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Das Gesunde Städte Netzwerk im kurzen Überblick Kopfzeile

Das Gesunde Städte Netzwerk im kurzen Überblick

Das Gesunde Städte Netzwerk im kurzen Überblick

Am 05. und 06. Juni 1989 wurde im Frankfurter Römer das Gesunde Städte Netzwerk (www.gesunde-staedte-netzwerk.de) der Bundesrepublik Deutschland gegründet. Der Kreis Unna und 10 deutsche Großstädte haben damals ein Bündnis für Gesundheitsförderung als nationale Weiterentwicklung auf das bereits 1986 gegründete europäische „Healthy City“ Projekt gebildet.

Unter der Federführung des damaligen Kreisgesundheitsdezernenten Norbert Lettau, heute Senatsdirektor in Hamburg, wurden bereits im März 1988 auf Haus Opherdicke in Holzwickede wichtige Vorbereitungsarbeiten für die spätere Gründung durchgeführt. Noch heute gilt dieses Treffen von insgesamt 22 bundesweit anerkannten Experten als Keimzelle für die Gründung des Netzwerkes. Bereits damals wurde die Entscheidung getroffen, das Sekretariat des späteren bundesdeutschen Gesunde Städte Netzwerkes nach Hamburg zu verlegen. Unter Beteiligung des damaligen Amtsarztes Dr. Bernd Retzgen wurde dann anlässlich der Gründungsversammlung in Frankfurt die Gründungsurkunde von 11 Kommunen, darunter der Kreis Unna, unterschrieben. Im den weiteren Jahren wurde der Kreis Unna vom damaligen Gesundheitsdezernenten und heutigen Kreisdirektor Rainer Stratmann im Sprecherrat vertreten. Gemeinsam mit Norbert Lettau, der seinerseits Hamburg im Sprecherrat vertrat hat Rainer Stratmann die weitere Entwicklung des Gesunde Städte Netzwerkes entscheidend mit geprägt. Bei seinem Ausscheiden aus dem Sprecherrat wurde er anlässlich der MV in Hamburg mit stehenden Ovationen verabschiedet und zum Ehrenmitglied auf Lebenszeit ernannt. In seiner Nachfolge waren anschließend Gaby Warminski-Leitheusser und nach seiner Wahl im Jahre 1998 inzwischen der heutige Gesundheitsdezernent des Kreises Unna, Norbert Hahn  Mitglieder im Sprecherrat.

Grundlage für die Arbeit des Gesunde Städte Netzwerkes ist die Ottawa Charta zur Gesundheitsförderung, die im Rahmen der ersten internationalen WHO Konferenz zur Gesundheitsförderung am 21. November 1986 im Kanadischen Ottawa von Delegierten aus 32 Ländern verabschiedet wurde.

Danach zielt Gesundheitsförderung auf einen Prozess. „allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen. Um ein umfassendes körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden zu erlangen, ist es notwendig, dass sowohl einzelne als auch Gruppen ihre Bedürfnisse befriedigen, ihre Wünsche und Hoffnungen wahrnehmen und verwirklichen sowie ihre Umwelt meistern bzw. verändern können. In diesem Sinne ist die Gesundheit als ei wesentlicher Bestandteil des alltäglichen Lebens zu verstehen und nicht als vorrangiges Lebensziel. Gesundheit steht für ein positives Konzept, das in gleicher Weise die Bedeutung sozialer und individueller Ressourcen für die Gesundheit betont wie die körperlichen Fähigkeiten. Die Verantwortung für Gesundheitsförderung liegt deshalb nicht nur bei dem Gesundheitssektor sondern bei allen Politikbereichen und zielt über die Entwicklung gesünderer Lebensweisen hinaus auf die Förderung von umfassendem Wohlbefinden hin.(WHO, 1986)“

Im Sinne einer Geschäftsordnung hat sich das Gesunde Städte Netzwerk ein „Neun Punkte Programm“ ( www.gesunde-staedte-netzwerk.hosting-kunde.de/) verordnet. Unter anderem schreibt dieses Programm auch die Beteiligung von freien Initiativen und Selbsthilfegruppen bei allen Netzwerkaktivitäten vor. Für den Kreis Unna liegt diese Arbeit seit 1994 in den bewährten Händen von Burkhard Elsner aus Lünen. Auch Burkhard Elsner ist seit vielen Jahren Mitglied im Sprecherrat. Auf seine Initiative wurde am 16.05.2000 in Bergkamen eine eigene ständige Konferenz für Selbsthilfegruppen, die Selbsthilfekonferenz im Kreis Unna, gegründet.

Das Gesunde Städte Netzwerk hat seine grundsätzlichen inhaltlichen Positionen in seinem Aktionsprogramm Kommunale Kompetenzen für Gesundheit am 05.05.2004 in Halle festgelegt.

Zur Übersicht über Einzelheiten der Gesunde Städte Historie kann die PDF Datei „Meilensteine“ (PDF) heruntergeladen werden.