Kreishaus Unna | Foto: nowofoto

Wasser

Gewässerausbau, -unterhaltung und -schutz

Durch den Kreis Unna fließen Lippe und Ruhr. Und er hat über den Datteln-Hamm-Kanal Anschluss an das Westdeutsche Kanalnetz. Die Ruhr dient primär der Wasserversorgung, während die Lippe Betriebswasser für Industrie und Gewerbe, insbesondere Kühlwasser für Kraftwerke liefert und salzhaltige Grubenwässer des Bergbaus aufnimmt.

Vorrangiges Ziel des Gewässerschutzes ist es, das Grundwasser und die Oberflächengewässer vor Beeinträchtigungen zu bewahren. Neben dieser Aufgabe der Umweltvorsorge ist es wichtig, Belastungen von Gewässern zu verringern und ihre natürlichen Funktionen zu bewahren und soweit notwendig wiederherzustellen.

Unter den wasserrechtlichen Anlagenbegriff fallen neben den baulichen Anlagen und Gebäuden im Sinne der Landesbauordnung auch Brücken, Hütten, Garagen, Carports, Zäune, Ufermauern, Geländeveränderungen, Stege, Durchlässe, Gewässerkreuzungen mit Leitungen und vieles mehr.

Diese Anlagen können den Wasserabfluss behindern, die Gewässerunterhaltung erschweren oder die Gewässerökologie negativ beeinflussen.

Deshalb bedarf die Errichtung, wesentliche Veränderung oder Beseitigung von Anlagen in, an, über und unter oberirdischen Gewässern der Genehmigung durch die zuständige Wasserbehörde. An Lippe, Ruhr und Emscher ist dies die Bezirksregierung Arnsberg als obere Wasserbehörde, an allen anderen Fließgewässern ist der Kreis Unna als untere Wasserbehörde zuständig.

Abstandsregelungen

Der Gewässerrandstreifen ist im Innenbereich nach §§ 30, 34 des Baugesetzbuchs 5 Meter breit. Verboten ist die Errichtung von baulichen und sonstigen Anlagen, soweit sie nicht standortgebunden oder wasserwirtschaftlich erforderlich sind. Satz 2 gilt nicht, wenn das Grundstück im Bereich des Gewässerrandstreifens bereits bebaut ist oder dort am 16. Juli 2016 Baurecht bestand.

Im Außenbereich ist der Gewässerrandstreifen 5 m breit. In diesen Gewässerrandstreifen ist die Umwandlung von Grünland in Ackerland, das Entfernen von standortgerechten Gehölzen, der Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und die Ablagerung von Gegenständen verboten.

Jauche-/ Gülle-/ und Silagesickeraftanlagen müssen darüber hinaus einen Abstand von mindestens 20 Metern einhalten. (§ 51 AwSV)

Liegt das Gewässer in einem Überschwemmungsgebiet gelten weitere Vorschriften.

Ansonsten gilt:

Eine bauliche Anlage innerhalb von 3 Metern von der Gewässerböschungsoberkante kann nur zugelassen werden, wenn ein Bebauungsplan die bauliche Anlage vorsieht oder öffentliche Belange, insbesondere zur Vermeidung von Beeinträchtigungen der Gewässerökologie und die Sicherstellung der Gewässerunterhaltung, nicht entgegenstehen.

Formulare

Antrag zur Errichtung von Anlagen am Gewässer

Viele Gewässer wurden in der Vergangenheit als Folge der zunehmenden Urbanisierung begradigt, verrohrt, eingedeicht, beseitigt, teilweise sogar in die Abwasserbeseitigung einbezogen.

Ein Ziel der Wasserwirtschaft ist es, diese Abschnitte in einen möglichst naturnahen Zustand zurückzuführen (Gewässerausbau).

Entsprechende Vorhaben werden im Kreis Unna von unterschiedlichen Maßnahmenträgern wie beispielsweise dem Lippeverband, der RAG, den Städten und Gemeinden oder auch dem Kreisumweltamt selbst geplant und durchgeführt.

Aufgaben der unteren Wasserbehörde sind die

  • Koordination der verfahrensrechtlichen Abwicklung der Maßnahmen mit Ausnahme an den Gewässern Lippe, Ruhr, Emscher und dem Datteln-Hamm-Kanal
  • Zulassung dieser Maßnahmen im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens mit angegliederter Umweltverträglichkeitsprüfung oder eines Plangenehmigungsverfahrens

Neben dem Ausbau fließender Gewässer bedarf auch die Anlage oder Beseitigung stehender Gewässer (Teiche) mit Grundwasseranschluss einer Plangenehmigung. Der Umfang der vorzulegenden Planunterlagen ist in der Regel wesentlich geringer als bei einem Fließgewässerausbau.

Formulare

Antrag zur Errichtung eines Naturteiches

 

Das Entnehmen, Zutagefördern, Zutageleiten und Ableiten sowie das Aufstauen, Absenken und Umleiten von Grundwasser ist eine Gewässerbenutzung, die einer Erlaubnis oder Bewilligung der unteren Wasserbehörde bedarf. 

Bauzeitliche Grundwasserhaltungen

Das Entnehmen und Ableiten von Grundwasser für eine bauzeitliche Grundwasserabsenkung bedarf in der Regel einer wasserrechtlichen Erlaubnis durch die untere Wasserbehörde. 

Grundsätzlich sind alle geplanten Maßnahmen im Grundwasserbereich einen Monat vor Beginn der Arbeiten bei der unteren Wasserbehörde anzuzeigen. Die untere Wasserbehörde entscheidet dann, ob eine wasserrechtliche Erlaubnis beantragt werden muss.

Dauerhafte Grundwasserabsenkungen sind grundsätzlich nicht genehmigungsfähig.

Brunnen

Der Bau eines Brunnens ist grundsätzlich einen Monat vor Beginn der Arbeiten bei der unteren Wasserbehörde anzuzeigen.

Von dieser wird dann geprüft, ob die eigentliche Nutzung des geförderten Grundwassers erlaubnisfrei ist oder ob für die Grundwassernutzung im Vorfeld eine wasserrechtliche Erlaubnis beantragt werden muss.

Trinkwasser

Sofern das entnommene Grundwasser als Trinkwasser genutzt werden soll, ist der Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz des Kreises Unna  zu informieren. Derartige Hausbrunnen unterliegen der behördlichen Überwachung und sind regelmäßig zu beproben.

Grundwasserstände

Mehr zum Thema »Grundwasser« können Sie auf der Homepage des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) erfahren.

Das LANUV erteilt Auskünfte zu Grundwasserständen. Diese sind kostenpflichtig.

 

Formulare

Antrag zur Entnahme von Trink- und Brauchwasser

Antrag zur bauzeitlichen Grundwasserabsenkung

Information zum Anzeigevefahren

Die Unterhaltung eines oberirdischen Gewässers umfasst seine Pflege und Entwicklung als öffentlich-rechtliche Verpflichtung. Zur Unterhaltung gehört auch die Freihaltung, Reinigung und Räumung des Gewässerbettes und der Ufer von Unrat, soweit es dem Umfang nach geboten ist.

Das Landeswassergesetz unterscheidet zwischen Fließgewässern erster, zweiter und sonstiger Ordnung. Die Unterhaltung der Gewässer erster Ordnung (Ruhr, Lippe) obliegt dem Land NRW, die übrigen Gewässer werden von den Anliegergemeinden unterhalten, sofern es keine Sonderregelungen gibt.

Im Kreis Unna existieren drei Unterhaltungsverbände (Funne, Altlünen, Horne), die die Gewässerunterhaltung in Lünen (teilweise), Selm und Werne durchführen. Daneben gibt es die sondergesetzlichen Wasserverbände Lippeverband und Emschergenossenschaft, die in eigener Zuständigkeit ihre Verbandsgewässer im Sesekeeinzugsgebiet und an der Emscher betreuen.

Der Kreis Unna ist in seiner Funktion als untere Wasserbehörde Aufsichtsbehörde für die Kommunen und die Unterhaltungsverbände mit Ausnahme der sondergesetzlichen Verbände.

Jedes Frühjahr lädt die untere Wasserbehörde in allen Städten und Gemeinden zu einer Gewässerschau ein, um die Gewässerunterhaltung im gebotenen Umfang zu überprüfen. Durch entsprechende Berichterstattung in der Tagespresse wird den zur Gewässerunterhaltung Verpflichteten, den Eigentümern und Anliegern der Gewässer, den Nutzungsberechtigten und sonstigen Interessierten Gelegenheit zur Teilnahme gegeben.

Unter Kleinkläranlagen versteht man Klärsysteme, in denen Schmutzwasser von maximal 50 Einwohnern dezentral gereinigt wird. Gerade in ländlich strukturierten Gebieten im sogenannten Außenbereich gibt es eine Vielzahl von Einzelgehöften und Streusiedlungen, bei denen ein Anschluss an die öffentlichen Kanalisationsnetze mit einem unverhältnismäßig hohen Kostenaufwand verbunden wäre. In diesen Außenbereichen können Kleinkläranlagen unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten als Dauerlösung von der unteren Wasserbehörde zugelassen werden.

Nach heutigem Stand der Technik sind Kleinkläranlagen mit einer mechanischen und einer biologischen Reinigungsstufe auszustatten. Auf dem Markt sind hierfür zahlreiche Anlagenvarianten erhältlich, z.B. SBR-Anlagen, Festbettanlagen oder Pflanzenklärstufen, die bei ordnungsgemäßem Einbau, Betrieb und Wartung die Reinhaltung unserer Gewässer gewährleisten.

Formulare

Antrag zur Errichtung einer Kleinkläranlage - Einleitung von Abwasser

Antrag zur Errichtung einer Kleinkläranlage - Einleitung von Abwasser und Niederschlagswasser

Vordruck "Übereinstimmungserklärung - Dichtigkeitsprotokoll - Bescheinigung gem. § 66 BauO NRW"

Informationsblatt über den Betrieb und die Wartung von Kleinkläranlagen

Fachfirmen für den Einbau und die Wartung von Kleinkläranlagen

Anerkannte Laboratorien für Abwasseruntersuchungen

Niederschlagswasser soll ortsnah versickert, verrieselt oder direkt über eine Kanalisation ohne Vermischung mit Schmutzwasser in ein Gewässer eingeleitet werden, soweit dem weder wasserrechtliche noch sonstige öffentlich-rechtliche Vorschriften noch wasserwirtschaftliche Belange entgegenstehen. Dadurch lassen sich positive Auswirkungen auf den Wasserhaushalt erzielen und gleichzeitig die Kosten für die Abwasserfortleitung und -reinigung senken.

Das Einleiten von Niederschlagswasser aus dem Bereich von bebauten oder befestigten Flächen in das Grundwasser oder in Oberflächengewässer bedarf in der Regel einer wasserrechtlichen Erlaubnis der unteren Wasserbehörde.

Ein Schwerpunkt in der Niederschlagswasserbewirtschaftung liegt in der Niederschlagswasserbehandlung und der Niederschlagswasserrückhaltung vor Einleitung in ein Gewässer. Diese Einleitungen stellen qualitativ und quantitativ einen maßgeblichen Belastungspfad für unsere Oberflächengewässer dar. Insbesondere bei großen zu entwässernden Flächen ist eine Niederschlagswasserrückhaltung zwingend erforderlich vor Einleitung in ein Gewässer. Bei kritischen Flächen wie stark frequentierte Verkehrs- und Parkplatzflächen oder auch Produktions- und Umschlagflächen ist das anfallende Niederschlagswasser vor Einleitung ins Gewässer in einer Behandlungsanlage zu reinigen.

Einzelregelungen zur Belastung und Behandlungsbedürftigkeit des gesammelten Niederschlagswassers, zum Einsatz von Behandlungsanlagen, sowie zu deren Bemessung wurden im Runderlass des MUNLV "Anforderungen an die Niederschlagsentwässerung im Trennverfahren" vom 26.05.2004 formuliert.

Die Bedingungen für die Versickerung, sowie die Wahl und Bemessung der Versickerungsanlage stehen im Runderlass des MURL "Niederschlagswasserbeseitigung gemäß § 51a des Landeswassergesetzes".

Formulare

Antrag für die Einleitung von Niederschlagswasser von befestigten Flächen in ein Gewässer

Antrag für die Einleitung von Niederschlagswasser von befestigten Flächen in das Grundwasser (Versickerung)

Antrag für eine kommunale Abwassereinleitung aus der Regenwasserkanalisation

Überschwemmungsgebiete sind Gebiete, die bei Hochwasser eines oberirdischen Gewässers überflutet oder durchflossen werden oder die für Hochwasserrückhaltung benötigt werden.

Die amtliche Festsetzung von Überschwemmungsgebieten dient der Sicherung der für einen möglichst schadlosen Abfluss von Hochwasser erforderlichen Flächen sowie zur Sicherung von Retentions- oder Rückhalteräumen.

Einen Überblick über die Überschwemmungsgebiete im Kreis Unna erhalten Sie über das GeoService. Bitte wählen Sie unter Kartensteuerung "Wasser und Boden" aus.

In den festgesetzten und vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebieten sind bestimmte Vorhaben und Handlungen verboten. Näheres hierzu regeln das Wasserhaushaltsgesetz des Bundes (WHG) und das Landeswassergesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (LWG).

Ob im Einzelfall eine Genehmigung erteilt werden kann, entscheidet mit Ausnahme bei den Gewässern von Lippe und Ruhr die untere Wasserbehörde des Kreises Unna. Die Zuständigkeit für Lippe und Ruhr liegt bei der Bezirksregierung Arnsberg.

Mehr
Bezirksregierung Arnsberg

Flussgebiete NRW

Formulare

Antrag zur Errichtung von Anlagen am Gewässer

Durch verschiedene Systeme kann die oberflächennahe Geothermie gewonnen und mit einer Wärmepumpe nutzbar gemacht werden. Dabei wird grundsätzlich zwischen geschlossenen (Erdwärme-Kollektoren, Erdwärme-Sonden) und offenen Systemen (Brunnensysteme) unterschieden.

Die Errichtung und die Nutzung von diesen Geothermieanlagen stellen regelmäßig einen Eingriff in den Grundwasserhaushalt und somit eine Gewässerbenutzung dar, die einer wasserrechtlichen Erlaubnis durch die untere Wasserbehörde bedürfen.

Standortcheck

Detaillierte Informationen und einen grundstücksbezogenen Standortcheck finden Sie auf der Homepage des Geologischen Dienstes .

Wasserschutzgebiete

In Wasserschutzgebieten im Einzugsgebiet der Ruhr sind in den Zonen I und II die Errichtung und der Betrieb von Anlagen zur Erdwärmenutzung grundsätzlich verboten. In den weiteren Schutzzonen sind die Errichtung und der Betrieb bei privat genutzten Anlagen unter Auflagen möglich.

Für den Bereich der gewerblichen Wirtschaft und im Bereich öffentlicher Einrichtungen gilt das Verbot nach § 49 Abs. 1 und 2 der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen – AwSV in den Schutzzonen I, II und III/IIIA.

Bergrecht

Bohrungen die mehr als 100 m in den Boden eindringen, sind der Bezirksregierung Arnsberg nach § 127 Bundesberggesetz zwei Wochen vorher anzuzeigen. Die Bezirksregierung prüft, ob auf Grund der Gegebenheiten im besonderen Fall nach Bergrecht ein Betriebsplan vorgelegt werden muss.

Förderung

Informationen zu Förderprogramem für den Bereich Geothermie erhalten Sie z.B. auf den folgenden Internetseiten:

Energieagentur NRW

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Formulare

Antrag zur Errichtung von Erdwärmesonden

Antrag zur Errichtung von Erdwärmekollektoren

Das Sachgebiet Wasser und Boden kümmert sich als untere Wasserbehörde um die Einhaltung der umweltrelevanten Anforderungen nach dem Wasserrecht bei Heizöllagerbehälteranlagen und bei privat genutzten Dieseltankanlagen, wie sie vor allem im landwirtschaftlichen Bereich eingesetzt werden, berät und überprüft. Um gewerblich genutzte Anlagen kümmert sich das Sachgebiet Gewerblicher Umweltschutz und Abfallwirtschaft.

Grundlagen dafür sind das Wasserhaushaltsgesetz (WHG), das Landeswassergesetz (LWG) und die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV). Deutliche Änderungen gab es zu letzt in der AwSV: "Aktuelle Informationen für Betreiber einer Ölheizung".

Grundlage aller Bestimmungen ist das sogenannte Vorsorgeprinzip, das heißt alle Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen müssen so beschaffen sein, dass Verunreinigungen der Oberflächengewässer und des Grundwassers nicht zu befürchten sind (sogenannter Besorgnisgrundsatz).

Prüfpflichtig sind

  • alle Erdtanks und
  • alle oberirdisch aufgestellte Lagerbehälteranlagen mit einem Volumen von mehr als 10.000 Litern. Innerhalb von Wasserschutz- und Überschwemmungsgebieten beginnt die Prüfpflicht bereits bei mehr als 1.000 Litern

Anzeige- und Abnahmepflichten

Wesentliche Änderungen der Anlagen sind der zuständigen Unteren Wasserbehörde 6 Wochen vor Ausführung anzuzeigen. Notreparaturmaßnahmen bei Ausfall der Heizung, die mit wesentlichen Änderungen einhergehen, können Sie nachträglich anzeigen. Nach Ausführung der , von einem zertifizierten Fachbetrieb erfolgten Arbeiten, sind die Veränderungen zusätzlich von einem zugelassenen Sachverständigen abnehmen zu lassen.

Als wesentliche Änderungen gelten:

  • Austausch eines Tanks durch ein nicht bau- oder typengleiches Modell
  • Änderung der Lagermenge
  • Einbau einer Leckschutzauskleidung
  • Nachrüstung oder Austausch von Sicherheitseinrichtungen durch solche mit anderer Wirkungsweise, z.B. der Einbau eines Antiheberventils
  • Umbau/Neuverlegung von Füll- oder Ölleitungen und Befüllsystemen
  • Umbau von Be- und Entlüftungsleitungen
  • Erneuern von Beschichtungen des Auffangraumes mit einem anderen Beschichtungsmaterial.

Formulare

Faltblatt "Aktuelle Informationen für Betreiber einer Ölheizung"

Sachverständigenliste

Übersicht der Prüfpflichten

Anzeige zur wesentlichen Änderung einer Heizölanlage

Ansprechpartner

Gisbert Schmidt
Fon 0 23 03 / 27-17 69
Fax 0 23 03 / 27-12 97
gisbert.schmidt@kreis-unna.de

Die europäische Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) ist im Dezember 2000 in Kraft getreten. Sie wurde im Jahr 2002 durch Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes in bundesdeutsches Recht umgesetzt. Die Richtlinie verpflichtet alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zu folgenden Bewirtschaftungszielen:

Bei oberirdischen Gewässern:

  • Erhalten oder Erreichen des »guten ökologischen Zustands« sowie des »guten chemischen Zustands«
  • Bei erheblich veränderten oder künstlichen Gewässern: Erhalten oder Erreichen des »guten ökologischen Potenzials« und des »guten chemischen Zustands« 
  • Verschlechterungsverbot

Beim Grundwasser:

  • Erreichen des Guten »mengenmäßigen und chemischen Zustands« 
  • Umkehr von signifikanten und anhaltenden Belastungstrends
  • Verhindern einer Verschlechterung des Grundwasserzustands

Die Zielerreichung sollte bis 2015 erfolgen. Da dies nur in wenigen Fällen erfolgt ist, konnten die gesetzlichen Fristen bis 2021, spätestens aber bis 2027 verlängert werden.

Die Überwachung der Umsetzung in NRW erfolgt durch die Geschäftsstellen der 14 Teileinzugsgebiete bei den Bezirksregierungen. Hier werden beispielsweise die Runden Tische vorbereitet und die Entwürfe für die Maßnahmenprogramme erstellt.

Auf der Ebene der Kreise und kreisfreien Städte sind die Unteren Wasserbehörden für die EG-WRRL zuständig. Im Rahmen der Gewässeraufsicht müssen sie insbesondere gewährleisten, dass in den Gewässern ihres Zuständigkeitsbereichs (sogenannte »sonstige Gewässer«) die Bewirtschaftungsziele des Wasserhaushaltsgesetzes (§§ 27 bis 31) eingehalten werden.

Dazu ergreifen sie - unter Berücksichtigung von Bewirtschaftungsplan und Maßnahmenprogramm - die Maßnahmen, die zur Erreichung der Bewirtschaftungsziele erforderlich sind. Das kann z.B. ein erweitertes Monitoring zur Ursachenforschung sein, eine Anpassung der Maßnahmeplanung, das Treffen behördlicher Anordnungen und nicht zuletzt die Genehmigung von Maßnahmen.

Die Umsetzung der WRRL bezieht sich grundsätzlich auf alle Gewässer, es werden aber nur für die »größeren« Gewässer mit einem Einzugsgebiet > 10 km² konkrete Maßnahmen beschrieben. Im Kreis Unna sind dies neben Ruhr, Lippe und Emscher insgesamt 17 weitere Oberflächengewässer.

Das zentrale Instrument zur Konkretisierung der Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstrukturen, der Durchgängigkeit und der Verbesserung der Wasserführung sind in NRW die »Umsetzungsfahrpläne«. Der Kreis Unna liegt innerhalb der Umsetzungsfahrpläne für die Lippe AR_1 und MS_65, Ruhr AR_2 und AR_DUE 13, Seseke AR_9, Emscher AR_MS_DUE_15 und Stever MS_69. Die zur Gewässerunterhaltung und zum Gewässerausbau Verpflichteten (Land, Kommunen und Wasserverbände) sind aufgefordert, die zur Erreichung der Bewirtschaftungsziele notwendigen Maßnahmen zu initiieren und umzusetzen.

Umfassende Informationen zum Thema WRRL in NRW finden sich im Internet unter www.flussgebiete.nrw.de und bei der Regierungsbezirk Arnsberg. 

Über den Kartenservice ELWAS-Web können Daten der Fachbereiche Abwasser, Grundwasser, Oberflächengewässer, Trinkwasser und zur Wasserrahmenrichtlinie angezeigt und ausgewertet werden.

Im Kreis Unna gibt es vier Wasserschutzgebiete. Sie liegen im Einzugsgebiet der Ruhr in den Städten Fröndenberg/Ruhr, Schwerte und Unna sowie der Gemeinde Holzwickede.

Es handelt sich um Wasserschutzgebiete für das Einzugsgebiet der Wassergewinnungsanlage(n)

  • Warmen der Stadtwerke Hamm (heute: der Energie- und Wasserversorgung Hamm GmbH)
  • Fröndenberg der Stadtwerke Fröndenberg
  • Halingen der Gelsenwasser AG (heute: der Wasserwerke Westfalen GmbH)
  • zwischen Fröndenberg-Langschede und Schwerte-Westhofen der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH, DEW (heute: der Wasserwerke Westfalen GmbH)

Die Wasserschutzgebiete gliedern sich nach hydrogeologischen Gesichtspunkten in mehrere Zonen, für die in einem Schutzgebietskatalog spezielle Verbots- und Genehmigungstatbestände festgeschrieben werden. Dies betrifft zum Beispiel die Abwasserbeseitigung, bauliche Anlagen, die Landwirtschaft, Verkehrsanlagen und den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen.

Für den Vollzug dieser Verordnungen ist in den überwiegenden Fällen der Kreis Unna als untere Wasserbehörde zuständig.

Weitere Informationen zum Inhalt der einzelnen Wasserschutzgebietsverordnungen finden Sie hier:

Wasserschutzgebietsverordnung Warmen

Wasserschutzgebietsverordnung Fröndenberg

Wasserschutzgebietsverordnung Halingen

Wasserschutzgebietsverordnung DEW

 

Einen Überblick über die Lage der Wasserschutzgebiete im Kreis Unna erhalten Sie über den Geoservice Kreis Unna. Bitte wählen Sie unter Kartensteuerung "Wasser und Boden" aus.

Kurzlink
https://www.kreis-unna.de/x/dN-5c2623

Auskunft

Unna | Bönen
Thomas Averbeck
Fon 0 23 03 / 27-16 69
Fax 0 23 03 / 27-12 97
thomas.averbeck@kreis-unna.de

Holzwickede | Kamen
Blanka Göbel
Fon 0 23 03 / 27-18 69
Fax 0 23 03 / 27-12 97
blanka.goebel@kreis-unna.de

Bergkamen | Werne
Christian Makala
Fon 0 23 03 / 27-29 69
Fax 0 23 03 / 27-12 97
christian.makala@kreis-unna.de

Fröndenberg/Ruhr | Schwerte
Randolf Gill
Fon 0 23 03 / 27-19 69
Fax 0 23 03 / 27-12 97
randolf.gill@kreis-unna.de

Lünen | Selm
Josef Kodura
Fon 0 23 03 / 27-15 69
Fax 0 23 03 / 27-12 97
josef.kodura@kreis-unna.de