Sicherheit:

Die Kreisverwaltung startet die Kampagne „Sicher sein in unsicheren Zeiten“ und will damit Infos verteilen, wie sich Bürgerinnen und Bürger besser auf Notlagen vorbereiten können. Thema diesmal: Hitze und Dürre. 

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René Wauro ist Kreisbrandmeister beim Kreis Unna und hat den Bevölkerungsschutz im Blick.
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Max Rolke Kreis Unna

Hitze und Dürre, Hochwasser, Stromausfälle, Cyberangriffe oder Sabotageakte können das gewohnte Leben auf den Kopf stellen. Der Kreis Unna ist im Rettungswesen und Katastrophenschutz gut aufgestellt. Trotzdem sollten die Bürgerinnen und Bürger auch selbst vorsorgen und auf verschiedene Krisenszenarien vorbereitet sein.

„Vergangene Krisen zeigen, wie schnell und heftig die Bevölkerung getroffen werden kann“, so Landrat Mario Löhr. Wer also vorbereitet ist und gedanklich mögliche Krisenszenarien durchgegangen ist, entlastet nicht nur den Rettungsdienst, sondern bleibt auch für sich und andere handlungsfähig.“ 

Mit der Kampagne „Sicher sein in unsicheren Zeiten“ möchte der Kreis hierbei aktiv unterstützen. Behandelt werden verschiedene Schwerpunkte des Bevölkerungsschutzes ebenso wie wichtige Maßnahmen zur Vorsorge für Krisen und Katastrophen. Wie sieht ein sinnvoller Notvorrat aus? Wie schütze ich mich vor Starkregen- und Hochwasserschäden? Was tue ich beim Stromausfall? Diese und weitere Themen werden auf den Social-Media-Kanälen des Kreises und in Pressemitteilungen aufgegriffen. Auch vor Ort informiert ein Team des Bevölkerungsschutzes auf den Märkten Bürgerinnen und Bürger direkt. Das Team begleitet die „Landrat vor Ort“-Termine mit einem eigenen Zelt im Zivilschutz-Design. 

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Das Zivilschutz-Zelt steht neben dem Infozelt von Landrat vor Ort.
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Ina Sauer - Kreis Unna

„Wir sind da, können aber nicht überall gleichzeitig sein. Und vor allem müssen wir uns in einer echten Schadenslage um Notfälle kümmern, bei denen es um Leben und Tod geht“, so Kreisbrandmeister René Wauro. 

Erstes Thema: Hitze und Dürre

Der Sommer steht bevor und auch jetzt ist es schon heiß. Was zunächst schön ist, kann aber auf Dauer zum Problem werden. Eine erste Dürrephase hat es zudem in diesem Jahr schon gegeben: Anhaltend hohe Temperaturen und zunehmende Trockenheit belasten Menschen, Natur und Infrastruktur. Daher weist die Kreisverwaltung vorsorglich auf wichtige Vorsorgemaßnahmen und Verhaltenstipps für die kommenden heißen Tage und den bevorstehenden Sommer hin.

Besonders ältere Menschen, Kinder sowie gesundheitlich vorbelastete Personen reagieren empfindlich auf starke Hitze. Wichtig ist deshalb vor allem eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Bürgerinnen und Bürger sollten regelmäßig Wasser trinken – auch ohne Durstgefühl. Empfohlen werden mindestens 1,5 bis 2 Liter täglich, bei hohen Temperaturen entsprechend mehr.

Verhalten im Alltag bei Hitze

Auch das Verhalten im Alltag an besonders heißen Tagen kann helfen, gesundheitliche Belastungen zu reduzieren: Körperliche Anstrengungen sollten möglichst in die Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Leichte, helle Kleidung sowie Kopfbedeckungen und Sonnenschutz helfen zusätzlich dabei, den Körper zu entlasten.

Damit Wohnräume möglichst kühl bleiben, sollten Fenster und Rollläden tagsüber geschlossen bleiben. Gelüftet werden sollte bevorzugt nachts oder in den frühen Morgenstunden.

Mögliche weitere Gefahren

Besondere Vorsicht gilt bei Fahrzeugen: Kinder oder Tiere dürfen auch bei kurzen Besorgungen niemals allein im Auto zurückgelassen werden. Bereits nach wenigen Minuten können im Fahrzeuginneren lebensgefährliche Temperaturen entstehen.

Durch die anhaltende Trockenheit steigt außerdem die Gefahr von Vegetations- und Waldbränden deutlich an. Offenes Feuer in Wald- und Grünbereichen sollte vermieden werden. Zigarettenreste dürfen keinesfalls achtlos weggeworfen werden. Grillen ist nur an ausdrücklich erlaubten Stellen zulässig. Fahrzeuge sollten nicht auf trockenem Gras abgestellt werden, da heiße Fahrzeugteile Brände auslösen können.

Kampagnen-Infoflyer zum Downlad

  • PDF, PDF-Datei: 1.7 MB

    Hitze und Dürre Flyer

Weitere Informationen

Der Fachbereich Bevölkerungsschutz empfiehlt außerdem, Warn-Apps wie „NINA“ zu nutzen und aktuelle Wetterwarnungen regelmäßig zu verfolgen.

Weitere Informationen zum Thema Hitzevorsorge und Bevölkerungsschutz gibt es auf der Website unter www.kreis-unna.de/warnungen sowie beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Ein eigens erstellter Flyer zum Thema Hitze und Dürre weist zudem auf eine Karte hin, auf der kühle Orte im Kreis markiert sind.

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Autor

Max Rolke - Kreis Unna

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