Im Kreis Unna gab es im Mai 16.415 arbeitslose Menschen und damit 101 weniger als im Vormonat. Im Vergleich zu Mai 2025 sank die Arbeitslosigkeit um 66 Personen (-0,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote verblieb bei 7,6 Prozent und lag damit sowohl auf Vormonats- wie Vorjahresniveau.
„Erfreulicherweise hat sich die negative Entwicklung aus April im Wonnemonat Mai nicht fortgesetzt. Stattdessen kam es zu einem Rückgang arbeitsloser Menschen in allen Personengruppen“, beschreibt Agenturchefin Sandra Pawlas die aktuellen Trends auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna. Dass alle Menschen, ungeachtet von Alter, Herkunft und Dauer der Arbeitslosigkeit in Beschäftigung einmünden konnten, während erneut mehr neue Stellen gemeldet wurden, stimmt die Arbeitsmarktexpertin vorsichtig optimistisch: „Die Unternehmen unserer Region wollen wettbewerbsfähig bleiben und sichern sich qualifizierte und motivierte Arbeitskräfte, um ihre Stellung zu behaupten.“ Gleichwohl bleibe die angespannte Weltwirtschaftslage in Kombination mit sicherheitspolitischen Unwägbarkeiten ein Hemmschuh für langfristige unternehmerische Investition: „So lange unsere Unternehmen einen sehr kurzen Planungshorizont haben, werden umfangreiche Neueinstellungen eher die Ausnahme bleiben.“
Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
In sieben Kommunen im Kreis Unna sank die Arbeitslosigkeit im Mai. Am deutlichsten fiel der Rückgang in Holzwickede aus (-2,7 Prozent bzw. 14 auf 509), gefolgt von Lünen (-1,5 Prozent bzw. 71 auf 4.658), Unna (-1,5 Prozent bzw. 31 Person auf 2.101), Fröndenberg (-1,3 Prozent bzw. acht auf 623), Schwerte (-0,3 Prozent bzw. fünf auf 1.836), Kamen (-0,3 Prozent bzw. fünf auf 1.873) und Bergkamen (-0,1 Prozent bzw. drei auf 2.319). In Werne stabilisierte sich die Arbeitslosigkeit bei 876 Personen, während sie sowohl in Bönen (+0,6 Prozent bzw. vier auf 711) als auch in Selm (+3,6 Prozent bzw. 32 auf 909) anstieg.
Arbeitskräftenachfrage
Der Bestand an Arbeitsstellen nahm im Mai um 14 (-0,6 Prozent) ab auf 2.342. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 263 weniger (-10,1 Prozent). Arbeitgeber meldeten im Berichtsmonat 540 neue Arbeitsstellen und damit 57 mehr als im April (+11,8 Prozent) und 88 mehr als im Mai 2025 (+19,5 Prozent). Knapp sieben von zehn neuen Stellen bezogen sich auf sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (z.B. Vermietung von beweglichen Sachen, Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften, Reisebüros, Wach- und Sicherheitsdienste, Garten- und Landschaftsbau), freiberufliche Dienstleistungen (z.B. Rechts- und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, Architektur- und Ingenieurbüros, Veterinärwesen), den Handel sowie das Verarbeitende Gewerbe.