Die Demokratie lebt von engagierten Demokratinnen und Demokraten und ihren Initiativen und Projekten. Zu oft bleiben sie aber unsichtbar. Das will der Kreis Unna mit dem Kommunalen Integrationszentrum (KI) ändern und hat auf Initiative des Kreistags 2024 den Demokratiepreis ins Leben gerufen.
Am Mittwoch, 9. September ist er im Rahmen einer Feierstunde in der Aula des Märkischen Berufskolleg zum zweiten Mal verliehen worden. Drei Preisträgerinnen und Preisträger wurden für ihr Engagement für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt ausgezeichnet.
„Für den Demokratiepreis haben wir uns das sechste Wort aus dem ersten Artikel unserer Verfassung geliehen: UNANTASTBAR”, betont Landrat und Schirmherr Mario Löhr bei seiner Begrüßungsrede. „Das gilt für die Würde des Menschen – und für unsere Demokratie gleichermaßen. Beides ist nicht verhandelbar, ganz gleich, wie rau der Ton wird.”
Auch in diesem Jahr war die Resonanz groß: Insgesamt hatten sich 24 Personen, Vereine und Initiativen um den Demokratiepreis beworben. Die Jury hatte die Aufgabe, aus den zahlreichen Beiträgen die Preisträgerinnen und Preisträger auszuwählen.
Teilnehmer und Gewinner
Der Demokratiepreis Kreis Unna würdigt Menschen, Vereine oder Initiativen, die in herausragender Weise das Thema Demokratie aufgreifen. Er prämiert Initiatoren von Aktivitäten oder Projekten, die sich für den demokratischen Zusammenhalt und eine vielfältige Gesellschaft sowie gegen jede Form von Antisemitismus, Ausgrenzung, Diskriminierung und Extremismus einsetzen.
Mit je 1.000 Euro wurden in diesem Jahr ausgezeichnet:
- das schulübergreifende Projekt „Vom Vorurteil zur Gewalt – Der NSU-Komplex als Lernort für Demokratie“ der Josef-Reding-Schule Holzwickede und des Lippe Berufskollegs Lünen,
- die AG „WEREmember – WE ACT“ des Anne-Frank-Gymnasiums Werne,
- der Erwerb des Deutschen Sprachdiploms (DSD) sowie der Videowettbewerb „Meine Stimme zwischen zwei Kulturen“ des Lippe Berufskollegs Lünen.
Übergeben wurden die Preise und Urkunden von Landrat und Schirmherr Mario Löhr gemeinsam mit Alfred Buß, dem Sprecher der Jury, im Rahmen der Feierstunde in der Aula des Märkischen Berufskollegs.
Die Jury
Der Sprecher der Jury ist Alfred Buß, Altpräses der Evangelischen Kirche von Westfalen. Gemeinsam mit Bärbel Sumagang für den Deutschen Gewerkschaftsbund, Sevgi Kahraman-Brust für den Kreissportbund, sowie den stellvertretenden Landrätinnen Heike Bartmann-Scherding und Anette Droege-Middel hat er die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt.
Mit der zweiten Verleihung setzt der Kreis Unna ein Zeichen für die Menschen und Initiativen, die sich vor Ort für Demokratie, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander einsetzen.
Max Rolke - Kreis Unna Kreis Unna