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Tierseuchenbekämpfung

Tierseuchenbekämpfung

Foto: Kreis Unna

Die amtliche Tierseuchenbekämpfung dient dem Schutz des Menschen vor von Tieren übertragbaren Krankheiten. Sie soll für gesunde Tierbestände sorgen und helfen, Schäden für die Landwirtschaft, den Tierhandel und die Lebensmittelproduktion zu verhindern.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Erreger dieser meist tödlich verlaufenden Schweinekrankheit ist das „African Swine Fever Virus“ (ASFV), das ursprünglich in den afrikanischen Ländern heimisch ist. Dort wird es vor allem über Lederzecken von wildlebenden Warzen-Schweinen auf Hausschweine übertragen.

Einen Impfschutz vor der Afrikanischen Schweinepest gibt es nicht ist. Für Menschen ist die Tierseuche ungefährlich.

Eine Ansteckungder Tiere ist möglich über Kontakt mit Blut von infizierten Schweinen, Kadaver von Wildschweinen, infizierte Gegenstände oder über Lebensmittel, die aus dem Fleisch infizierter Schweinen hergestellt wurden.

Vermutlich durch Reisende oder Warenverkehr gelangte das Virus 2007 nach Georgien und verbreitete sich über den Kaukasus in mehrere Länder. Mittlerweile hat die Tierseuche Westeuropa erreicht.

Das Risiko der Einschleppung in die deutsche Wildschweinpopulation durch kontaminiertes Schweinefleisch oder daraus hergestellte Erzeugnisse durch Menschen ist sehr hoch. Schutzmaßnahmen können das Risiko einer Einschleppung minimieren:

  • Fleischhaltige Speisereste (belegte Butterbrote usw.) dürfen keinesfalls in der Natur entsorgt werden. Hier können sich Wildschweinen infizieren.
  • Speisen aus Ländern Osteuropas oder Afrikas sollten nicht mitgebracht werden.
  • Jäger, insbesondere wenn sie selber Schweinehalter sind, müssen darauf achten, die Bearbeitung des Wildes, Jagdkleidung, Jagdhund strikt von der eigenen Tierhaltung getrennt zu halten. Wildaufbrüche müssen unschädlich beseitigt werden (graue Tonne oder Tierkörperbeseitigung).
  • Schweinehaltungen dürfen keinen Kontakt, auch indirekt über Futter, Einstreu usw. mit Wildschweinen haben.
  • Bei auffälligen Haus- oder Wildschweinen müssen Abklärungsuntersuchungen durchgeführt werden.

Umfangreiche Informationen zur Afrikanischen Schweinepest:

Wer landwirtschaftliche Nutztiere halten will, muss den Betrieb spätestens bei Beginn der Tätigkeit und danach jede Änderung des Tierbestandes bei der Tierseuchenkasse NRW anzeigen. Diese Anzeigepflicht gilt übrigens auch für Hobbytierhalter.

Eine Meldung ist auch dann zwingend erforderlich, wenn sich der Tierbestand gegenüber dem Vorjahr nicht verändert hat. Fehlende oder falsche Meldungen können zum Wegfall des Anspruchs auf Leistungen aus der Tierseuchenkasse oder zu Leistungskürzungen führen.

Landwirtschaftskammer NRW
- Tierseuchenkasse -
Nevinghoff 6
48147 Münster
Fon 02 51 / 28 98 20
Fax 02 51 / 2 89 82 30

Landwirtschaftliche Nutztiere sind Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Einhufer, Hühner, Enten, Gänse, Fasane, Perlhühner, Rebhühner, Tauben, Truthühner, Wachteln oder Laufvögel.

Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen müssen gekennzeichnet werden, damit der Weg von der Aufzucht bis zur Schlachtung nachvollzogen werden kann.

Ohrmarken für die genannten Tierarten gibt es in Nordrhein-Westfalen beim Landeskontrollverband Nordrhein-Westfalen e.V., Bischofstraße 85, 47809 Krefeld Postfach 9247 47749 Krefeld, Fon 0 21 51 / 41 11-100, Fax 0 21 51 / 41 11-117, E-Mail: kontaktlkv-nrwde.

Für alle Einhufer (Pferde, Ponys, Esel) ist der Equidenpass Pflicht. Dieser Pass muss bei jedem Transport des Tieres (z. B. zu Reitveranstaltungen) mitgeführt werden. Ein Ausritt mit dem Pferd gilt dabei nicht als Transport.

Pässe können beantragt werden beim Deutschen Reiterliche Vereinigung (FN), Postfach 11 02 65, 48204 Warendorf, Tel. 0 25 81 /63 62-0, Fax: 0 25 81 / 6 21 44.

Werden Equiden zur Zucht, zu Sportveranstaltungen oder zur Schlachtung in andere EU-Staaten gebracht, ist neben dem Equidenpass auch eine Gesundheitsbescheinigung der Veterinärbehörde erforderlich. Link zu Tiere im Reiseverkehr.

Zum Schutz der heimischen Schweinebestände vor Tierseuchen sind Hygienemaßnahmen im Stall und eine Abschottung der Ställe wichtig. Konkrete Regelungen enthält die Schweinehaltungshygieneverordnung. Sie teilt die Betriebe in drei Stufen der Biosicherheit ein. Eine Übersicht gibt die Broschüre des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Wer seine Tiere ins Ausland mitnimmt, muss in einigen Ländern ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis vorlegen.

Nähere Informationen gibt es unte:

Der Fuchs gilt in Europa als der Hauptüberträger der Tollwut. Da die Erkrankung in jedem Fall tödlich verläuft, wird größter Wert auf die Vorsorge gelegt. Der Kreis Unna beauftragt daher Monitoring-Untersuchungen an Füchsen und arbeitet eng mit der Jägerschaft zusammen.

Die Jäger sind zur Einsendung toter Füchse verpflichtet ist. Die notwendigen Angaben werden auf dem Probenbegleitschein mitgeteilt. Die Ankunft des Probenmaterials sollte der Veterinärbehörde vorab telefonisch mitgeteilt werden.

Der aktuelle Probenbegleitschein findet sich hier: Untersuchungsantrag Tollwutmonitoring

Weitere Informationen:

Auskunft

Frau Heua
Fon 0 23 03 / 27-15 39
Fax 0 23 03 / 27-14 99
heuakreis-unnade

Weitere Informationen und Kontaktdaten

Frau Flucks
Fon 0 23 03 / 27-15 39
Fax 0 23 03 / 27-14 99
flucks@kreis-unna.de

Weitere Informationen und Kontaktdaten

Frau Samlowski
Fon 0 23 03 / 27-20 39
Fax 0 23 03 / 27-14 99
samlowskikreis-unnade

Weitere Informationen und Kontaktdaten

Frau Heuel
Fon 0 23 03 / 27-26 39
Fax 0 23 03 / 27-14 99
heuelkreis-unnade

Dr. Kirschner
Fon 0 23 03 / 27-13 39
Fax 0 23 03 / 27-14 99
kirschnerkreis-unnade

Weitere Informationen und Kontaktdaten

Herr Iber
Fon 0 23 03 / 27-37 39
Fax 0 23 03 / 27-14 99
iberkreis-unnade

Frau Hüggenberg
Fon 0 23 03 / 27-36 59
Fax 0 23 03 / 27-14 99
hueggenbergkreis-unnade

Weitere Informationen und Kontaktdaten

Dr. Piekenbrock
Fon 0 23 03 / 27-16 39
Fax 0 23 03 / 27-14 99
piekenbrockkreis-unnade