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Kreishaussanierung

Pressemitteilungen rund um die Kreishaussanierung

Nach Kreishaussanierung: Rückzug der Verwaltung

28. Juli 2006 | Rund 430 Kreis-Mitarbeiter mitsamt Tischen, Stühlen, PC und Telefon, etwa 4.000 Umzugskartons und mehrere hunderttausend Akten machen sich ab 1. August auf den Weg zurück ins sanierte Kreishaus in Unna. „Die Sternfahrt“ der besonderen Art findet von fünf Standorten aus statt und wird in der 3. Augustwoche komplett beendet sein. Auch wenn in den nächsten Tagen Ausnahmezustand in der Kreisverwaltung herrscht, die Bürger werden (Ausnahme Ausländerbehörde) nicht vor verschlossenen Türen stehen. „Wir ziehen im laufenden Betrieb um. Deshalb bitte ich um Verständnis, wenn es in diesen Tagen vielleicht nicht so glatt wie gewohnt läuft“, so Kreisdirektor Rainer Stratmann. 

Die Kartons sind teilweise schon gepackt, das Mobiliar ist mit Angaben über den Zielstandort beschriftet, der Umzugsplan abgestimmt und ausgefeilt. Vom 1. bis 5. August steht der Rückzug vom Interimskreishaus in Holzwickede nach Unna auf dem Plan. Besenrein übergeben wird das CCA-Gebäude am Eco-Port verabredungsgemäß am 10. August.

Wegen des Rückzugs vom Breitenbachgelände in Unna ins Kreishaus bleibt die Ausländerbehörde des Kreises vom 2. August bis einschließlich 10. August geschlossen. Grund: Es gilt über 30.000 Akten in gut 1.000 Umzugskartons ein- und natürlich auch wieder auszupacken. Ein Notdienst für dringende Fälle wird eingerichtet. Zu erreichen ist die Ausländerbehörde in der Umzugsphase unter Fon 0 23 03 / 27-10 33.

Zurzeit die häufigste Nebentätigkeit in der Kreisverwaltung: Kisten packen und Aktenwagen bestücken.  Ab Freitagmittag (4. August), also nach Ende des freitags üblichen Publikumsverkehrs, ziehen die Führerscheinstelle und die Zulassungsstelle des Kreises in Unna vom Containerkomplex hinter dem Kreis-Gesundheitsamt ins Haupthaus zurück. Ab Montagmittag, 7. August, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort wieder startklar. Wer nicht so lange warten möchte, kann Angelegenheiten rund ums Autos in der Zulassungsstelle in Lünen regeln (Öffnungszeiten montags: 7.30 bis 12 Uhr).

Die Wohnungsbauförderung und die Bafög-Stelle wechseln am 11. August vom UKBS-Gebäude auf die andere Straßenseite ins etwa 200 m entfernte Kreishaus. Am 14. und 15. August folgen der jahrelang an der Hochstraße in Unna untergebrachte Fachbereich Bauen und der Vermessungs-Außendienst. Weiter geht es am 16. August mit dem Rückzug des Kulturbereiches ins Mutterhaus und am 17./18. August mit dem Rückzug der Datenverarbeitung u.a. vom Breitenbachgelände.

Bürgerfest im sanierten Kreishaus: Infos, Vielfalt und Vergnügen

05. Juli 2006 | Nach Abschluss der Kreishaussanierung und dem Wiedereinzug Ende Juli/Anfang August ins Stammhaus der Kreisverwaltung in Unna ist Feiertags-Stimmung angesagt. Landrat Michael Makiolla lädt am Samstag, 26. August zu einem Bürgerfest mit Tag der offenen Tür ein (Einladung hier als Download im PDF-Format). Im Rahmen des Festes gefeiert werden die 2005 wegen der Sanierung nicht begangenen Jubiläen „75 Jahre Kreis Unna" (1930: Umzug des Landratsamtes von Hamm nach Unna) und „30 Jahre Kreis Unna" (1975: Kommunale Neuordnung).

Gute Laune, Spaß und Spiel ist am 26. August zwischen 11 und 16 Uhr angesagt. Und ein bisschen Kondition ist schon nötig. Denn Programm gemacht wird im Kreishaus, Friedrich-Ebert-Straße 17, und dem Dienstgebäude Platanenallee 16 (Kreis-Umwelt-/Kreis-Gesundheitsamt) jeweils vom Erdgeschoss bis unters Dach, auf dem Parkplatz vor dem Kreishaus, an der Platanenallee und auf Grünflächen vor, neben und hinter den beiden Kreishausgebäuden.

„Bei dem Bürgerfest wollen wir mit all denen feiern, die den Kreis ausmachen, ihn prägen und vorwärts bringen – die Menschen in unserem Kreis. Außerdem sollen sie sehen können, wo, wie und wofür das investierte Geld verbaut wurde", lädt Landrat Makiolla zum Besuch ein.

Während die Verwaltung im Gebäude zeigt, dass Verwaltung manchmal ganz schön kniffelig sein kann, herrscht vor dem Kreishaus Marktplatzatmosphäre. In Pavillons, an Ständen und Fahrzeugen präsentieren sich die, die den Kreis ausmachen oder einfach dazugehören: die Städte und Gemeinden, die Kreis-Berufskollegs, Kreisgesellschaften, die Kreispolizeibehörde, der Kreissportbund, die Medien, die Ökologiestation des Kreises, der Rettungshubschrauber „Christoph 8" und, und, und...

Für Stimmung sorgt ein Musikprogramm zwischen Steeldrums und Klassik mit dem „Kreis-Orchester", der Neuen Philharmonie Westfalen. Kinderspaß versprechen u.a. Kletteraktionen, Kunstaktionen, Kasperletheater und Sportangebote. Das leibliche Wohl wird ebenso garantiert wie Sonder-Wertmarken als Dankeschön für alle, die auf das „Parkplatzsuchspiel" ums Kreishaus herum verzichten, mit Bus und Bahn fahren und so Rücksicht auf die Anwohner nehmen.


PPP-Partner zufrieden: Vor allem Firmen der Region bei Kreishaussanierung

03. Juli 2006 | 18 Monate hat sie gedauert - die Grundsanierung des maroden, aus den 60er Jahren stammenden Kreishauses in Unna. Ende Juli/Anfang August zieht die Kreisverwaltung mit mehreren hundert Mitarbeitern, mit Mobiliar und zigtausenden von Akten wieder zurück an ihren Stammplatz an der Friedrich-Ebert-Straße in Unna.

Möglich gemacht haben die fristgerechte Fertigstellung des Gebäudes der PPP-Partner des Kreises Unna, Bilfinger Berger, und rund 30, als Nachunternehmer tätige Firmen. Rund 80 Prozent dieser Nachunternehmer kommen aus der Region – haben ihren Firmensitz also im Umkreis von 80 Kilometern.

Der Kreis Unna hatte sich seinerzeit für eine Beteiligung des heimischen Handwerks eingesetzt. „Das Handwerk der Region hat sich bei diesem Vorzeigeprojekt als wettbewerbsfähig und als leistungsstark erwiesen“, zog der Vorsitzende der das PPP-Projekt begleitende Baukommission beim Unna, Kreisdirektor Rainer Stratmann, Bilanz.

Kaum sind die Sanierungsarbeiten beendet und der Rückzug abgehakt, steht schon ein Wiedersehen an: Einmal bei dem Festakt am 25. August mit Bundesfinanzminister Peer Steinbrück anlässlich der offiziellen Übergabe des Gebäudes und dann am 26. August bei einem Bürgerfest mit Tag der offenen Tür. Dazu lädt der Kreis Unna die Bevölkerung und natürlich alle, die an der
Sanierung mitgearbeitet haben, herzlich ein.


Bundesfinanzminister Steinbrück kommt zur Übergabe des sanierten Kreishauses

23. Februar 2006 | Die Anfang 2005 begonnene Sanierung des Kreishauses in Unna schreitet weiter zügig voran. „Ein Jahr nach dem konkreten Beginn der Maßnahme ist im Inneren klar zu erkennen, wie Büroräume, Flure und Treppenhäuser nach der Grundsanierung aussehen werden.“ Das stellte der Vorsitzende der Baukommission, Kreisdirektor Rainer Stratmann, beim Baustellenrundgang am 22. Februar zufrieden fest. Und Stratmann hatte eine weitere brandaktuelle Information parat: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück wird der Einladung von Landrat Michael Makiolla folgen und bei der offiziellen Rückgabe des Gebäudes am 25. August Gast des Kreises Unna sein.

Der frühere NRW-Ministerpräsident steht ganz oben auf der Rednerliste und wird sich beim Rundgang quasi auf Schritt und Tritt einen Eindruck vom „alten neuen Kreishaus“ verschaffen können. „Unser PPP-Partner BilfingerBerger
wird uns ein modernes und zukunftsfähiges Kreishaus übergeben“, darin war sich Kreisdirektor Stratmann mit Oberbauleiter Marc Siepmann einig. Siepmann ging sogar noch weiter: „BilfingerBerger wird das Gebäude einige Wochen vor dem vereinbarten Termin Ende Juli übergeben, damit Zeit für einen Testbetrieb
bleibt.“

Was der Oberbauleiter sonst in seinem „Bericht zur Lage“ zu sagen und vor allem vorzuzeigen hatte, lässt keinerlei Zweifel an Einhalten der gesetzten Termine aufkommen. In den oberen Stockwerken waren bereits die Tapezierer und Maler, der Einbau der Wandschränke – immerhin insgesamt fast 900 laufende Meter - folgt sozusagen auf dem Fuße. Die Fassade ist komplett dicht, die Heizkörper stehen am endgültigen Einsatzort. Ebenfalls den richtigen Platz
gefunden, allerdings noch nicht freigegeben, sind die Aufzüge. 


Kreishaussanierung geht weiter voran: Fertigstellung im Sommer 2006 erwartet

10.11.2005 | Die Sanierung des Kreishauses geht weiter zügig voran. „Wir liegen gut im Zeitplan", bekräftigten Kreisdirektor und Vorsitzender der Baukommission Rainer Stratmann, Kreis-Baudezernent Dr. Detlef Timpe und Oberbauleiter Marc Siepmann von BilfingerBerger übereinstimmend bei einer Baustellenbegehung am vergangenen Dienstag (8. November).

Nachdem das Gebäude zunächst bis auf die Rohbausubstanz zurückgeführt und entkernt worden war, läuft seit nunmehr seit dem Sommer der „Wiederaufbau". So ist im Hauptgebäude bereits die Elektro-Rohinstallation fertiggestellt. Dafür wurden pro Etage über 50 km Kabel verlegt. Auch die künftigen Büroräume nehmen schon wieder Formen an, da in einigen Etagen mittlerweile die
Trockenwände eingezogen wurden. Fertiggestellt sind auch bereits die Glaskuppeln über dem zukünftige Bürgerbüro und dem Hauptgebäude: Besucherinnen und Besucher des Kreishauses erwartet demnächst eine offene, lichtdurchflutete Atmosphäre.

Zufrieden zeigte sich Kreisdirektor Stratmann darüber, dass ca. 80% der Sanierungsarbeiten mit einem Auftragsvolumen von insgesamt rund 20 Millionen Euro durch Handwerksbetriebe aus der Region ausgeführt wurden. Damit wurde eine wesentliche Vorgabe des Kreistages erfüllt, der großen Wert auf die Beteiligung des heimischen Handwerks an der Sanierung gelegt hatte.

Die Sanierungsarbeiten im Unnaer Kreishaus werden voraussichtlich Ende Juli 2006 abgeschlossen sein.


PPP-Modell fürs Kreishaus Unna macht Karriere

12.07.2005 | Es ist erst seit wenigen Monaten Realität und doch schon Geschichte. Gemeint ist das PPP-Modell des Kreises Unna mit BilfingerBerger BOT. Die Zusammenarbeit von öffentlicher Hand und Privatwirtschaft zur Sanierung und zum anschließenden Betrieb des Kreishauses in Unna findet vom Start weg breite Aufmerksamkeit. Aus gutem Grund: Schließlich wird deutschlandweit erstmals ein Verwaltungsgebäude via PPP erst baulich fit gemacht und dann betrieben.

Da wundert es nicht, dass „PPP made im Kreis Unna" Eingang in Fachzeitschriften wie "Der neue Kämmerer" findet und Thema bei Veranstaltungen wie der „4. Jahrestagung Private Public Partnership" im Römer in Frankfurt oder dem Fachforum „Effizienter Staat" im Schöneberger Rathaus in Berlin ist. Als beredter Experte des Kreises ein ums andere Mal dabei ist der Kreisdirektor und Vorsitzende der Baukommission Kreishaussanierung, Rainer Stratmann. 

Stratmann gehört mit dem Kreis-Baudezernenten und stellvertretenden Kommissionsvorsitzenden, Dr. Detlef Timpe, zu den Vätern des PPP-Modells und erläutert dem bundesweit immer größer werdenden Kreis der PPP-Interessierten in Kommunen und Wirtschaft immer öfter den Werdegang des Modells. Dabei macht der Kreisdirektor vor allem zwei Dinge klar: PPP ist unter finanziellen und betriebswirtschaftlichen Aspekten eine Chance nicht nur für finanziell klamme Kommunen, es erfordert in der Vorbereitungsphase großes
Engagement, viel Zeit, juristisches Know-how und Verhandlungsgeschick.

„Wie PPP geht", ist jetzt einmal mehr schwarz auf weiß nachzulesen. Im Jahrbuch 2005 von "Finance" (Finanzmagazin für Unternehmer) und "Convent" (Gesellschaft für Kongresse und Veranstaltungsmanagement) beleuchten Stratmann und Dr. Timpe Hintergründe der Entscheidung für PPP aus Sicht des Auftraggebers. 

Gerhard Becher, Vorsitzender der Geschäftsführung von BilfingerBerger BOT, betrachtet das Kreishaus Unna aus Sicht des privaten Partners und Monica A. Storz (Direktorin bei Ernst & Young) und Tobias Lüpke (EY Law Luther Menold) geben einen Erfahrungsbericht aus Beratersicht.


Kreistag bei PCB-Sanierung im Kreishaus einig: Schlichterspruch wird angenommen

06.06.2006 Die Entscheidung ist gefallen. Der Kreistag stimmte mit breiter Mehrheit dem Schlichterspruch zu, nach dem sich die PPP-Partner Kreis Unna und Bilfinger Berger die zusätzlichen Kosten der Kreishaussanierung teilen sollen. Der Schlichter war angerufen worden, nachdem nach Abschluss des PPP-Vertrages zur Kreishaussanierung in Teilen des Gebäudes eine PCB- und Asbestbelastung festgestellt worden war.

Nach dem jetzt vom Kreistag und von Bilfinger Berger akzeptierten Schlichterspruch übernimmt Bilfinger Berger die Kosten der PCB-/Asbest-Sanierung im Höhe von 3,1 Millionen Euro. Der Kreis seinerseits gleicht den Mehrwert, den er durch den notwendig gewordenen Einbau neuer Decken, Wände, Türen, Einbauschränke  und neuer Fassadeteile erhält, gegenüber Bilfinger Berger mit rund 1,5 Mio. Euro aus. Ursprünglich war nur eine Überarbeitung dieser rund 40 Jahre alten Aus-stattungsteile vorgesehen.

Kreishaussanierung im Zeitplan: Baugenehmigung erteilt

28.04.2005 | Die Sanierung des Kreishauses in Unna läuft bisher zeit- und termingerecht. Das berichtete Baudezernent Dr. Detlef Timpe am Dienstag (26. April) im Kreisausschuss unter Leitung von Landrat Michael Makiolla.

Sechs der insgesamt acht Geschosse des Gebäudes wurden mittlerweile entkernt. Der Abriss des ehemaligen Sitzungstraktes ist ebenfalls weit fortgeschritten. Inzwischen liegt auch die komplette Baugenehmigung der Stadt Unna vor. Insbesondere aufgrund der notwendigen PCB-Sanierung kann die Ausländerbehörde, die derzeit noch im so genannten ADV-Trakt an der Friedrich-Ebert-Straße (Zugang über die Platanenallee) untergebracht ist, entgegen den ursprünglichen Planungen nicht während der gesamten Sanie-
rungsphase in diesem Gebäudetrakt bleiben. Die Verwaltung hat daher das ehemalige Verwaltungsgebäude der Fa. Breitenbach in Unna, Hellweg 31-33, angemietet. Dieses hat mit mehr als 700 m² eine ausreichende Fläche und einen geeigneten Zuschnitt, um den Fachbereich Ausländerwesen bis zum Ende der Kreishaussanierung zu beherbergen.

Mit dem Umzug, der voraussichtlich Mitte Mai erfolgen wird, kann auch besser als in den beengten Räumlichkeiten im alten Kreishaus dem hohen Publikumsaufkommen in der Ausländerbehörde Rechnung getragen werden. Das Gebäude ist fußläufig vom Bahnhof und Busbahnhof zu erreichen. In unmittelbarer Nähe befindet sich außerdem eine Bushaltestelle der Linie 576 (Unna-Werl), die stündlich angefahren wird.

Abschließend teilte Kreisdirektor und Vorsitzender der Baukommission Rainer Stratmann mit, dass im Schlichtungsverfahren, in dem die Übernahme der durch die PCB-Belastung des Gebäudes anfallenden Mehrkosten geregelt werden soll, mittlerweile ein Schlichter gefunden wurde. Das Verfahren ist für Anfang Mai terminiert.

Schadstoffe im Kreishaus entdeckt: PCB-Sanierung geplant

07.02.2005 | Bei den planerischen Vorbereitungen der Kreishaussanierung wurden in verschiedenen Bereichen des Gebäudekomplexes PCB-Belastungen festgestellt. Die Sanierung der betroffenen Bereiche findet im Rahmen des ohnehin in den kommenden Wochen beginnenden Umbaus statt. Das teilte der Vorsitzende des Baukommission Kreishaussanierung, Kreiskämmerer Rainer Stratmann, in einer Sitzung des Kreisausschusses unter Leitung von Landrat Michael Makiolla mit.

Betroffen sind Teile des Seitentraktes (Kfz-Zulassungsstelle), des Haupttraktes, des Haupttrakt-Vorbaus und des so genannten ADV-Traktes. Gefunden wurde PCB in Wandfarben, im Wandputz, in Decken- und Wandverkleidungen, in Fugenmasse der Außenfassade und - als Sekundärquelle – auch im Mobiliar. Die Werte lagen teilweise über dem in der PCB-Richtlinie des Landes genannten Vorsorgewert von 300 ng PCB/m³ Luft, jedoch deutlich unter dem Interventionswert für Sofortmaßnahmen von 3.000 ng PCB/m³ Luft.

Die Kreishaussanierung wie die anschließende Unterhaltung und Bewirtschaftung des Gebäudes findet im Rahmen eines PPP-Modells (Private Public Partnership) statt. Dafür gründeten der Kreis Unna und sein privater Partner, Bilfinger Berger, die Projekt- und Betriebsgesellschaft Kreishaus Unna. Wie Stratmann erklärte, gibt es unterschiedliche Auffassungen, wer die Mehrkosten übernehmen muss. Um die Sanierung nicht zu verzögern, verständigten sich die Partner auf die Einleitung eines Schlichtungs- und Schiedsverfahrens, dessen Ergebnis für alle Seiten verbindlich ist. 

Die Kosten der Kreishaussanierung betragen rund 22 Millionen Euro. Der Mehraufwand durch die nun notwendig gewordene PCB-Sanierung wird nach ersten Schätzungen bei über 2 Millionen Euro liegen.


Kreisausschuss: Bericht über PCB-Sanierung im Kreishaus

27.01.2005 | Bei Voruntersuchungen zur Kreishaussanierung wurde in verschiedenen Bereichen des Gebäudes eine PCB-Belastung festgestellt. Die Beseitigung bzw. Sanierung der schadstoffhaltigen Bauteile findet im Rahmen der jetzt anlaufenden Kreishaussanierung statt. Die geplante Vorgehensweise wird im Kreisausschuss vorgestellt werden. Die Sitzung unter Vorsitz von Landrat Michael Makiolla findet am Montag, 31. Januar um 14 Uhr statt. Treffpunkt ist der Spiegelsaal von Haus Opherdicke an der Dorfstraße 29 in Holzwickede.


PPP-Modell unter Dach und Fach: Bilfinger Berger saniert und betreibt Kreishaus

21.09.2004 | Das bundesweit erste PPP-Projekt für Verwaltungen wurde vom Kreis Unna auf den Weg gebracht und wird nun auf Grundlage einer Public Private Partnership (PPP)-Lösung von Bilfinger Berger realisiert. Nach der am 21. September erfolgten Vertragsunterzeichnung zwischen dem Kreis Unna und der neu gegründeten Projekt Betriebsgesellschaft Kreishaus Unna mbH (PBKU) saniert und erweitert Bilfinger Berger das Kreishaus und übernimmt anschließend die Instandhaltung dieses Gebäudes sowie zwei weiterer Kreisgebäude in unmittelbarer Nachbarschaft. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 90 Millionen Euro. Finanzierungspartner von Bilfinger Berger ist die KfW-Bank IPEX, das Investitionsvolumen beträgt 20 Mio. €.

Die Sanierung beginnt Anfang 2005 und muss bis Sommer 2006 abgeschlossen sein. Der Auftrag für die Bewirtschaftung und Instandhaltung der drei Gebäude (Hausdienste, Wartung, Instandhaltung, Ver- und Entsorgung usw.) gilt ab 2006 für eine Laufzeit von 25 Jahren. Das monatliche Nutzungsentgelt beträgt ab 2006 "über alles" knapp 300.000 Euro. Als Teil des Sanierungsauftrags mit erledigt wird von Bilfinger Berger der Umzug von rund 400 Kreismitarbeitern nach Holzwickede an den Flughafen Dortmund. Der Immobilienservice während der Betriebsphase liegt in den Händen der seit 2002 zum Konzern gehörenden Gesellschaft Wolfferts.

Bilfinger Berger zählt nach dem erfolgreichen Ausbau seiner Serviceaktivitäten in den vergangenen zwei Jahren zu den führenden Immobiliendienstleistern in Deutschland. Der Konzern verfügt über langjährige Erfahrung mit privatwirtschaftlichen Betreiberprojekten im öffentlichen Hochbau. Im Auftrag der Regierung Großbritanniens hat Bilfinger Berger mit der britischen Botschaft in Berlin ein PPP-Projekt mit Modellcharakter verwirklicht. In England realisiert das Unternehmen zahlreiche Schulen und Krankenhäuser auf privatwirtschaftlicher Basis, von denen einige bereits in Betrieb sind.

Projekte wie das Kreishaus belegen die wachsende Bedeutung von PPP auch in Deutschland. Um derartige Lösungen hierzulande zu fördern, hat das Bundesbauministerium ein föderales Kompetenzzentrum zur Umsetzung von PPP-Projekten im öffentlichen Hochbau eingerichtet. Die Sanierung und der Betrieb des Kreishauses für die nächsten 25 Jahre als PPP-Modell ist ein Pilotprojekt des Landes NRW und wurde partnerschaftlich vom NRW-Finanzministerium von Anfang an begleitet und unterstützt.