In Kamen ist mit Beginn des Schuljahres 2026/2027 am Gewerbegebiet „Im Hemsack“ ein Übergangsstandort der kreiseigenen Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule eröffnet worden: 85 Schülerinnen und Schüler werden dort beschult, bis die Schule in Bergkamen-Heil saniert und der neue Förderschulstandort in Lünen fertig gebaut ist.
Max Rolke Kreis Unna
Die kreiseigene Friedrich-von-Bodelschwingh-Förderschule in Bergkamen ist zu klein und sanierungsbedürftig, erklärt Anja Seeber, Fachbereichsleiterin Schulen und Bildung: „Geplant war die Schule mal für rund 170 Schülerinnen und Schüler. Aktuell sind über 350 angemeldet.“ Daher wird die Schule saniert und aufgeteilt. Ein Teil der Schülerschaft soll in die neue Schule nach Lünen umziehen, die ab Ende 2026 gebaut wird. Diese soll Anfang 2031 dann in den Betrieb gehen.
Damit der Schulbetrieb an der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule aber trotz Sanierung und zu kleiner Räumlichkeiten sowie gestiegener pädagogischer Anforderungen bis dahin weiterlaufen kann, weicht die Schule vorübergehend an den Containerstandort nach Kamen aus.
Großes Außengelände, genügend Platz
Die Container hat die Kreisverwaltung Unna als Schulträger übernommen. Zuvor war dort eine Kita untergebracht. Die Räume sind umgebaut und für die Zwecke der Schule eingerichtet worden. Mit dem Start ins neue Schuljahr nach den Sommerferien sind dort 85 Schülerinnen und Schüler der Primarstufe eingezogen und werden in sieben Lerngruppen beschult. Es gibt ein großes Außengelände mit zahlreichen Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten, Klassenräume mit angeschlossenen Differenzierungsräumen und genug Platz für die Schülerinnen und Schüler. Auch der Schülerspezialverkehr ist organisiert.
Max Rolke Kreis Unna
„Die Anmeldezahlen an unseren Förderschulen belegen, dass wir mit der Sanierung und dem Neubau den richtigen Weg gehen. Wir sind davon überzeugt, dass viele Kinder und Jugendliche von der spezifischen Förderung in diesem Rahmen profitieren“, so Sven Brüggenhorst, Schuldezernent beim Kreis Unna. Bestätigt wird das übrigens nicht nur durch die positive Entwicklung der Kinder, die das Lehrpersonal beobachtet – auch die Nominierung der Schule für den Deutschen Schulpreis bestätigt den Weg: „Entscheidend für die pädagogische Arbeit der Schule ist der Perspektivwechsel: Nicht die Schülerinnen und Schüler passen sich der Schule an, sondern die Lernumgebung wird so gestaltet, dass Entwicklung möglich wird“, so das Deutsche Schulportal in seinem Kurzporträt der Schule zum Schulpreis.
Mehr Infos zur Nominierung gibt es unter www.deutscher-schulpreis.de.