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Christian Rohlfs Magie der Farbe Die Sammlung Karsch/Nierendorf im Dialog mit der Sammlung Brabant Kopfzeile

Christian Rohlfs Magie der Farbe Die Sammlung Karsch/Nierendorf im Dialog mit der Sammlung Brabant

Christian Rohlfs - Magie der Farbe

Die Sammlung Karsch/Nierendorf
im Dialog mit der Sammlung Brabant

9. Dezember 2012 bis 24. Februar 2013

In Kooperation mit der Ernst Barlach Museumsgesellschaft präsentiert der Kreis Unna auf Haus Opherdicke ca. 50 Werke von Christian Rohlfs aus der Privatsammlung Karsch/Nierendorf, die in Dialog mit mehr als 30 Arbeiten aus der Sammlung Brabant treten.

Den Schwerpunkt der Sammlung Karsch/Nierendorf bilden die Künstler des Expressionismus und der Klassischen Moderne. Auch der Bestand des Wiesbadener Kunstliebhabers Frank Brabant konzentriert sich auf die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts. Beide Sammlungen werden durch die Werke jener Künstlerpersönlichkeiten geprägt, die unter der Diktatur der Nationalsozialisten als „verfemt“ galten. Es ist ein verbindendes Anliegen der Sammler, den Künstlern der so genannten „Verschollenen Generation“ späte Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.

Maria Casper-Filser, Tulpen in Vase, 1916, Öl auf Leinwand | © Sammlung Brabant
Maria Casper-Filser, Tulpen in Vase, 1916, Öl auf Leinwand | © Sammlung Brabant

Der 1849 in Niendorf (Kreis Segeberg) als Sohn eines Bauern geborene Christian Rohlfs zählt zu den bedeutendsten Vertretern des deutschen Expressionismus. Der Hausarzt der Familie, ein Schwager Theodor Storms, erkannte als erster das Talent des noch jungen Rohlfs, als dieser nach einer schweren Beinverletzung für Monate an das Krankenbett gefesselt war. Wenige Jahre später, Christian Rohlfs studierte inzwischen an der Großherzoglichen Kunstschule in Weimar, musste ihm aufgrund einer Knochenmarksentzündung das Bein amputiert werden.

Ab 1884 wendete sich der bis dahin naturalistisch arbeitende Künstler dem Impressionismus zu. Die schicksalhafte Bekanntschaft mit Karl Ernst Osthaus führte Christian Rohlfs schließlich an das Museum Folkwang in Hagen. Hier wird die Begegnung mit Werken Auguste Renoirs, Paul Signacs, Georges Seurats, Paul Cézannes, Vincent van Goghs und Emil Noldes zu einem stilprägenden Erlebnis. Ab 1910 lassen sich auch die Arbeiten Christian Rohlfs dem Expressionismus zuordnen. Motivisch konzentriert sich der Maler in jener Zeit vor allem auf Stadtansichten, Landschaften, Architektur und Blumenstillleben sowie religiöse Themen. Unter den Nationalsozialisten galten die Werke Christian Rohlfs als entartet. Der Künstler wurde mit Ausstellungs- und Malverbot belegt. Er starb 1938 in Hagen, einen Tag, nachdem er von der Preußischen Akademie der Künste in Berlin ausgeschlossen wurde.

Sigrid Zielke, M. A.
Kulturreferentin des Kreises Unna

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Sigrid Zielke-Hengstenberg, M. A.
Fon 0 23 03 / 27-21 41
Fax 0 23 03 / 27-41 41 
sigrid.zielke-hengstenbergkreis-unnade

Haus Opherdicke

Im Museumsshop auf Haus Opherdicke sind reich bebilderte Kataloge erhältlich.