Auskunft

Dr. Petra Winzer-Milo
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Jutta Miehe
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Schutzimpfungen für Kinder und Jugendliche

Impfungen haben in der Gesundheitsvorsorge eine herausragende Bedeutung. Die empfohlenen Impfungen schützen wirksam gegen eine Vielzahl von Infektionskrankheiten und deren Komplikationen.

Eine Impfung ist in Deutschland freiwillig. Dennoch hat der Staat als Gemeinwesen ein hohes Interesse an einer möglichst lückenlos durchgeimpften Bevölkerung. Denn der Impfschutz nützt nicht nur dem einzelnen Menschen. Sobald ein genügend großer Anteil der Bevölkerung geimpft ist, reißt eine Infektionskette ab, und die Krankheit kann sich nicht weiter ausbreiten. Wird eine Infektionskrankheit nur zwischen Menschen übertragen, kann sie durch Impfungen sogar völlig ausgerottet werden, wie das bei den Pocken bereits der Fall ist.

Möglich wäre dies auch bei anderen Krankheiten wie Kinderlähmung (Polio), Masern, Mumps, Röteln oder Hepatitis B an der weltweit immer noch mehr als eine Million Menschen jährlich sterben.

Etwa 95 Prozent aller Skandinavier (zum Beispiel Finnen oder Schweden) lassen sich gegen Masern, Mumps und Röteln impfen. Die Folge: Fast keiner erkrankt an den gefährlichen Kinderkrankheiten. In Deutschland sieht die Situation anders aus. Hier machen sich sogenannte Impflücken bemerkbar: Nur noch 80 Prozent der Bevölkerung ist geimpft.

Deshalb bemüht sich der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst des Kreises intensiv um die Schließung vorhandener Impflücken bei Kindern und Jugendlichen mit seinem Konzept: "Kreis Unna - besser geimpft!"

Bei jedem Kontakt mit Kindern und Jugendlichen erfolgt ein Impfbuchcheck und wird auf die kostenlose Impfmöglichkeit bei Kinder- und Jugendärzten, sowie bei Hausärzten hingewiesen.

Schülern der 9. Jahrgangsstufe der weiterführenden Schulen wird dann im Rahmen der Untersuchung und Beratung vor Ende der Schulpflichtzeit ein aktives Impfangebot gegen Masern-Mumps-Röteln, Polio, Tetanus Diphtherie Pertussis (Keuchhusten) und zum Teil auch Hepatitis B gemacht.

Impfungen sind auch in unseren Sprechstunden möglich.

Weitere Informationen zum Thema Schutzimpfungen finden Sie rechts nebenstehend unter "Formulare & mehr".