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Info zur Berufskraftfahrer-Qualifikation

Berufskraftfahrer-Qualifikation

Warum Grundqualifikation? Für wen gelten die Vorschriften?

Seit dem 10. September 2008 muss jeder Fahrerlaubnis-Erstbewerber für die (Bus-) Klassen D1, D1E, D und DE eine Grundqualifikation nachweisen, wenn die Fahrerlaubnis gewerblich genutzt werden soll (Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz).

Eine dieser 3 Alternativen führt zum Erwerb der Grundqualifikation

  • Die Teilnahme an der beschleunigten Grundqualifikation (140 Stunden Unterricht) und anschließender 90-minütiger schriftlicher Prüfung
  • Eine theoretische und praktische Prüfung von insgesamt 450-minütiger Dauer, keine Unterrichtspflicht
  • Die herkömmliche Berufsausbildung zum Berufskraftfahrer (BKF) oder die Weiterbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb (FiF)

Das Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz findet Anwendung auf Fahrerinnen und Fahrer, die

  • deutsche Staatsangehörige sind
  • Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der EU sind
  • Staatsangehörige eines Drittstaates sind und in einem Unternehmen mit Sitz in einem Mitgliedstaat der EU beschäftigt oder eingesetzt werden, soweit sie im Güterkraft- oder Personenverkehr gewerblich Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen lenken, für die eine Fahrerlaubnis der C- oder D-Klassen (C1, C1E, C, CE, D1, D1E, D, DE) erforderlich ist

Diese Regelungen gelten für die (LKW-) Klassen C1, C1E, C und CE ab dem 10. September 2009.

Die Regelungen des Gesetzes gelten nicht für Fahrten mit

  • Kraftfahrzeugen, deren zulässige Höchstgeschwindigkeit 45 Kilometer pro Stunde nicht überschreitet
  • Kraftfahrzeugen, die von der Bundeswehr, der Truppe und des zivilen Gefolges der anderen Vertragsstaaten des Nordatlantikpaktes, den Polizeien des Bundes und der Länder, dem Zolldienst sowie dem Zivil- und Katastrophenschutz und der Feuerwehr eingesetzt werden oder ihren Weisungen unterliegen
  • Kraftfahrzeugen, die zur Notfallrettung von den nach Landesrecht anerkannten Rettungsdiensten eingesetzt werden
  • Kraftfahrzeugen, die

    a) zum Zwecke der technischen Entwicklung oder zu Reparatur- oder Wartungszwecken oder zur technischen Untersuchung Prüfungen unterzogen werden

    b) in Wahrnehmung von Aufgaben, die den Sachverständigen oder Prüfern im Sinne des § 1 des Kraftfahrsachverständigengesetzes oder der Anlage VIIIb der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) übertragen sind, eingesetzt werden

    c) neu oder umgebaut und noch nicht in Betrieb genommen worden sind
  • Kraftfahrzeugen zur Beförderung von Material oder Ausrüstung, das der Fahrer oder die Fahrerin zur Ausübung des Berufs verwendet, sofern es sich beim Führen des Kraftfahrzeugs nicht um die Hauptbeschäftigung handelt


Weitere Informationen

Berufkraftfahrer-Qualifikation

Alle Bus- und LKW-Fahrer, die Ihre Fahrerlaubnis im Güterkraft- oder Personenverkehr zu gewerblichen Zwecken nutzen, müssen alle 5 Jahre an einer Weiterbildung teilnehmen und diese in den Kartenführerschein eintragen lassen.

Die erste Weiterbildung für Inhaber D1,D,D1E und DE bis spätestens 10.09.2013 und für Inhaber der Klassen C1,C,C1E und CE ist bis spätestens 10.09.2014 zu absolvieren.

Fahrerlaubnis-Ersterwerber dieser Klassen müssen eine sogenannte Grundqualifikation nachweisen.

Wie kann ich die Grundqualifikation erwerben ?

Drei Alternativen führen zum Erwerb der Grundqualifikation:

  • Die Teilnahme an der beschleunigten Grundqualifikation (140 Stunden Unterricht) und anschließender 90-minütiger schriftlicher Prüfung
  • Eine theoretische und praktische Prüfung von insgesamt 450-minütiger Dauer, keine Unterrichtspflicht
  • Die herkömmliche Berufsausbildung zum Berufskraftfahrer oder die Weiterbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb.

Wann wird keine Grundqualifikation benötigt ?

Keine Grundqualifikation wird benötigt für Fahrten,

  • mit

    Kraftfahrzeugen, deren zulässige Höchstgeschwindigkeit 45 Kilometer pro Stunde nicht überschreitet

    Kraftfahrzeugen,

  • die von der Bundeswehr, der Truppe und des zivilen Gefolges der anderen Vertragsstaaten des Nordatlantikpaktes, den Polizeien des Bundes und der Länder, dem Zolldienst sowie dem Zivil- und Katastrophenschutz und der Feuerwehr eingesetzt werden oder ihren Weisungen unterliegen
  • Kraftfahrzeugen, die zur Notfallrettung von den nach Landesrecht anerkannten Rettungsdiensten eingesetzt werden
  • Kraftfahrzeugen, die

     

    a) zum Zwecke der technischen Entwicklung oder zu Reparatur- oder Wartungszwecken oder zur technischen Untersuchung Prüfungen unterzogen werden

    b) in Wahrnehmung von Aufgaben, die den Sachverständigen oder Prüfern im Sinne des § 1 des Kraftfahrsachverständigengesetzes oder der Anlage VIIIb der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) übertragen sind, eingesetzt werden

    c) neu oder umgebaut und noch nicht in Betrieb genommen worden sind

    Kraftfahrzeugen zur Beförderung von Material oder Ausrüstung, das der Fahrer oder die Fahrerin zur Ausübung des Berufs verwendet, sofern es sich beim Führen des Kraftfahrzeugs nicht um die Hauptbeschäftigung handelt

Wie erfolgt die Weiterbildung ?

Die Weiterbildung erfolgt in Lehrgängen mit 35 Unterrichtsstunden zu je 60 Minuten. Diese spezifischen Lehrgänge können auch jeweils als Tagesveranstaltungen angeboten werden. Damit kann die vorgeschriebene Weiterbildung z. B. auch an jeweils einem Tag pro Jahr erfolgen.

Werden Verstöße bestraft ?

Wer vorsätzliche oder fahrlässig entgegen den Vorschriften der Berufskraftfahrerqualifikation eine Fahrt durch führt oder eine Fahrt anordnet oder zulässt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Die Geldbuße kann für den Arbeitnehmer bis zu 5.000 € betragen, für den Arbeitgeber sogar bis zu 20.000 €.

 

  • gültiges Ausweisdokument
  • biometrisches Lichtbild (35x45 mm)
  • Bescheinigung über die Grundqualifikation/ Weiterbildungen im Original

  • 28,60 € für die Eintragung der Module
    zzgl. Antragsgebühren für die Umstellung, Erneuerung oder Verlängerung der Fahrerlaubnis