X
Neue Kennzeichnungsvorschriften für Lebensmittel Kopfzeile

Neue Kennzeichnungsvorschriften für Lebensmittel

Neue Kennzeichnungsvorschriften für Lebensmittel

Die neue Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) ist seit dem 14.12.2014 in Kraft. Neu ist: Bei der Angabe zu deklarierender Allergene beschränkt sich die Verordnung dabei nicht allein auf verpackte Nahrungsmittel. Auch beim offenen Verkauf in der Bäckerei, an der Fleischtheke, im Hofladen und im Restaurant wird der Kunde künftig genauer informiert.

Wie wird informiert?

Die Information kann mündlich durch gut geschultes Verkaufspersonal oder schriftlich über Produktinformationsordner, Kundenterminals, Schilder an der Ware oder über Fußnoten in der Speisekarte geschehen. Muster für Speisekarten, Flyer und auch Einlegeblätter für Produktinformationsordner finden Sie hier:

Basis für die mündliche Information muss allerdings eine schriftliche Dokumentation sein, die sowohl nachfragenden Verbraucherinnen und Verbrauchern als auch den zuständigen Kontrollbehörden zugänglich gemacht werden kann. Weiterhin ist in der Verkaufsstätte auf die mündliche Information und die Möglichkeit der Einsichtnahme in die schriftliche Dokumentation an gut sichtbarer Stelle und deutlich lesbar hinzuweisen.

  • Auch die Vorgaben für die Kenzeichnung von Zusatzstoffen gelten weiterhin!

Wichtig ist dabei, dass die Kennzeichnung richtig, eindeutig, übersichtlich und gut verständlich gestaltet ist. Die Kennzeichnungsvorschriften gelten nicht für die gelegentliche Handhabung, Zubereitung und Lagerung von Lebensmitteln sowie Speisenzubereitung durch Privatpersonen sondern nur für Lebensmittelunternehmen. Das hat das NRW-Verbraucherschutzministerium jetzt klargestellt.

Müssen ehrenamtlich hergestellte Speisen gekennzeichnet werden?

Wenn Privatpersonen gelegentlich und im kleinen, lokalen Rahmen Speisen zubereiten, zur Verfügung stellen, servieren oder verkaufen, sind die Kennzeichnungsvorschriften der neuen EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) auf diese Lebensmittel nicht anzuwenden. Wenn zum Beispiel freiwillige Helferinnen und Helfer auf lokaler Ebene etwa bei Kirchen-, Schul- oder Dorffesten, Basaren oder Wohltätigkeitsveranstaltungen Kuchen oder Waffeln backen, Suppe kochen, Würstchen braten oder Salate zubereiten, müssen diese Lebensmittel nach wie vor nicht nach den europäischen Vorschriften gekennzeichnet werden.

Durch die neue Lebensmittelinformationsverordnung entsteht für ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger bei der Ausrichtung karitativer Veranstaltungen somit kein Mehraufwand.

Hier finden Sie alle notwendigen Informationen auf einen Blick