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Unfallhäufungsstellen

Unfallhäufungsstellen

Unter Unfallhäufungsstellen sind die von der Kreispolizeibehörde Unna ermittelten und dem  Fachbereich Straßenverkehr des Kreises Unna formell gemeldeten Einmündungen und Knotenpunkte (Unfallhäufungsstellen) und Straßenstrecken (Unfallhäufungsstrecken) zu verstehen, bei denen die jeweils zur Feststellung als Unfallhäufungsstelle landesrechtlich vorgegebenen Richtwerte erreicht oder überschritten werden und bei denen nichtangepasste Geschwindigkeiten bei der Unfallentwicklung mitgewirkt haben können.

Die Kreispolizeibehörde ist „Herr der Unfalldaten“ und führt auf der Grundlage der Verkehrsunfallanzeigen sogenannte elektronische Unfalltypen-Steckkarten. Sie beobachtet laufend die Unfalltypen- und Unfallentwicklung und stellt fest, ob sich Unfälle (nach Unfalltyp- und -schwere) auf einen Knotenpunkt oder einer Straßenstrecke häufen.

Unfallhäufungsstellen meldet die Kreispolizeibehörde  dem Fachbereich Straßenverkehr des Kreises Unna. Haben nach Feststellung der Unfallkommission nichtangepasste Geschwindigkeiten bei der Unfallentwicklung mitgewirkt, wird die gemeldete Unfallhäufungsstelle mit der Meldung in die Messstellenliste aufgenommen.

Mit der Aufnahme der Unfallhäufungsstelle in das Messsystem erfolgt durch den Kreis Unna nach vorheriger Abstimmung mit der Kreispolizeibehörde die Festlegung der konkreten Messstellen und -richtungen.

Die Geschwindigkeitsüberwachungsmaßnahmen werden stets geprüft und neu bewertet, sobald ein Knotenpunkt oder eine Straßenstrecke aufgrund baulicher oder straßenverkehrsrechtlicher Maßnahmen (z.B. Lichtsignalanlage) die Eigenschaft als Unfallhäufungsstelle verliert. Eine Überprüfung ist ebenfalls erforderlich, wenn der Fachbereich Straßenverkehr des Kreises Unna in Abstimmung mit der Kreispolizeibehörde weitere Messungen aufgrund der tatsächlichen Unfallentwicklung in einem angemessenen Beobachtungszeitraum nicht für erforderlich hält.

b. Schutzwürdige Bereiche    

Schutzwürdige Bereiche sind Streckenabschnitte, auf denen eine erhöhte Unfallgefahr angenommen werden muss. Dies ist z.B. der Fall, wenn sich in unmittelbarer Nähe Kindergärten, Schulen, Spielplätze, Seniorenheime oder andere Objekte für ähnlich schutzbedürftige Personen befinden. Auch Bus- und Schulbushaltestellen sowie Schulwege, die ein Queren der Fahrbahnen erfordern, sind als schutzwürdige Bereiche zu verstehen. Ebenso zählen hierzu Knotenpunkte, Einmündungsbereiche oder Streckenabschnitte, auf denen die Polizei Unfallauffälligkeiten festgestellt hat, auch wenn diese noch nicht zu einer Feststellung als Unfallhäufungsstelle (siehe a.) geführt haben.
Die an schutzwürdigen Bereichen erforderlichen Messstellen werden im Benehmen mit der Kreispolizeibehörde unter Berücksichtigung der Verkehrsverhältnisse festgelegt. Nutzungszeiten von schutzwürdigen Bereichen (z.B. Öffnungszeit von Kindergarten oder Schule) werden ebenso berücksichtigt.

c. Stellen, an denen überdurchschnittlich häufig zu schnell gefahren wird

Sofern neutrale Messungen ergeben, dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit an einem Streckenabschnitt oberhalb einer Toleranz von 8 km/h von mehr als 15 % der Verkehrsteilnehmenden und damit überdurchschnittlich häufig überschritten wird, werden an dieser Stelle mobile Geschwindigkeitsüberwachungen durchgeführt. Es obliegt hier vorrangig den jeweils zuständigen Straßenverkehrsbehörden (mittlere und große kreisangehörige Städte, Kreis für die kleinen kreisangehörige Kommunen, die zunächst die erforderlichen  neutralen Messungen durchzuführen).


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