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Mobbing

Mobbing

Beim Thema „Gewalt an Schulen" denken wir in der Regel zunächst an schwere körperliche Gewalttaten, über die in den Medien ausführlich berichtet wird. Die alltägliche Gewalt des Mobbings findet dagegen weitaus seltener öffentliche Beachtung.

Im Gegensatz zur geringen öffentlichen Aufmerksamkeit ist Mobbing ein sehr weit verbreitetes Problem und fügt den Opfern zum Teil erhebliche seelische Verletzungen zu. Bis zu 500.000 Kinder und Jugendliche, so wird geschätzt, werden einmal pro Woche Opfer einer Mobbing-Attacke.

Was unterscheidet Mobbing von ganz normalen Streitigkeiten?

Es gibt vier Kennzeichen von Mobbing, die es von anderen Konfliktarten unterscheiden

  • Kräfteungleichgewicht
    Das Opfer steht einem bis mehreren Tätern (die körperlich bzw. seelisch überlegen sind) und deren Mitläufern alleine gegenüber.
  • Häufigkeit
    Mobbing-Attacken kommen mindestens einmal pro Woche vor.
  • Dauer
    Die Mobbing-Attacken erfolgen über einen längeren Zeitraum (Wochen oder Monate). Ein Streit, der erst seit einer Woche besteht, ist also kein Mobbing.
  • Hilflosigkeit
    Das Opfer ist aus eigener Kraft nicht in der Lage, das Mobbing zu beenden.

Mobbing-Opfer vertrauen sich nur selten ihren Eltern oder Lehrern an. Sie schämen sich oder haben Angst, dass sie nach einer Offenlegung noch stärkeren Repressalien ausgesetzt sein werden. So dauert ihre Leidenszeit mitunter mehrere Jahre lang an.

Für Eltern und Lehrer gibt es aber zahlreiche beobachtbare Verhaltensänderungen, die als Hinweise auf Mobbing* gelten können.

Die schulpsychologische Beratungsstelle unterstützt Schulen und einzelne Lehrkräfte bei der Umsetzung von Konzepten gegen Mobbing. Bei Interventionen im Einzelfall stehen der Opferschutz und die anschließende Auflösung der sozialen Mobbing-Struktur im Vordergrund. Dazu arbeiten wir mit der Lehrkraft und gegebenenfalls den Eltern zusammen. 

* Wörtlich bzw. sinngemäß zitiert aus: Jannan, Mustafa (2008): Das Anti-Mobbing-Buch, Beltz Verlag 


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