Im Kreis Unna wuchs die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 209 auf 16.516. In Relation zu April 2025 stieg die Arbeitslosigkeit um 79 (+0,5 Prozent).
Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um einen Prozentpunkt auf 7,6 Prozent und lag damit exakt auf Vorjahresniveau. „Im April konnte sich die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna leider nicht fortsetzen. Wie auch im Landesdurchschnitt nahm die Arbeitslosigkeit zu – eine Reaktion auf die schwierige industrielle sowie unvorhersehbare weltpolitische Lage“, kommentiert Agenturgeschäftsführer Thomas Keyen die Trends aus April. Positiv hervorzuheben sei laut Thomas Keyen jedoch das bisher stabile Stellenangebot: „Für die Unternehmen ist es derzeit nicht leicht, eine verlässliche Zukunftsplanung vorzunehmen. Umso erfreulicher ist es, dass der Stellenbestand weiter gestiegen ist. Ein Anzeichen dafür, dass Betriebe auch jetzt in Fachkräfte investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“ Für die kommenden Monate rechnet der Arbeitsmarktexperte mit Schwankungen: „Bis die politischen Impulse Wirkung zeigen und sich die Sicherheitslage weltweit entspannt, entwickelt sich der Arbeitsmarkt eher außerhalb der bekannten Muster.“
Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
In zwei Kommunen im Kreis Unna sank die Arbeitslosigkeit im April. Am deutlichsten fiel der Rückgang in Kamen aus (-1,8 Prozent bzw. 35 auf 1.878), gefolgt von Bönen (-0,6 Prozent bzw. vier auf 707). In den übrigen Kommunen stieg die Arbeitslosigkeit an. Am geringsten in Holzwickede (+0,2 Prozent bzw. eine Person auf 523), gefolgt von Selm (+0,9 Prozent bzw. acht auf 877), Schwerte (+1,4 Prozent bzw. 26 auf 1.841), Bergkamen (+1,5 Prozent bzw. 35 auf 2.322), Unna (+1,6 Prozent bzw. 34 auf 2.132), Lünen (+1,7 Prozent bzw. 81 auf 4.729), Fröndenberg (+4,1 Prozent bzw. 25 auf 631) und zuletzt am stärksten in Werne (+4,5 Prozent bzw. 38 auf 876).
Arbeitskräftenachfrage
Der Bestand an Arbeitsstellen nahm im April um 44 (+1,9 Prozent) zu auf 2.356 zu. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 203 weniger (-7,9 Prozent). Arbeitgeber meldeten im Berichtsmonat 483 neue Arbeitsstellen und damit vier weniger als im März (-0,8 Prozent), jedoch 56 mehr als im April 2025 (+13,1 Prozent). Knapp sieben von zehn neuen Stellen bezogen sich auf sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (z.B. Vermietung von beweglichen Sachen, Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften, Reisebüros, Wach- und Sicherheitsdienste, Garten- und Landschaftsbau), freiberufliche Dienstleistungen (z.B. Rechts- und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, Architektur- und Ingenieurbüros, Veterinärwesen), den Handel, das Baugewerbe sowie die öffentliche Verwaltung.