Wie gelingt Integration in den Arbeitsmarkt – und was braucht es damit sie nachhaltig funktioniert? Mit diesen zentralen Fragen beschäftigte sich jüngst das Netzwerktreffen „Mitte“ des Kommunalen Integrationsmanagements (KIM) in Kamen. Rund 45 Fachkräfte aus Kamen, Bergkamen und Bönen kamen zusammen, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und die Zusammenarbeit weiter zu stärken.
Zum Auftakt begrüßte Bürgermeisterin Elke Kappen die Teilnehmenden und unterstrich die Bedeutung funktionierender Netzwerke für gelingende Integration: „Integration ist Teamarbeit – und sie gelingt am besten, wenn alle relevanten Akteure eng zusammenarbeiten.“
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein Impulsvortrag von Daniela Tomczak, Geschäftsführerin des Jobcenters Kreis Unna. Unter dem Titel „Jobcenter als zentraler Integrationsakteur von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt“ beleuchtete sie die aktuellen Herausforderungen und Chancen bei der Arbeitsmarktintegration. Dabei wurde deutlich: Neben Sprachkenntnissen und Qualifizierung spielen auch individuelle Beratung, verlässliche Strukturen und ein enger Austausch zwischen den Institutionen eine entscheidende Rolle.
Im Anschluss arbeiteten die Teilnehmenden in drei Workshops weiter an zentralen Fragestellungen:
- Netzwerk als Motor der Integration in den Arbeitsmarkt
- Beratung und Unterstützung als zentrale Säule der Integration
- Grenzen der Beratung – welche Unterstützung durch Dritte fehlt?
Die Diskussionen zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig die Perspektiven und Erfahrungen in den beteiligten Institutionen sind – und wie wichtig es ist, diese gezielt zusammenzuführen. Vertreten waren unter anderem kommunale Verwaltungen, ehrenamtliche Initiativen, Migrations- und Beratungsdienste der freien Wohlfahrtspflege, Bildungsträger, Volkshochschulen, Wirtschaftsförderungen sowie die Agentur für Arbeit Hamm und das Jobcenter Kreis Unna.
Das Netzwerktreffen machte deutlich: Erfolgreiche Integration in Arbeit ist ein gemeinsamer Prozess, der nur im Zusammenspiel aller Beteiligten gelingen kann. Formate wie das KIM-Netzwerktreffen leisten hierzu einen wichtigen Beitrag, indem sie Austausch ermöglichen, Verständnis füreinander fördern und konkrete Ansätze für die Praxis entwickeln.