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Klärschlamm

Klärschlamm

Klärschlamm ist der bei der Behandlung in Abwasserbehandlungsanlagen einschließlich zugehörigen Anlagen zur weitergehenden Abwasserreinigung anfallende Schlamm. Dieser kann entwässert oder getrocknet oder in sonstiger Form behandelt sein. Hierzu zählen auch die Klärschlammkomposte und Klärschlammgemische.

Klärschlamm ist eine Mischung aus Wasser und Feststoffen. Er ist reich an Pflanzennährstoffen und wird daher als Dünger in der Landwirtschaft verwertet.

Die Verwertung von Klärschlamm aus kommunalen Kläranlagen als Dünger in der Landwirtschaft oder auf gärtnerisch genutzten Flächen unterliegt der Klärschlammverordnung.

Vor dem erstmaligen Aufbringen von Klärschlamm sind Bodenuntersuchungen auf Schwermetalle (Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer, Nickel, Quecksilber und Zink) nachzuweisen. Auch der Klärschlamm ist auf diese Parameter zu untersuchen und darf nur verwendet werden, wenn die Grenzwerte der Klärschlammverordnung eingehalten werden.

Innerhalb von 3 Jahren dürfen nicht mehr als 5 Tonnen Trockenmasse Klärschlamm je Hektar aufgebracht werden. Die Aufbringungsflächen sind spätestens 2 Wochen vor der Aufbringung beim Fachbereich Natur und Umwelt und parallel bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen anzuzeigen.
Nach der erfolgten Aufbringung ist eine Durchschrift des Lieferscheines beiden Behörden zuzuleiten.

Eine Aufbringung von Klärschlamm ist auf Flächen, die besonders schützenswert sind (z.B. Naturschutzgebiete, Wasserschutzgebiete, Naturdenkmäler, geschützte Landschaftsbestandteile oder gesetzlich geschützte Biotope) nicht erlaubt.
Ferner darf der Klärschlamm auf Gemüse- und Obstanbauflächen sowie auf Dauergrünlandflächen und forstwirtschaftlich genutzten Flächen nicht verwendet werden.

 

 


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