Im Kreis Unna erhöhte sich die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 724 auf 16.415. Im Vergleich zu Januar 2025 sank die Arbeitslosigkeit um 41 (-0,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote erhöhte sich in Relation zum Vormonat um 0,4 Punkte auf 7,6 Prozent und lag damit exakt auf dem Niveau von Januar 2025.
„Auf den ersten Blick erscheint der Anstieg an arbeitslosen Menschen im Januar im Kreis Unna drastisch, dennoch haben wir es mit einer saisonal typischen und erwartbaren Entwicklung zu tun“, summiert Agenturchefin Sandra Pawlas die aktuellen Trends auf dem Arbeitsmarkt. Üblicherweise käme es nach den Weihnachtstagen zu nachlassender Dynamik im Handel sowie witterungsbedingt in den meisten Außenberufen. Für Sandra Pawlas steht jedoch fest, dass ein bloßes Abwarten auf bessere Monate künftig nicht mehr ausreichen werde, um die eigenen Jobchancen zu erhöhen: „Der Arbeitsmarkt befindet sich in einer grundlegenden Transformation. Abläufe und Berufsbilder verändern sich nachhaltig und machen ein Umdenken bei allen Beteiligten erforderlich. Wo Digitalisierung und KI Einzug halten, werden manche Jobs entbehrlich, in anderen steigt die Nachfrage spürbar. Daher sollte sich jeder kritisch mit der eigenen beruflichen Situation auseinandersetzen und mithilfe unserer Arbeitsmarktexperten herausfinden, wie er und sie sich unentbehrlich machen kann. Qualifizierungen werden zum Gamechanger und mehr als je zuvor zum lebenslangen Begleiter einer erfolgreichen Erwerbsbiografie.“ Für die kommenden Wintermonate rechnet die Agenturleiterin mit einem weiteren saisontypischen Anstieg an Arbeitslosen.
Arbeitskräftenachfrage
Der Bestand an Arbeitsstellen nahm im Januar um 150 (-5,9 Prozent) deutlich ab auf 2.375. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es jedoch gerade einmal neun weniger (-0,4 Prozent). Arbeitgeber meldeten im Berichtsmonat 425 neue Arbeitsstellen und damit 217 weniger als im Dezember, aber 102 mehr als im Januar 2025 (+31,6 Prozent). Ein Großteil der neu gemeldeten Stellen bezieht sich auf Personaldienstleister, freiberufliche Arbeitgeber (z.B. Rechtsanwälte, Steuerberater etc.) sowie den Handel. Den übrigen Teil machten das Gesundheits- und Sozialwesen, das Verarbeitende Gewerbe, die Recycling-Wirtschaft, die öffentliche Verwaltung, die Logistik und das Baugewerbe aus.
Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
In allen Kommunen im Kreis Unna stieg die Arbeitslosigkeit im Januar an. Am deutlichsten fiel der Anstieg in Selm aus (+6,5 Prozent bzw. 55 auf 897). Danach folgten Bergkamen (+5,5 Prozent bzw. 120 auf 2.295), Schwerte (+5,3 Prozent bzw. 92 auf 1.824), Lünen (+4,8 Prozent bzw. 217 auf 4.730), Fröndenberg (+4,7 Prozent bzw. 28 auf 623), Kamen (+4,1 Prozent bzw. 72 auf 1.832), Unna (+4,0 Prozent bzw. 82 auf 2.138), Bönen (+3,6 Prozent bzw. 25 auf 724), Holzwickede (+3,2 Prozent bzw. 16 auf 520) und Werne (+2,1 Prozent bzw. 17 auf 832).
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