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Pflegebedarfsplan

Verbindliche Pflegebedarfsplanung und Altenplanung

Die Altenplanung als Teil der bedarfsorientierten Sozialplanung wurde beim Kreis Unna 1989 institutionalisiert und damit zu einem kontinuierlichen Prozess. Das Netzwerk Altenarbeit entstand ebenfalls ab 1989. 1992 verabschiedete der Kreistag den grundlegenden Sozialplan „Ältere Menschen im Kreis Unna“. Weitere Pläne, Ausarbeitungen und Aktivitäten folgten seitdem. Mit Inkrafttreten des Landespflegegesetzes NRW 1996 wurde die Planung einer bedarfsgerechten Infrastruktur für insbesondere Pflegebedürftige und ältere Menschen gesetzliche Pflichtaufgabe. Mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung des Landespflegerechts und Sicherung einer unterstützenden Infrastruktur für ältere Menschen, pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige (Alten- und Pflegegesetz NRW – APG NRW) vom Oktober 2014 wurde neben der Pflicht zur zweijährigen Pflegeplanung auch die Möglichkeit zur Einführung einer jährlichen verbindlichen Pflegebedarfsplanung eingeführt.

Der Kreistag beschloss in seiner Sitzung am 16. Dezember 2014, die verbindliche Pflegebedarfsplanung einzuführen. Dies bedeutet, dass Bedarfsbestätigungen Voraussetzung für die öffentliche Förderung zusätzlicher teil- oder vollstationärer Pflegeeinrichtungen im Kreis Unna sind. Der Pflegebedarfsplan 2015 als Grundlage für die verbindliche Pflegebedarfsplanung wurde am 10.03.2015 vom Kreistag verabschiedet. Er erfüllt – wie sämtliche Folgepläne – zugleich die Anforderung der allgemeinen Pflegeplanung. Die Kriterien für die Bedarfsausschreibung und Auswahl von Bewerbern wurden am 06.11.2015 im Amtsblatt des Kreises Unna veröffentlicht. Der Kreistag Unna hat in seiner Sitzung am 28.06.2016 den Pflegebedarfsplan Kreis Unna 2016 einstimmig verabschiedet. Der 3. verbindliche Pflegebedarfsplan Kreis Unna 2017 wurde schließlich einstimmig vom Kreistag am 10.10.2017 verabschiedet. Er löst den vorangegangenen Pflegebedarfsplan als Grundlage für die gesetzliche verbindliche Pflegebedarfsplanung ab. Bis zur Verabschiedung eines nächsten Pflegebedarfsplanes im Kreistag bleibt er Grundlage für die bedarfsabhängige Förderung zusätzlicher teil- oder vollstationärer Pflegeeinrichtungen.

Die bedürfnisorientierte, sozialräumliche Strategie des Kreises Unna „ambulant und präventiv vor stationär“ hat sich weiterhin bewährt. Der Pflegebedarfsplan 2017 umfasst gerontologische Grundaussagen, Daten und Analysen zu Demografie, Pflegebedürftigkeit und Pflegeinfrastruktur mit entsprechenden Handlungsempfehlungen sowie Informationen und Entwicklungsperspektiven zu Gerontopsychiatrie, Geriatrie, Sterbebegleitung, Kooperationen und Netzwerken, zum Wohnen und neuen Möglichkeiten zu sozialräumlichen Darstellungen und Auswertungsmöglichkeiten. Im Anhang finden sich die aktuellsten Übersichtslisten zum Senioren-, Gesundheits- und Pflegemarkt im Kreis Unna, nach Kommunen geordnet.

Auskunft

Weitere Informationen und Kontaktdaten

Hans Zakel (Sozialplaner)
Fon 0 23 03 / 27-11 61
Fax 0 23 03 / 27-22 96
hans.zakelkreis-unnade

Weitere Informationen und Kontaktdaten

Antje Meister
Fon 0 23 03 / 27-12 61
Fax 0 23 03 / 27-35 50
antje.meisterkreis-unnade