Kreishaus Unna | Foto: nowofoto

Mobilitätsstrategie FUN

Mobilitätsstrategie FUN

Mobilitätsstrategie FUN

Aufbauend auf den Ergebnissen einer in 2015 durchgeführten Fachtagung hat sich der Kreis Unna in seiner Mobilitätsstrategie „FUN – Flexibel UNterwegs im Kreis Unna“ zum Ziel gesetzt, die viel-fältigen Mobilitätsangebote von Bus, Bahn, Rad, künftig auch Taxi, Carsharing, Mitfahrangebote usw. den Kunden unter einer Adresse aus einer Hand anzubieten. Mit der ServiceZentrale fahrtwind, angesiedelt bei der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU), steht die Plattform für Erfüllung der Funktion des integrierten Mobilitätsdienstleisters VKU zur Verfügung. Schwerpunkt ist dabei die Förderung und stärkere Vernetzung von ÖPNV, Nahmobilität und Pkw sowie eine klimafreundliche Gestaltung der Mobilität im Kreis Unna.

Unterschiedliche Teilprojekte leisten einen Beitrag zu einer lückenlosen Mobilität:

  • Förderung und Weiterentwicklung von fahrtwind mit der Funktion des integrierten Mobilitätsdienstleisters: Ausweitung der Servicefunktion auch auf weitere Verkehrsträger außerhalb des OPNV und des SPNV
  • Infrastruktureller Ausbau von Mobilstationen unterschiedlichen Typs: Ausbau von intermodalen Verknüpfungspunkten und weiteren Verkehrsknotenpunkten insbesondere durch Verknüpfung unterschiedlicher Verkehrsarten, wie z. B. Bahn, Bus, TaxiBus, Carsharing, Mitfahrerparkplätze etc. sowie Weiterentwicklung der Radstationen: bewachtes Fahrradparken, Pedelec-/Leihfahrräder
  • Verbesserung der Kundeninformation und des Kundenservices u.a. durch Digitalisierung wie Z.B. e-Ticketing: Informieren, Buchen, Abrechnen für verschiedene Verkehrsleistungen aus einer Hand; sowie Information und Service: Fahrgemeinschafts-Portal, fahrtwind-App, W-LAN in Bussen, VKU-Infokanal

Servicezentrale fahrtwind - Mobilität aus einer Hand

fahrtwind ist die Servicezentrale für den Kreis Unna und Ihr Ansprechpartner in allen Fragen rund um Bus und Bahn. Hier erfahren Sie die besten Verbindungen von A nach B und erhalten Informationen zum günstigsten Ticket. Alle Fahrpläne, Abfahrtzeiten und Preise finden Sie auf der Homepage, über die fahrtwind-App oder mit persönlicher Beratung in den Servicecentern Kamen oder Lünen, sowie per Telefon. Dieses Angebot gilt für alle Städte und Gemeinden und alle Verkehrsunternehmen im Kreises Unna. In den Servicecentern erhalten Sie zusätzlich auch kostenlose Informationen, Broschüren und Karten zu touristischen Angeboten wie Rad- und Wandertouren und sehenswerten Orten im Kreis Unna. 

  • fahrtwind Service-Zentrale Kamen: Kirchstraße 2b | 59174 Kamen | Mo - Fr: 08.00 bis 17.00 Uhr
  • fahrtwindServiceCenter Lünen: Engelswiese 13 (ZOB) |  44534 Lünen | Mo - Fr: 08.00 bis 17.00 Uhr
  • personenbediente Fahrplanauskunft (kostenpflichtig): 0 180 6/50 40 30 (pro Verbindung aus dem Festnetz 20 Cent/mobil ma. 60 Cent)
  • elekronische Fahrplanauskunft (kostenlos): 0 800 3/50 40 30
  • fahrtwind-online

Mit der fahrtwind-App sind Sie jederzeit und überall rund um alle Mobilitätsangebote informiert. Alle Haltestellen und Bahnhöfe, aktuelle Fahrtzeiten, Preise und dazu im Kreis Unna alle Radstationen. Über die App können Sie Leihräder gleich reservieren, buchen und bezahlen. Im Kreis Unna informiert Sie der BusRadar der App über alle Busse - samt Fahrtzielen - in ihrer Nähe. Die App bezieht für die Verbindungssuche elektronische Fahrplandaten und ist somit auch deutschlandweit einsetzbar.

Alle Funktionen auf einen Blick:

  • Detaillierte Verbindungssuche für Bus, Bahn und Rad
  • Verbindungsübersicht mit Anzeige der Verkehrsmittel, Abfahrts- / Ankunftszeiten und Preisen
  • Abfahrtsmonitor mit Echtzeit-Navigation
  • Reservierung, Buchung und Bezahlen von Leihrädern
  • Komplette Bedienung der App via Voice-Over und zusätzlicher Sprachausgabe
  • Fußgängernavigation zur Haltestelle mit sicherer Bearing-Funktion - Steuerung der Service- / Haltewunsch-Taste aus der App
  • BusRadar

Erklär-Video zur App | Infoflyer | fahrtwind-online

fahrtwind-App für iPhone | fahrtwind-App für Android 

Mobilstationen

Vor 28 Jahren eröffneten die ersten Radstationen in NRW. Die Radstation am Standort Lünen Bahnhof war landesweit die erste, die Radfahrern Service und sicheres Parken bot und gleichzeitig entwicklungsfähige Arbeitsplätze für bis dahin Langzeitarbeitslose schuf. Im Kreis Unna haben sich diese Radstationen seither nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ weiterentwickelt. Sie sind zu wichtigen Verknüpfungspunkten zwischen Fahrrad, Bus, Bahn und Pkw geworden.

An heute acht Standorten verstehen sie sich, betrieben vom AWO-Tochterunternehmen DasDies Service GmbH, als Schnittstelle der Nahmobilität. Die Radstationen und die angeschlossenen Radparkhäuser sind Kernelemente des Netzes von Mobilstationen, die Verkehrsangebote mit verschiedenen Partnern und Verkehrsträgern bündeln. 

Die Radstationen im Kreis Unna verfügen über ein differenziertes Leistungsangebot. Alle Stationen bieten Bewachung, Verleih, Service, Information, Radreinigung und Radcodierung und haben personalgestützte Servicezeiten. Zusätzlich sind alle Radstationen und Radparkhäuser für registrierte Kunden rund um die Uhr durch einen Chip-Zugang erreichbar.

Im Pendlerportal NRW finden Sie die passende Fahrgemeinschaft für Ihren täglichen Arbeitsweg.

CO2 einsparen, Staus vermeiden, Energiekosten senken – und das völlig kostenlos! Egal, ob es die tägliche Fahrt zum Arbeitsplatz ist oder die einmalige Fahrt quer durch die Republik. Einfach anmelden, das eigene Angebot inserieren oder nach bereits vorhandenen Mitfahrangeboten suchen. Wir wünschen eine gute Fahrt!

Gutachten

Im Jahr 2013 ließ der Kreis Unna eine Mobilitätsbefragung zum werktäglichen Verkehrsverhalten durchführen (Modal-Split-Analyse). Mit der Mobilitätsbefragung wurde zum ersten Mal seit 1987 das Verkehrsverhalten der Bevölkerung im Kreis Unna an einem Normalwerktag empirisch erfasst und anschließend analysiert.

Ziel dieser Untersuchung war eine Bestandsaufnahme der werktäglichen Verkehrsteilnahme. Diese liefert Erkenntnisse darüber  wann, wie,womit und zu welchem Zweck Aktivitäten unternommen werden.  Zum anderen lässt die Analyse Rückschlüsse auf die Verkehrszusammensetzung, Abhängigkeiten und Verlagerungspotentiale bei der Bevölkerung im Kreis Unna zu. Aufgrund dieser fundierten Datenbasis können konkrete Handlungsansätze für verschiedene Zielgruppen abgestimmt und entwickelt werden. Eine Modal-Split-Untersuchung wird in der Regel alle 8-10 Jahre durchgeführt.

Als Auftakt zur Mobilitätsstrategie FUN wurde zusammen mit der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna sowie den Städten und Gemeinden und weiteren Akteuren und Experten im Rahmen der Fachtagung »Zukunftsfähige Mobilität« im Mai 2015 eine Standortbestimmung vorgenommen und über eine stärkere Vernetzung von ÖPNV, Nahmobilität und Pkw sowie über konkrete Handlungsansätze zur klimafreundlichen Gestaltung der Mobilität im Kreis Unna diskutiert. In der Diskussion bestätigte sich, dass es auch im Kreis Unna Sinn macht, die Vernetzung der Verkehrsarten ÖPNV und Radverkehr voran zu treiben und auch Carsharing zu forcieren.

Die Bürgerinnen und Bürger aber auch Unternehmen und öffentliche Einrichtungen beginnen, ihr Mobilitätsverhalten zu verändern. Immer öfter werden Wege nicht mit dem eigenen Pkw von Garage zu Garage zurückgelegt. Stattdessen werden unterschiedliche Mobilitätsangebote je nach Situation und Bedarf miteinander kombiniert: Mit dem Rad geht es zum S-Bahnhof, mit der Bahn ins Zentrum, dann weiter mit dem Bus oder dem Carsharing-Pkw. Diese Kombination bzw. Verknüpfungspunkte unterschiedlicher Verkehrsmittel müssen so gestaltet sein dass ein örtlicher Wechsel zwischen den Verkehrsmitteln durch räumliche Konzentration der Angebote und bestenfalls durch entsprechende Gestaltungsmaßnahmen mit einem Wiedererkennungswert für den Nutzer ermöglicht wird. Das Gutachten „Qualifizierung und Ausweitung intermodaler Verknüpfungspunkte im Kreis Unna“ stellt Bewertung, Handlungsempfehlungen  und Vorschläge für die Qualifizierung von  Verknüpfungspunkten dar.

Der Kreis Unna hat sich im Rahmen seiner Strategie „FUN – Flexibel UNterwegs im Kreis Unna“ zum Ziel gesetzt, zukunftsorientierte Mobilitätsangebote für alle Menschen zu entwickeln. Aufbauend auf ein enges Netz von Bahnhöfen, Bushaltestellen und Parkmöglichkeiten für Fahrräder und Pkw will der Kreis Unna ein Netz von „Mobilstationen“ entwickeln. Anhand eines Gutachtens wurde eine Bewertungsmatrix entwickelt, die eine Beurteilung des Bestandes ermöglicht undsowohl quantitativ als auch qualitativ Bedarfe für Ausstattungsbausteine im ÖPNV, Rad- und Autoverkehr und allgemeine Ausstattungsbausteine erkennen lässt.

 

Kurzlink
https://www.kreis-unna.de/x/beM-330b0

Auskunft

Klaus-Peter Dürholt
Fon 0 23 03 / 27-22 61
Fax 0 23 03 / 27-22 96
kp.duerholt@kreis-unna.de

Birgit Heinekamp
Fon 0 23 03 / 27-21 61
Fax 0 23 03 / 27-22 96
birgit.heinekamp@kreis-unna.de

Stefanie Grunau
Fon 0 23 03 / 27-15 61
Fax 0 23 03 / 27-22 96
stefanie.grunau@kreis-unna.de