Kreishaus Unna | Foto: nowofoto

Überleitungsmanagement im Kreis Unna

Überleitungsmanagement im Kreis Unna

2004/2005 wurde im Kreis Unna das aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Nordrhein-Westfalen geförderte Projekt mit Titel "Seniorenwirtschaft im Wandel" durchgeführt. Zu verschiedenen Themen arbeiteten mehr als 20 Pflegeeinrichtungen von ambulant bis stationär sowie 2 Krankenhäuser mit Christiane Weiling vom Forschungs- und Beratungsinstitut gaus gmbh (Dortmund) zusammen. Als ein besonders wichtiges Thema wurde die Überleitung von Pflegebedürftigen bzw. Patientinnen und Patienten betrachtet.  Dies bezieht sich auf die Überleitung von Pflegebedürftigen innerhalb der verschiedenen Pflegeangebote (z.B. von der ambulanten Pflege in die Kurzzeitpflege), aber auch auf die Beziehungen zwischen Pflegeanbietern und Krankenhaus.

Gemeinsam mit der gaus gmbh und zahlreichen Verantwortlichen aus Pflegebetrieben und Krankenhäusern entwickelte der Kreis Unna einen kreisweit einheitlichen Überleitungsbogen. Die bisherige Fülle unterschiedlichster Überleitungsbögen wurde dadurch erheblich reduziert.

Der 2005 erschienene Überleitungsbogen wurde 2012 aktualisiert in Zusammenarbeit von Expertinnen und Experten aus Krankenhäusern, Pflegebetrieben, Pflegeberatung, gaus gmbh und Kreis Unna unter Beteiligung der Kreis-Seniorenkonferenz. Alle Materialien wurden im Auftrag des Kreises Unna im Herbst 2018 an die veränderten Rahmenbedingungen in der Pflege angepasst.

Darüber hinaus entwickelten die Expertinnen und Experten eine Anleitung zur Handhabung des Bogens sowie Erläuterungen, die das Ausfüllen des Bogens erleichtern sollen:

Im Rahmen des Projektes entstanden mehrere Bögen und Materialien zum Thema "Wundmanagement", die dem Überleitungsbogen bei Bedarf beigelegt werden können: 
Wundbogen | Wundbogen mit Erläuterungen | Handlungsanweisung Wundmanagement | Wundmanagement Östliches Ruhrgebiet

In den Fällen, in denen bei Patienten MRE, z.B. MRSA nachgewiesen wurde, soll als Anlage der MRE-Überleitungsbogen ausgefüllt werden.

Ein weiteres Landesmodellprojekt startete 2013: „Biografieorientierte kultursensible
Überleitung“. Praxisorientiert mit moderner Informationstechnologie wurde das
Überleitungsmanagement noch verbessert.

In einer kleinen Arbeitsgruppe, bestehend aus VertreterInnen aus den Bereichen Ärztekammer Westfalen-Lippe, Behindertenwohnheim, Krankenhaus, Kreis Unna - Seniorenarbeit, Pflegedienste, solvecon-Beratung wurden die Bögen 2016 noch weiter entwickelt.

In einer sehr gut besuchten Fachtagung am 9.12.2015, an der die Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW, Barbara Steffens teilnahm, bekamen die Projektbeteiligten großes Lob.

Unter dem Titel „Wege der Zusammenarbeit von Krankenhäusern, Pflegebetrieben und Ärztinnen/Ärzte“ wurden nicht nur der biografieorientierte Pflegeüberleitungsbogen sondern auch weitere zielbringende Aktivitäten im Kreis Unna vorgestellt.

Die Ergebnisse sind in einer Tagungsdokumentation festgehalten.

Prof. Dr. Hartmut Radebold, einer der führenden Experten zum Thema „Kriegserlebnisse und deren Folgen“ hält eine umfassende Pflegeüberleitung im Sinne aller Betroffenen / Anvertrauten für sinnvoll.

Durch eine Arbeitsgruppe wird im Herbst 2016 der vorhandene Pflegeüberleitungsbogen einschließlich der Zusatzbögen unter Berücksichtigung der Ergebnisse weiterentwickelt. Unter anderem wurden die Informationen zum Verfassen der "Biografieorientierten Zusatzinformationen" in einfache Sprache "übersetzt".

Weitere Informationen erhalten Sie hier:


Formulare & mehr

Auskunft

Hans Zakel
Fon 0 23 03 / 27- 11 61 
hans.zakel@kreis-unna.de

Antje Meister
Fon 0 23 03 / 27-12 61
Fax 0 23 03 / 27-35 50
antje.meister@kreis-unna.de

solvecon gmbh
Christiane Weiling
Fon 0 23 67 - 1 82 99 70
c.weiling@solvecon.de