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Zwischen Passion und Kalkül

Zwischen Passion und Kalkül

Neusachliche Werke aus der Sammlung Brabant

In einer Auswahl von mehr als 100 Werken zur Neuen Sachlichkeit präsentiert der Kreis Unna auf Haus Opherdicke erneut beeindruckende Arbeiten aus der Sammlung Brabant. In seiner fast 50jährigen Sammeltätigkeit ist es dem Wiesbadener Kunstliebhaber Frank Brabant gelungen, einen umfangreichen und vielseitigen Bestand von mehr als 450 Kunstwerken aus der Zeit des 19. und 20. Jahrhunderts zusammenzutragen.

Eine Kollektion, die selbst in Kunstkreisen als eine der bedeutendsten deutschen Privatsammlungen gilt. Geleitet von untrüglichem Gespür für Qualität auch jenseits des Zeitgeistes, kann Brabant auf eine Sammlung blicken, die sowohl die großen Namen der Kunstgeschichte als auch die weniger bekannten Künstler der „Verschollenen Generation“ vereint. Mit der aktuellen Schau erfüllt sich ein lange gehegter Wunsch des Sammlers, die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Kunstwerke der Neuen Sachlichkeit zu lenken.

Der Begriff „Neue Sachlichkeit“ wurde 1925 durch Gustav Friedrich Hartlaub, Direktor der Städtischen Kunsthalle Mannheim, für eine vielbeachtete Ausstellung gleichen Titels eingeführt. Es handelt sich hierbei um eine Kunstströmung, deren Schwerpunkt in der Zeit der Weimarer Republik (1918 bis 1933) liegt und die mit ihrer klaren, schlichten Formensprache, dem strengen Bildaufbau sowie einer möglichst wirklichkeitsgetreuen Wiedergabe der Realität als Gegenbewegung zum Expressionismus betrachtet wird.

Neben Künstlern wie August Wilhelm Dressler, Karl Hofer, Alexander Kanoldt, Otto Möller, Ulrich Neujahr oder Gerta Overbeck-Schenk, die gesellschaftspolitische Themen eher mieden und einen zeitlos-idyllischen Stil bevorzugten, gab es auch jene, die sozialkritische Bildthemen aufgriffen. Zu den wichtigsten Vertretern gehören Otto Dix, Walter Gramatté, George Grosz, Karl Hubbuch und Rudolf Schlichter. Ausgehend vom Verismus über den Klassizismus bis hin zum Magischen Realismus zeigt die Ausstellung einen repräsentativen Querschnitt. In modifizierter Form werden die Werke in einer zweiten Station im Kallmann-Museum Ismaning zu sehen sein.

Sigrid Zielke, M. A.
Kulturreferentin


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Auskunft

Haus Opherdicke

Dorfstraße 29
59439 Holzwickede
Fon 0 23 01 / 9 13 40-20
Fon 01 71 / 7 44 78 53
Weitere Informationen

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag
10.30 bis 17.30 Uhr

Eintritt

4 Euro | ermäßigt 3 Euro
Familienkarte 8 Euro
Kinder unter 14 Jahren frei
Jahreskarte 20 Euro | Kombikarte (Schloss Cappenberg/Haus Opherdicke) 30 Euro
Gruppen ab 10 Personen zahlen den ermäßigten Eintritt.

Öffentliche Führungen

Sonntag 11.30 Uhr | 14.30 Uhr

Anmeldungen von Sonderführungen

Fon 0 23 03 / 27-18 41