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Mobile Messanlagen

Mobile Messanlagen

Zur mobilen Geschwindigkeitsüberwachung setzt der Kreis Unna folgende Messsysteme ein:

  • zwei mit je einem Verkehrsradargerät des Typs SpeedoPhot S der Firma Robot Visual Systems im Front- und Heckbereich ausgestattete Messfahrzeuge
  • ein Messfahrzeug mit einem Lasermesssystem des Typs Leivtec XV3 der Firma Leivtec Verkehrstechnik

Die Messsysteme sind an allen Wochentagen im Durchschnitt - ohne Rüstzeiten, wie z.B. Anfahrt - 30 Stunden pro Woche im Einsatz (davon ein Fahrzeug im eingeschränkten „Schichtdienst“).

SpeedoPhot S

Der Begriff „RADAR“ ist eine Abkürzung. Er ergibt sich aus dem englischen Ausdruck „Radio Detection And Ranging“ (Funkortung und Entfernungsbestimmung).

Die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Fahrzeuge wird mit einem scharf gebündelten Radarstrahl nach dem „Dopplerprinzip“ gemessen. Unter dem Begriff „Dopplerradar“ versteht man eine elektromagnetische Hochfrequenzstrahlung im Gigahertz-Bereich in Verbindung mit dem durch den österreichischen Physiker Christian Doppler im 18. Jahrhundert festgestellten Effekt der Frequenzveränderung bei Bewegung von Sender oder Empfänger bzw. bei kombinierten Sende-/Empfangsanlagen bei Bewegung eines Reflektors. Verkehrsradarantennen erzeugen in einem Hohlraumresonator eine konstante elektromagnetische Oszillation. Ein Teil dieser schwingenden Energie wird über eine Schlitzantenne abgestrahlt. Der gebündelte Radarstrahl wird vom vorbeifahrenden Fahrzeug reflektiert, in die Antenne zurückgesendet und dort mit der Grundschwingung des Oszillators verglichen. Die hierbei festgestellten Unterschiede entsprechen der Dopplerfrequenz, die zur Geschwindigkeit proportional ist. Dementsprechend ergibt sich die gemessene Geschwindigkeit des vorbeifahrenden Fahrzeuges aus der Höhe der Frequenzverschiebung der gesendeten und empfangenen Frequenz. Eine genaue Zuordnung des Messergebnisses zum gemessenen Fahrzeug ist gewährleistet.

Die Fotoauslösung erfolgt, wenn aus einer ausreichenden Anzahl von Dopplerperioden ein Messwert gebildet wird, der dem eingestellten Grenzwert entspricht oder diesen überschreitet. Automatisch werden dann alle für die Ahndung des Vorganges relevanten Daten in das Foto eingeblendet.

Leivtec XV 3

Das seit Ende 2013 im Kreis Unna eingesetzte Messsystem in zukunftsfähiger Digitaltechnik besteht aus einer Kombination von Infrarot-Geschwindigkeitsmesstechnik mit einer sehr hochwertigen Leica-Technologie, die keines Festeinbaus in das Messfahrzeug bedarf. Es ist schnell einsatzfähig zu machen. Dann kann sowohl vom Inneren eines Messfahrzeuges durch Seiten-, Heck- oder Frontscheibe aus als auch abgesetzt vom Fahrzeug von einem Stativ aus gemessen werden. Letzteres ermöglicht mit einer über WLAN operierenden Funkübertragung der Messvorgänge und -bilder ein Aufstellen des Messsystems an Orten, an denen ein Messfahrzeug keinen Platz fände.

Die Messung findet in einem Entfernungsbereich von etwa 50 – 20 m statt. Das System weist eine sehr hohe Verwertbarkeit der Messbilder auf, weil es nur diejenigen abspeichert, die den bei der Zulassung durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt definierten technischen Vorgaben genügen. Alle anderen Fälle verwirft es automatisch. Bei vorschriftsmäßiger Handhabung lässt es keine fehlerhaften Messergebnisse zu. Das Messsystem beinhaltet eine beweissichere digitale Dokumentation der festgestellten Verstöße sowie eine fälschungssichere Signaturprüfung. Sowohl in der Fach- als auch in der Boulevardpresse wird das System Leivtec V3 als das derzeit beweissicherste Messsystem in Deutschland bezeichnet.


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