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PPP-Modell bundesweit im Fokus

PPP-Modell bundesweit im Fokus

Delegationen geben sich im Kreishaus "die Klinke in die Hand"

Kreis Unna. Die „Klinke in die Hand" gaben sich jüngst im Kreishaus Vertreter aus Wirtschaft und Politik. Der Grund: Informationen zu sammeln über das erfolgreiche PPP-Modell des Kreises als Grundlage für eigene, möglicherweise im Rahmen einer privat-öffentlichen Partnerschaft zu realisierende Bauvorhaben.

Das Kreishaus in Unna ist das erste kommunale Verwaltungsgebäude in Deutschland, das erfolgreich über ein PPP-Modell saniert wurde und ab 2006 für 25 Jahre auch durch einen privaten Partner betrieben wird. Das Einsparpotential für den Kreis, so Kreisdirektor und Kreiskämmerer
Rainer Stratmann, liegt bei insgesamt über sechs Millionen Euro. Grund genug für das NRW-Finanzministerium, Mitte November ein PPP-Forum im Kreishaus zu veranstalten. Rund 100 Experten aus dem kommunalen Bereich, aus Ministerien, Wirtschaft, Politik und Verwaltung ließen sich vom Gastgeber Kreis Unna über sein Public Privat Partnership mit dem Konzern Bilfinger Berger
ins Bild setzen.

Fast parallel zu dem PPP-Forum hatte sich der schleswig-holsteinische Finanzminister Rainer Wiegard mit einer Delegation aus Landräten und Oberbürgermeistern bei Landrat Michael Makiolla angesagt. Besonders von Interesse für die Gäste war bei dem Treffen die mit PPP verbundenen
Chancen, trotz knapper Kassen bei der öffentlichen Hand große Bauvorhaben realisieren zu können.

Dieser Aspekt beschäftigte auch eine Delegation aus Moers, wo Sanierung bzw. Neubau eines Verwaltungsgebäudes zur Diskussion stehen. Unter Leitung von Bürgermeister Norbert Ballhaus informierte sich Politik und Verwaltung der niederrheinischen Großstadt über das planerische Vorgehen des Kreises Unna, über Ausschreibungsmodalitäten, die Vertragsverhandlungen, konkrete Vereinbarungen und natürlich darüber, wie es im „wirklichen Leben denn so klappt".

Kreisdirektor und Kämmerer Rainer Stratmann sowie Baudezernent Dr. Detlef Timpe unterstrichen gegenüber allen Besuchern, dass sie - stünde die Kreishaussanierung erneut zur Debatte - "PPP auf jeden Fall wieder wählen würden".