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Erzeugererklärung für Schlachttiere

Erzeugererklärung seit dem 01. Januar 2008 Pflicht

Seit dem 1. Januar 2008 werden Schlachttiere ohne Erzeugererklärung nicht mehr zur Schlachtung zugelassen.

Nach der EU-Verordnung Nummer 853 / 2004 muss bei der Schlachtung von Tieren, die der Lebensmittelgewinnung dienen, eine Erzeugererklärung zur Lebensmittelsicherheit vorliegen. Bei diesen so genannten Informationen zur Lebensmittelkette handelt es sich um Angaben des Tierhalters zur gesundheitlichen Unbedenklichkeit der für die Lebensmittelgewinnung gelieferten Schlachttiere.

  • Wichtig zu wissen ist: Für Rinder greift der Gesetzestext erst zwei Jahre später.

In der Erzeugererklärung ist unbedingt der komplette Name, Adresse, Telefon- und Faxnummer sowie die Registriernummer des Betriebes anzugeben. Hinzu kommt die Kennzeichnung der Tiere laut Lieferschein, also bei Schlachtschweinen das Schlagzeichen. Zwingend einzutragen ist auch die Anzahl der zu schlachtenden Tiere.

Und hier beginnt es, problematisch zu werden: In nicht wenigen Fällen holt ein Viehhändler eine größere Partie Schlachtschweine ab und sortiert diese später zur Lieferung an verschiedene Schlachtbetriebe. Dabei reicht es nicht, dass der Viehhändler mit einer Erzeugererklärung oder einer Kopie davon, auf der zum Beispiel 200 Schweine vermerkt sind, zwei Partien je 100 Schweine an zwei verschiedene Schlachtbetriebe abliefert. Wenn zwei Partien von einem Betrieb an zwei unterschiedlichen Schlachtbetrieben ankommen, müssen diese Partien auch von jeweils einer Erklärung mit der passenden Stückzahl begleitet sein.

  • Die Zahl der Tiere muss stimmen, sonst klappt die Rückverfolgbarkeit auf dem Schlachthof nicht.

Eindeutig ist: Die Erklärung zur Lebensmittelkette muss der Tierbesitzer und nicht der zwischengelagerte Viehhändler, die Erzeugergemeinschaft oder Viehverwertung unterschreiben. Es sind deshalb die Landwirte in der Pflicht, diese Erklärung auszufüllen und bei jeder Lieferung mitzugeben. Er sollte diese Erklärung auch selbst unterschreiben und damit nur solche Mitarbeiter oder sonstige Personen beauftragen, die letztlich für den Inhalt der Erklärung auch verantwortlich zeichnen können.

Die Erzeugererklärung kann auch mit dem Lieferschein kombiniert werden, wodurch eine doppelte Dokumentation vermieden werden kann.

  • Die Erzeugererklärung finden Sie rechts nebenstehend unter "Formulare & mehr".

Bis zum 31. Dezember 2009 können die zuständigen Behörden zulassen, dass die Informationen zur Lebensmittelkette zusammen mit den Tieren jeglicher Art, die diese Information betreffen, übermittelt werden. Sie müssen somit nicht 24 Stunden vor Ankunft am Schlachthof vorliegen.

Gelangen Tiere ohne Erzeugererklärung an den Schlachthof, darf die Schlachtung erst nach Genehmigung des amtlichen Tierarztes erfolgen.

Wird die Erzeugererklärung nicht binnen 24 Stunden nach Ankunft der Tiere am Schlachthof nachgereicht, werden diese Tiere getötet und unschädlich beseitigt, oder falls sie geschlachtet wurden, als untauglich beurteilt.


Formulare & mehr