Entwicklung ist jedoch nicht außergewöhnlich, angesichts z.B. deutlich erhöhter Pkw-Verfügbarkeit.

Zum vergleichen: die Ergebnisse in den Städten und Gemeinden des Kreises Unna

Interessante Einzelergebnisse

Im einzelnen sind noch folgende Teilergebnisse zu nennen:

  • Mobile Personen im Kreis Unna absolvieren im Durchschnitt 3,2 Wege pro Tag (Kreis Soest 3,0, NRW 2008 3,5).
  • Hohe Kfz-Nutzung auch bei Senioren (64%). Ab 64 Jahre wird der Fuß- und Radverkehr beliebter, der ÖV wird weniger genutzt.
  • und Radverkehr beliebter, der ÖV wird weniger genutzt.
  • Bei den 18-29-jährigen wird der ÖPNV mit 21% erfreulich gut genutzt.
  • Kurzstrecken: 50% aller Wege bis 6 km werden mit dem Auto durchgeführt. Hier sind Handlungsansätze zu konzipieren, um dieser Entwicklung entgegen zu steuern.
  • ¾ der ÖPNV-Nutzer sind mit dem ÖPNV-Angebot im Kreis Unna zufrieden.
  • Die E-Bike-Nutzung ist im Kreis Unna schon jetzt so stark wie die Motorrad-Nutzung – Tendenz steigend!
  • 7 von 10 Personen bemängeln, am Arbeitsort keine geeigneten Fahrradabstellanlagen zur Verfügung zu haben. Hier ist also möglicherweise ein zusätzliches Potential für den Radverkehr zu heben.
  • Die Verkehrsströme auf der Nord-Süd-Achse zwischen Unna, Kamen und Bergkamen sind auffallend stark ausgeprägt. Knapp 19000 Fahrten werden täglich zwischen Unna und Kamen sowie gut 22000 zwischen Kamen und Bergkamen durchgeführt. Das sind deutlich mehr als jeweils zwischen diesen Städten und Dortmund.

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Auskunft

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Klaus-Peter Dürholt
Fon 0 23 03 / 27-22 61
Fax 0 23 03 / 27-22 96
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