Kreishaus Unna | Foto: nowofoto

Hintergrund - Interkommunale Zusammenarbeit

Klausurtagung von Landrat und Bürgermeistern

Ausbau der Interkommunalen Zusammenarbeit vereinbart

Seit vielen Jahren können die Kommunen im Kreis Unna hier auf gute Beispiele von praktizierter Kooperation verweisen. Dies reicht von der Rechnungsprüfung über die Ausländerbehörde bis hin zum ökologischen Grundstücksfonds. Jüngstes Beispiel ist der gemeinsame Standort der Feuerwache Unna mit der Kreis-Leitstelle im „Zentrum für Gefahrenabwehr“ an der Florianstraße in Unna. Aber auch ohne den Kreis arbeiten die Städte und Gemeinden in vielen Aufgabenbereichen eng zusammen, wie z.B. im Rettungsdienst, der Volkshochschule oder bei den Stadtwerken.

Die aktuelle Diskussion über den weiteren Ausbau dieser Zusammenarbeit war im Rahmen der von einem externen Berater begleiteten Haushaltskonsolidierung beim Kreis angestoßen worden. Der Kreisausschuss hatte dabei festgelegt, das Zusammenarbeitsfeld „Informationstechnologien“ mit einer ersten Priorität zu untersuchen. Im Arbeitskreis der Kämmerer wurden darüber hinaus weitere Zusammenarbeitsfelder bestimmt, in denen evtl. zusätzliche finanzielle Konsolidierungsbeiträge erschlossen werden können. Die Beratungsfirma „S/E/ Strategie und Ergebnisse“ legte inzwischen eine Liste mit möglichen Maßnahmen für die Kernverwaltung vor und moderierte als zweiten Arbeitsauftrag den Dialog zur interkommunalen Zusammenarbeit.

Bei der auf Einladung von Landrat Makiolla zu diesem Thema durchgeführten Klausurtagung am 20. und 21. September wurden Möglichkeiten eines stärkeren Miteinanders besprochen, gemeinsame Projekte benannt und konkrete Schritte beschlossen.

„Die Beziehungen zwischen dem Kreis und den kreisangehörigen Städten sind traditionell durch den Leitsatz „Nicht jeder muss alles machen“ geprägt. Dieses Motto hat heute nichts von seiner Bedeutung verloren. Im Gegenteil: Durch die Zusammenabreit sind personelle und finanzielle Synergieeffekte zu erzielen, die sich angesichts allgemein leerer Kassen für den Kreis und seine Städte und Gemeinden mehr denn je rechnen“, unterstreicht Landrat Michael Makiolla.

Bei der Klausurtagung wurden zwischen Landrat und Bürgermeistern Empfehlungen zur Stärkung ihrer Effizienz und zum Ausbau der Zusammenarbeit in sieben Arbeitsfeldern verabredet. Insgesamt konnten hierbei die nachstehend abgebildeten 15 konkreten Punkte formuliert bzw. auf den Weg gebracht werden, die grundsätzlich geeignet sind, dieses Ziel zu erreichen und mittelfristig ein Konsolidierungspotenzial von bis zu 2 Mio. Euro zu generieren.

Die größten Wirtschaftlichkeitsvorteile werden erreicht, wenn sich alle 10 Kommunen und der Kreis zu den o.g. Punkten zusammentun. Sofern aus örtlichen Gründen dieser Schritt nicht oder nicht von Beginn an von allen Beteiligten vollständig umgesetzt werden kann, sind auch Teillösungen sinnvoll und effizient.

Kurzlink
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