X
Radschnellweg RS1 Kopfzeile

Radschnellweg RS1

Radschnellweg RS1

Der Radschnellweg, kurz RS1, ist ein wesentlicher Bestandteil der vom Regionalverband Ruhr (RVR) beschlossenen Regionalen Radwegekonzeption. Er soll als erster Radschnellweg in Deutschland eine ganze Metropole durchziehen und das Angebot für den Alltagsverkehr, insbesondere zwischen den Kernstädten, erweitern. Neben der Bedeutung für die Alltagsmobilität steigert er die touristische Attraktivität der Region und soll gleichzeitig entlang eines "Innovationsbandes" auch einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region leisten.

Verlauf

Durch das Ruhrgebiet soll der Radschnellweg in der Hauptachse der Verkehrsnachfrage von West nach Ost verlaufen. Er beginnt dabei in Duisburg und endet in Hamm. Die lokalen und radtouristisch bedeutsamen Radwegenetze sollen mit dem RS1 verknüpft werden. Über leistungsstarke urbane Achsen sollen auch Städte angebunden, die nicht unmittelbar an der Trasse liegen.

Der Radschnellweg im Kreis Unna

Von der Stadtgrenze Dortmund/Unna in Dortmund-Wickede verläuft die RS1-Trassenplanung zunächst in Ost-West-Richtung parallel zur S-Bahn-Trasse und schafft eine hochwertige Direktverbindung. Gleichzeitig soll die Radwegeverbindung ins nördliche Kreisgebiet von Unna bis nach Hamm optimiert werden. Zwischen Kamen und Bergkamen verläuft die RS1-Trasse über die „Klöckner Bahn“. Diese Trasse ist schon heute ein wichtiges Element der Nahmobilität zwischen Bergkamen und Kamen. Hochwertige Anschlusswege, wie „Seseke-Weg“ oder „Kuhbach-Weg“ sollen dann die Innenstadtbereiche und umliegende Ortsteile verbinden. Für Pendler ist der Bahnhof Kamen ein besonders wichtiger Verkehrsknotenpunkt.  In Bergkamen-Rünthe wird eine neue Brücke über den Datteln-Hamm-Kanal geplant. Im weiteren Verlauf nutzt die RS1-Trasse die zum Teil schon gut ausgebauten Kanaluferwege bis nach Hamm. Eine neue Fahrradbrücke bindet später die Innenstadt und den Bahnhof an.

Besonderheiten

Um besonders für Berufspendler ein attraktives Angebot zur Verlagerung vom PKW zum Rad zu schaffen, weist die Radverkehrsinfrastruktur eine durchgängig hohe Qualität auf. Radschnellwege sind mit Bevorrechtigung ausgestaltet und verfügen über planfreie Querungen, signalgeregelte Knoten und Vorfahrtsregelungen. Auf den verschiedenen interkommunalen Verbindungen kann später die Fahrzeit mit dem Fahrrad um etwa ein Drittel reduziert werden.

Das Fahrradverleihsystem an den Radstationen des Kreises Unna bietet konventionelle Fahrräder sowie Pedelecs für eine intermodale Vernetzung an. Das zunehmende Angebot von Pedelecs steigert die Fahrradnutzung für weitere Entfernungen. 

Collageartig verdichtete Illustration typischer Streckenabschnitte des RS1

Derzeitiger Stand

Der RVR hat zum RS1 im Jahr 2011 eine Konzeptstudie erstellen lassen, die die
grundsätzliche Durchführbarkeit einer Radschnellverbindung für den Alltagsverkehr
zwischen Duisburg und Hamm belegt hat. Auf Basis der Konzeptstudie hat der RVR eine Förderzusage zu einer umfassenden Machbarkeitsstudie erhalten, welche mittlerweile ebenfalls vorliegt. Die Trassenführung ist dem o.a. Plan zu entnehmen. Der neu ausgebaute, am Tierheim in Unna beginnende Alleenradweg wird ein wichtiger Zubringer zum RS 1 sein. Noch in diesem Jahr sollen Planungsaufträge für die anschließende bauliche Realisierung einzelner Abschnitte - auch auf dem Gebiet des Kreises Unna - vergeben werden.

Alle Informationen werden - stets aktualisiert - auf der folgenden Website angeboten: http://www.rs1.ruhr