Newsdetail Kopfzeile

Teilnehmer ziehen Zwischenbilanz - Mit BiSS zur deutschen Sprache

Sozialdezernent Torsten Göpfert (4.v.l.) begrüßt gemeinsam mit Bärbel Heidenreich (Schulleiterin des Städtischen Gymnasiums Bergkamen, 4.v.r.) und weiteren Kooperationspartnern die Projektteilnehmer.Foto: Max Rolke - Kreis Unna
Auf einer Karte sind alle Schulen, die an dem Projekt BiSS teilnehmen, markiert. Hier zu sehen: Lünen.Foto: Max Rolke - Kreis Unna
Sozialdezernent Torsten Göpfert (r.) eröffnet gemeinsam mit Schulrätin Bettina Riskop (2.v.r.) und Wolfgang Paulssen von der Bezirksregierung Arnsberg (l.) die Veranstaltung.Foto: Max Rolke - Kreis Unna
13.09.2017 Wie können Kinder und Jugendliche, die nach Deutschland kommen und keine oder nur geringe Deutschkenntnisse haben, bestmöglich sprachlich gefördert werden? 14 Projekt-Schulen aus dem Kreis Unna gehen dieser Frage praktisch nach – sie sind BiSS-Schulen.

Hinter BiSS verbirgt sich das 2014 gestartete Bundesprojekt „Bildung durch Sprache und Schrift“. Die beteiligten Projektschulen im Kreis arbeiten mit der Bezirksregierung Arnsberg und verschiedenen Bereichen in der Kreisverwaltung wie etwa dem Kommunalen Integrationszentrum Kreis Unna (KI) zusammen. Mit Erfolg: Schüler aus mittlerweile 60 verschiedenen Ländern lernen in den integrativen Schulen des Kreises die deutsche Sprache.

„Schlüssel zur Integration ist Sprache“
„Wenn der Schlüssel zur Integration die Sprache ist, dann müssen wir auch dort ansetzen“, sagt Sozialdezernent Torsten Göpfert. „Und das machen wir mit dem Programm. Wir holen die Schüler genau an dem Punkt ab, integrieren sie in den Alltag und schaffen Strukturen, die eine schnelle Integration durch Lernen von Sprachkompetenzen ermöglichen.“

Jetzt trafen sich die Kooperations- und Projektpartner und tauschten sich aus. Sie zogen Bilanz und stellten ihre Ideen für den sprachbildenden Unterricht vor. „Wichtig dabei ist auch die Vernetzung untereinander“, sagt Bettina Riskop von der Schulaufsicht. „Das Gymnasium lernt hier von den Fortschritten der Hauptschule und umgekehrt. Auch das macht die Arbeit so erfolgreich.“

Bestätigung durch Projektteilnehmer
Und die ersten Erfolge zeigen sich schnell im Alltag, wie Bärbel Heidenreich, Schulleiterin des Städtischen Gymnasiums Bergkamen, erzählt: „Wir haben zwei Kinder aus Syrien, die noch nicht alphabetisiert waren, als sie zu uns kamen. Wir konnten sie schnell integrieren und fördern. Das Schönste daran ist aber die Freude der Kinder, wenn sie mit den eigenen Fortschritten wachsen und zum Beispiel stolz darauf sind, wenn sie selbstständig nach Kreide-Nachschub für die Klasse fragen können.“

Zwischenbilanz ist also: Das Projekt läuft sehr gut. Die ersten Ergebnisse und Fortschritte der Kinder lassen das erkennen. „Doch hier dürfen wir nicht aufhören“, sagt Göpfert. „Wir müssen die Kinder weiter begleiten und auch die Möglichkeiten dazu schaffen. Und genau das machen wir jetzt. Wir haben zusätzliche anderthalb Stellen im Kommunalen Integrationszentrum Kreis Unna geschaffen, um die Arbeit weiter auszubauen und die guten Ergebnisse auch in Zukunft fortzusetzen.“
- Max Rolke -

Blick in die Presse

Social Media