Kreishaus Unna | Foto: nowofoto

Die aktuelle Situation im Kreis Unna

Die aktuelle Situation im Kreis Unna

Die aktuelle Situation im Kreis Unna

Betrachtet man den Themenbereich "Wohnen im Alter" auf Kreisebene, so ist festzustellen, dass akut sowohl behindertengerechte Wohnungen nach DIN 18040 Teil 2, als auch Barriere arme Wohnungen für Senioren und Personen mit kleineren Handicaps fehlen. Auch wenn sich dies derzeit noch nicht exakt mit Daten bemessen lässt, wird der festgestellte Mangel von den vorhandenen Gremien und Netzwerken mit Fachleuten und Betroffenenvertretungen eindeutig bestätigt. Zu nennen sind hier z. B. der PSAG-AK "Alte Menschen", die AG "Wohnen im Alter", der Inklusionsbeirat des Kreises mit den Vertretungen der örtlichen Behindertenbeiräte und die Kreisseniorenkonferenz. Zudem besteht auch das besondere Problem, eine baulich geeignete Wohnung zu finden, die finanziell günstig ist und von den Sozialleistungsträgern akzeptiert wird.

Eine starke Zunahme des Bedarfes an Barriere freiem oder zumindest Barriere armem Wohnraum ist auch im Kreis Unna zu erwarten. Bekanntlich altert die Gesellschaft insgesamt, mit erheblichen quantitativen Zuwächsen in der Alterskohorte 80 plus sowie bei den Pflegebedürftigen, bei gerontopsychiatrisch Erkrankten, und bei zugleich weiter wachsender Lebensdauer der Behinderten mit körperlichen, geistigen, seelischen und Sinnes-Behinderungen. Im Kreis besaßen 2014 bereits 25,8% der Bevölkerung einen Grad der Behinderung von mindestens 20, und die Schwerbehindertenquote (mit Personen, die einen Grad von 50 und mehr erhalten haben) lag bei 16,5%.

Der Kreis Unna hat seit Januar 1997 mit den drei Vollzeitstellen für die neutrale Wohnberatung flächendeckend bereits bis 2013 insgesamt rund 6.100 Wohnungsnutzer/-vermieter bei der konkreten Anpassung beraten und begleitet und somit Barriere freien oder zumindest Barriere armen Wohnraum real geschaffen, bei 24.000 Beratungen insgesamt in diesem Zeitraum. Zudem hat der Kreis Unna die neutralen Beratungsangebote neu strukturiert, wodurch allein in 2014 durch die Wohnberatung 834 Haushalte beraten und 117 Wohnungen konkret angepasst wurden.

Die neutrale Wohnberatung ist somit unumstritten bei essentielles Instrument, um bedarfsgerecht dem genannten Mangel an geeignetem Wohnraum zu begegnen und präventiv Unfälle und Heimunterbringungen zu vermeiden und zugleich erhebliche Kosten für die Sozialsysteme einzusparen.

 

 

 

 

Kurzlink
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Auskunft

Hans Zakel (Sozialplaner)
Fon 0 23 03 / 27-11 61
Fax 0 23 03 / 27-22 96
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