Im Kreis Unna verringerte sich der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 111 auf 16.035. Im Vergleich zu Oktober 2024 stieg die Arbeitslosigkeit um 579 (+3,7 Prozent). Die Arbeitslosenquote stabilisierte sich bei 7,4 Prozent und betrug damit 0,3 Punkte mehr als im Oktober 2024.
„Im Oktober konnte sich die Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna fortsetzen, in der Folge gab es 111 arbeitslose Menschen weniger als im September“, beschreibt Agenturgeschäftsführer Thomas Keyen die aktuelle Lage. Während insbesondere jüngere Menschen und Ausländer erneut von guten Beschäftigungsperspektiven profitieren konnten, blieben Ältere bei Stellenbesetzungen jedoch oftmals außen vor: „Ältere Bewerberinnen und Bewerber haben es trotz politischer Forderungen nach längerer Lebensarbeitszeit schwerer, eine neue Anstellung zu finden. Wenn wir es jedoch nicht schaffen, uns von den Etiketten „zu alt“ oder „überqualifiziert“ zu lösen, wird sich der Mangel an qualifizierten und motivierten Fachkräften weiter verschärfen und Betriebe in ihrer Existenz bedrohen.“ Stattdessen rät Thomas Keyen dazu, in persönlichen Kennenlerngesprächen und kurzen Probearbeiten einen authentischen Einblick in die tatsächliche Leistungsfähigkeit und Motivation eines Bewerbers zu gewinnen.
Kurzarbeit
Im Oktober wurden im Agenturbezirk Hamm (Stadt Hamm und Kreis Unna) nur 20 Anzeigen auf Kurzarbeit für 372 potenziell betroffene Mitarbeiter verzeichnet.
Zu- und Abgänge auf dem ersten Arbeitsmarkt
Im Berichtsmonat meldeten sich 1.040 Personen aus Erwerbstätigkeit neu oder erneut arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat waren das 108 Personen (+11,6 Prozent) mehr. Im Vergleich zu Oktober 2024 waren es 115 Personen mehr (+12,4 Prozent). Gleichzeitig beendeten im Berichtsmonat 1.080 Personen ihre Arbeitslosigkeit zu Gunsten einer Erwerbstätigkeit und damit 94 mehr als im Vormonat (+9,5 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr nahmen 211 Personen (+24,3 Prozent) mehr eine neue Erwerbstätigkeit auf.
Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
Sechs der zehn Kommunen des Kreises Unna konnten im vergangenen Monat Arbeitslosigkeit abbauen. Am deutlichsten fiel der Rückgang in Bergkamen aus (-4,0 Prozent bzw. 91 auf 2.173). Danach folgten Werne (-3,8 Prozent bzw. 33 auf 837), Holzwickede (-2,9 Prozent bzw. 15 auf 505), Fröndenberg (-2,6 Prozent bzw. 16 auf 594), Selm (-2,4 Prozent bzw. 20 auf 830) und Unna (-0,3 Prozent bzw. sieben auf 2.089). In den restlichen Städten stieg die Arbeitslosigkeit an. Am geringsten in Kamen (+0,6 Prozent bzw. 11 auf 1.858), gefolgt von Lünen (+0,6 Prozent bzw. 28 auf 4.663), Bönen (+1,2 Prozent bzw. neun auf 741) und schließlich am stärksten in Schwerte (+1,3 Prozent bzw. 23 auf 1.745).