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Kreishaus Unna | Foto: nowofoto

Herkunftssprachlicher Unterricht

Herkunftssprachlicher Unterricht (HSU)

Der herkunftssprachliche Unterricht ist ein zusätzliches Angebot des Landes NRW für Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 10, die mit zwei oder mehr Sprachen aufwachsen und mindestens Grundkenntnisse in der jeweiligen Herkunftssprache haben.

Der Unterricht wird nach Vorgaben des Landes erteilt und steht unter seiner Schulaufsicht. Dieser Unterricht findet zusätzlich zum Regelunterricht statt (i.d.R. nachmittags). Da nicht an jedem Standort jede Herkunftssprache unterrichtet werden kann, werden teilweise Kinder aus mehreren Schulen gemeinsam unterrichtet.

Die Herkunftssprache ist von besonderer Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler. Ziel des Unterrichts ist es, auf der Grundlage des gültigen Lehrplans die herkunftssprachlichen Fähigkeiten in Wort und Schrift zu erhalten, zu erweitern und wichtige interkulturelle Kompetenzen zu erwerben.

Für die Planung und Organisation des HSU im Kreis Unna ist das Schulamt für den Kreis Unna zuständig. Alles rund um die Anmeldung regelt die Schule des Kindes. Wenn Bedarf an zusätzlichem HSU-Angebot besteht, übermittelt die Schule alle notwendigen Informationen hierzu an das Schulamt.

Derzeit wird der HSU im Kreis Unna in folgenden Sprachen angeboten:

  • Arabisch
  • Griechisch
  • Italienisch
  • Polnisch
  • Portugiesisch
  • Russisch
  • Türkisch

Eine Übersicht der Schulen, an der der herkunftssprachliche Unterricht stattfindet, finden Sie unter "Weitere Informationen, Flyer & Anmeldeformulare".

Die Lehrkräfte, die den herkunftssprachlichen Unterricht erteilen, sind Beschäftigte des Landes NRW. Sie sind Muttersprachler und werden in der Regel an mehreren Schulen eingesetzt. Derzeit erteilen im Kreis Unna 24 qualifizierte Lehrkräfte den herkunftssprachlichen Unterricht.

 

Die Schülerinnen und Schüler müssen die alltägliche Herkunftssprache verstehen und mindestens kurze Sätze in der Herkunftssprache sprechen können. Die Staatsangehörigkeit spielt für die Teilnahme keine Rolle.

 

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Die Anmeldung findet in der Regel im Oktober/November bei der Anmeldung der neuen Erstklässler im Sekretariat der Schule statt, die das Kind regulär besucht (Pflichtschule). In den weiterführenden Schulen für Klasse 5 findet die Anmeldung im Februar statt. Der Einstieg ist grundsätzlich in jedem Jahrgang möglich. Die Anmeldung gilt über das Schuljahresende hinaus. Bei einem Schulwechsel ist eine erneute Anmeldung notwendig.


Die Abmeldung muss formlos schriftlich in der Pflichtschule erfolgen und bedarf eines Bestätigungsvermerks durch die Schulleitung. Eine Abmeldung ist nur zum Schuljahresende möglich (RdErl. d. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 28.06.2016 BASS 13-61 Nr.2).

Anmeldeformulare in verschiedenen Sprachen finden Sie unter "Weitere Informationen, Flyer & Anmeldeformulare".

Die Teilnahme am HSU ist freiwillig, aber nach verbindlicher Anmeldung zum Unterricht besteht die Verpflichtung zur regelmäßigen Teilnahme für ein Schuljahr. Über die Teilnahme der angemeldeten Schülerinnen und Schüler wird eine Anwesenheitsliste geführt (RdErl. d. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 28.06.2016 BASS 13-61 Nr.2 Abs. 4.2).

Das zusätzliche Angebot HSU für Schüler und Schülerinnen der Grundschule und der Sekundarstufe I findet überwiegend nachmittags statt. 

Die HSU-Lehrkraft bescheinigt die Teilnahme und gibt eine Note. Die Schulleitung der Einsatzschule stellt die HSU-Teilnahmebescheinigung unterschrieben und gesiegelt aus und versendet sie an die jeweilige Pflichtschule der Schülerinnen und Schüler. Die Pflichtschule übernimmt die Note mit einem entsprechenden Vermerk im Zeugnis unter „Bemerkungen/Hinweise“ (RdErl. d. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 28.06.2016 BASS 13-61 Nr.2 Abs. 5.1).

Am Ende der Sekundarstufe I legen Schülerinnen und Schüler eine Sprachprüfung in ihrer Herkunftssprache ab. Eine mindestens gute Leistung in der Sprachprüfung kann eine mangelhafte Leistung in einer Fremdsprache ausgleichen und damit zum Abschluss führen (APO S I § 5 Abs. 3).

Schülerinnen und Schülern kann beim Erwerb der Abschlüsse die Amtssprache des Herkunftslandes anstelle einer Pflichtfremdsprache bzw. Wahlpflichtfremdsprache (erste oder zweite Fremdsprache ab Klasse 5 bzw. Klasse 6) durch eine Sprachprüfung (Feststellungsprüfung) anerkannt werden, sofern einige Voraussetzungen vorliegen (RdErl. d. Kultusministeriums v. 10. 3. 1992 BASS 13-61, Nr. 1 Stand: 15.06.2014). Zuständig für diese Prüfung ist die Bezirksregierung Arnsberg

Bei Erreichen einer mindestens ausreichenden Gesamtnote in der Sprachprüfung auf dem Anspruchsniveau des mittleren Schulabschlusses kann diese Sprache in der gymnasialen Oberstufe als fortgeführte Fremdsprache belegt werden (RdErl. d. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 28.06.2016 BASS 13-61 Nr.2 Abs. 5.4).

Auskunft

Verwaltung
Doris Harwig
Fon 0 23 03 / 27-20 40
Fax 0 23 03 / 27-19 96
doris.harwig@kreis-unna.de

Schulaufsicht
Beate Schroeter
Schulrätin
Fon 0 23 03 / 27- 17 40
Fax 0 23 03 / 27- 19 96
beate.schroeter@kreis-unna.de

Fachberatung Integration

Martin Kesten
Fon 0 23 03 / 27- 48 40
Fax 0 23 03 / 27- 19 96
martin.kesten@kreis-unna.de 

Meike Karrasch
Fon 0 23 03 / 27- 48 40
Fax 0 23 03 / 27- 19 96
meike.karrasch@kreis-unna.de 

Durdu Fedakâr
Fon 0 23 03 / 27- 48 40
Fax 0 23 03 / 27- 19 96
durdu.fedakar@kreis-unna.de