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Landes-Pflegegesetze

Landes-Pflegegesetze

Sämtliche Plätze im Sitzungssaal des Kreishauses waren am 21.01.2015 belegt, als die drei Referenten des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW, (kurz: MGEPA NRW genannt) Andreas Burkert, Dr. Dirk Kassen und Dirk Suchanek die Neuerungen der Landes-Pflegegesetze vorstellten. Im Publikum saßen neben den anwesenden Fachleuten aus sämtlichen Pflege- Beratung- und Betreuungsbereichen auch verantwortliche Politiker des Kreises und seiner Städte und Gemeinden.

"Der Mensch steht als Individuum im Mittelpunkt!" so lautet die Kernaussage der Referenten.

Das selbstbestimmte Leben in den eigenen Wänden im eigenen Wohnquartier soll künftig jedem Menschen auch noch ermöglicht werden, wenn er pflegebedürftig wird. Dabei sollen individuelle Wünsche mehr Berücksichtigung finden. Dies kann nur durch eine Vielfalt an Angeboten erreicht werden.

Angesichts der zunehmenden Anzahl pflegebedürftiger Menschen soll die Pflege durch Angehörige gefördert werden, indem u.a. weitere Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ergriffen werden.

Auch soll der Modernisierungsstau in Pflegeheimen durch eine gezielte öffentliche Subventionierung abgebaut werden, damit die Einzelzimmerquote in bestehenden Heimen bis zum 31.7.18 zu 80 % erreicht werden kann. In neuen Einrichtungen ist sie ohnehin bereits zu 100 % gefordert.

Mithilfe einer verbindlichen Bedarfsplanung, an der der Kreis Unna derzeit auf Hochtouren arbeitet, können künftig nicht notwendige Pflegeheime verhindert und alternative Angebote (z.B. Wohngemeinschaften, Service-Wohnen und Quartiersangebote) weiterentwickelt werden.

Regelungen für Wohngemeinschaften, die entweder selbstverantwortet sind oder durch einen Anbieter, meist ein Pflegedienst, betreut werden, wurden nun getroffen, um älteren Menschen größtmögliche Freiheit, aber auch Unterstützung und Schutz zu bieten.

Prüfungen von Pflegeeinrichtungen durch unterschiedliche Behörden können durch Abschluss von Vereinbarungen zusammengelegt werden. Dadurch wird Bürokratie abgebaut.

Nun gilt es, die neuen Regelungen umzusetzen. Nach dieser Auftaktveranstaltung werden sie im Netzwerk der Altenarbeit des Kreises Unna diskutiert und vertieft.

Begrüßung

Rüdiger Sparbrod, Dezernent Arbeit und Soziales, Jobcenter, Familie und Jugend, Kreis Unna (bis März 2015)

Der demographische Wandel ist nicht mehr aufzuhalten und es ist abzusehen,
dass die Ansprüche an die pflegerische Versorgung in den nächsten Jahren stetig
steigen werden. Das Land schafft mit der neuen Gesetzgebung die Rahmenbedingungen für die Entwicklung und Qualität der notwendigen Infrastruktur.

Begrüßung | Rüdiger Sparbrod (PDF)

  • Das neue WTG NRW (PDF)
    Dr. Dirk Kassen, Referat Wohn- und Teilhabegesetz, Qualitätssicherung in der Pflege, Pflegende Angehörige, MGEPA NRW

Auskunft

Weitere Informationen und Kontaktdaten

Hans Zakel (Sozialplaner)
Fon 0 23 03 / 27-11 61
Fax 0 23 03 / 27-22 96
hans.zakelkreis-unnade

Weitere Informationen und Kontaktdaten

Antje Meister
Fon 0 23 03 / 27-12 61
Fax 0 23 03 / 27-35 50
antje.meisterkreis-unnade