Hermann Stenner

Hermann Stenner

HERMANN STENNER UND SEINE LEHRER

Werke aus der Sammlung Bunte

5. September 2021 bis 27. Februar 2022

Der ostwestfälische Künstler Hermann Stenner (1891 - 1914) hinterließ trotz kurzer Studien- und Schaffenszeit ein beeindruckendes Werk, in der er sich vom späten Impressionismus über einen stark-farbigen Expressionismus bis zu einem abstrahierten Bildaufbau entwickelte.

Neben zahlreichen Stenner-Werken zeigt das Museum Haus Opherdicke auch ausgewählte Arbeiten seiner Lehrer Hans von Hayek, Ludwig Dill, Christian Landenberger und Adolf Hölzel, die ihren Einfluss auf den jungen Künstler verdeutlichen.

Zu Lebzeiten gehörte Hermann Stenner zu den herausragenden Talenten nach der Jahrhundertwende und wurde früh zu dem bedeutenden Kreis der modernen und avantgardistischen Kunst aufgenommen.

Nach seiner Studienzeit an der Akademie der Bildenden Künste in München studierte er ab 1910 an der Stuttgarter Akademie, zuerst bei Christian Landenberger und anschließend bei Adolf Hölzel weiter. Er war Teil des Stuttgarter Schülerzirkels und wurde zum Meisterschüler Adolf Hölzels ernannt.

Stenners erste Schritte
Dass Hermann Stenner von Kindesbeinen an im väterlichen Malereibetrieb die handwerklichen Grundlagen der Malerei kennenlernte, ebnete ihm zügig und frühzeitig den Weg in die Kunst: Aufgrund seiner besonderen künstlerischen Begabung konnte er bereits als 18-Jähriger zur Aufnahmeprüfung an der Münchner Kunstakademie antreten.

Schon in seinen frühen Gemälden wie dem Selbstbildnis in grünen Farbtönen von 1909 zeigt sich sein unmittelbarer Zugriff auf die Farbe nicht nur in der Darstellungsweise, sondern auch in der plastisch-körperlichen Durchformung des Farbmediums. Vom ersten Moment an ist sein Pinselduktus kraftvoll und durch seine individuelle Pinselführung wie ein künstlerischer Fingerabdruck bestimmt.

Seine überragenden koloristischen Fähigkeiten entfaltet Stenner in figürlichen Darstellungen mit einer zunehmend virtuosen Leichtigkeit, so etwa im Selbstbildnis mit hohem Hut und Zigarette von 1910, in dem sich die farbgesättigten Pinselzüge scheinbar wie von selbst rhythmisch auf der Leinwand bewegen zu scheinen.

Fünf Jahre für ein Lebenswerk
Hermann Stenner waren nicht mehr als fünf Jahre vergönnt, um ein fulminantes Lebenswerk von rund 300 Gemälden und mehr als 1.500 Arbeiten auf Papier zu hinterlassen. Dass ein Großteil dieser Werke nach Hermann Stenners Tod erhalten blieb und zwei Weltkriege überstand, ist nicht zuletzt dem Einsatz seiner Stuttgarter Lehrer, Freunde und Künstlerkollegen zu verdanken, darunter Adolf Hölzel, Johannes Itten oder Hans Hildebrandt.

In der Obhut seiner Familie überdauerte ein Großteil des Nachlasses auf dem Dachboden des Elternhauses in Bielefeld dann die widrigen Zeiten bis zu Stenners Wiederentdeckung.

Emphatisch bekannte sich Willi Baumeister, Künstlerkollege und später Professor an der Stuttgarter Kunstakademie, zu seinem verstorbenen Künstlerfreund Stenner: „Seine Kunst war ein großes Aufblühen ohne Hemmung und Unterbrechung. […] Hermann Stenner wäre einer der besten Maler Deutschlands geworden, wenn nicht der sinnlose, verbrecherische Krieg seine Opfer geholt hätte.“

5. September 2021, Eröffnungstag der Ausstellung
13-16 Uhr, in der Ausstellung
Kunstexpertinnen beantworten Ihre Fragen

10. September 2021
18-21 Ohr, Eintritt frei
KunstOrtUnna-Wochenende: weitere Informationen zu RESET finden Sie hier.
Eine digitale Broschüre für das diesjährige KunstOrtUnna 2021: RESET mit Informationen zu den 23 KunstOrten und deren Ausstellungen, eine Karte mit einem Überblick der Standorte und Veranstaltungen finden Sie hier.

11. September 2021, 11–18 Uhr
KunstOrtUnna-Wochenende, Eintritt frei, RESET Broschüre
13-16 Uhr, in der Ausstellung
Kunstexpertinnen beantworten Ihre Fragen

12. September 2021, 11–18 Uhr
KunstOrtUnna-Wochenende, Eintritt frei, RESET Broschüre
13-16 Uhr, in der Ausstellung
Kunstexpertinnen beantworten Ihre Fragen

3. Oktober 2021, 15 Uhr, in der Ausstelung
Kuratorenführung mit Sally Müller und Arne Reimann

14. Oktober 2021, 14.30 - 15.30 Uhr
Hermann Stenner und seine Lehrer: Stadtansichten und Landschaftsmalerei, Donnerstagsführungen mit Petra Mecklenbrauck

7. November 2021, 15 Uhr, in der Ausstellung
Sammlergespräch zwischen Hermann Josef Bunte und den Kuratoren Sally Müller und Arne Reimann

11. November .2021, 14.30 - 15.30 Uhr
Hermann Stenner und das Porträt, Donnerstagsführungen mit Petra Mecklenbrauck

28. November 2021, 15 Uhr, in der Ausstellung   
Götz Keitel – Der private Hermann Stenner, Dialogführung mit Sally Müller und Arne Reimann

9. Dezember 2021, 14.30 - 15.30 Uhr
"Wie beeinflussten Hayek, Dill, Landenberger und Hölzel Hermann Stenner?", Donnerstagsführungen mit Petra Mecklenbrauck

11. Januar 2022, 14.30 - 17 Uhr
Seniorennachmittag mit Petra Mecklenbrauck. Um Voranmeldung an der Museumskasse wird gebeten. 

13. Januar 2022, 14.30 - 15.30 Uhr
Der Hölzel-Kreis und seine Kunsttheorie, Donnerstagsführungen mit Petra Mecklenbrauck

10.Februar 2022, 14.30 - 15.30 Uhr
Religiöse Themen bei Hermann Stenner und Adolf Hölzel, Donnerstagsführungen mit Petra Mecklenbrauck

13. Februar 2022, 15 Uhr, in der Ausstellung
Valentin Saile –  Hermann Stenner im Spiegel seines Lehrers Adolf Hölzel, Dialogführung mit Sally Müller und Arne Reimann

Farbflecken – Kinder bis Klasse 5
Hermann Stenner hat sich in nur fünf Jahren künstlerisch unheimlich entwickelt und dabei in verschiedenen Stilen gearbeitet. Aber eins sticht in allen Phasen ins Auge: sein großes Talent für die Farbe. An verschiedenen Beispielen entdecken wir, welch unterschiedliche Möglichkeiten Farbe bietet. Sie kann einen Gegenstand beschreiben, aber auch Stimmungen und Gefühle ausdrücken. Dabei ist es auch wichtig, welche Farben man kombiniert, und wie viel Fläche sie im Bild einnehmen. In manchen von Stenners Bildern herrscht eine Farbe vor, manchmal setzt er auf die Wirkung von Kontrasten, und andere Gemälde bestehen aus fröhlichen kleinen Tupfen. Unsere Eindrücke und Erkenntnisse wandeln wir mit Acryl und Gouache in eigene leuchtende Bilder um.

Bilder bauen – Klasse 5 bis 13
Hermann Stenner hat in seiner Ausbildung als Maler verschiedene Lehrer gehabt. Von jedem hat er etwas anderes gelernt und in seine eigene Kunst übernommen. Im Unterricht bei Adolf Hölzel ging es zum Beispiel darum, Bilder bewusst zu konstruieren. Dabei half die Verwendung von Konstruktionslinien, bestimmten Maßverhältnissen wie dem Goldenen Schnitt und geometrischen Formen. Aber auch die Beschäftigung mit Farbtheorien und ihren Aussagen zu Harmonien und Kontrasten. In unserer Ausstellung können wir eine Vorzeichnung von Hölzel mit dem farbigen Ölbild vergleichen, und auch gut erkennen, wie sich Hermann Stenner das Erlernte zu Nutze gemacht hat. Wir vollziehen die einzelnen Schritte nach, indem wir mit einer Zeichnung beginnen und sie dann schrittweise zu einem farbigen Werk ausbauen

Die Einheiten dauern jeweils 2,5 Stunden. Terminvereinbarungen sind ab November möglich.
Ansprechpartnerin: Anke Bäätjer

Kurzlink
https://www.kreis-unna.de/x/b2C-c1fff

Auskunft

HAUS OPHERDICKE
Dorfstraße 29
59439 Holzwickede
Fon 0 23 03 / 27-50 41 (Besucherservice Museum)
Fon 0 23 03 / 27-55 41 (Bistro)
Fon 0 23 03 / 27-77 77 (Vermietungen)
Fon 01 71 / 7 44 78 53 (Hausmeister)
Mail: haus-opherdicke@kreis-unna.de

Öffnungszeiten MUSEUM während der Ausstellungen
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen
10.30 bis 17.30 Uhr

Öffentliche Führungen Ausstellung
Sonntag und Feiertag | 11.30 Uhr | 14.30 Uhr

Eine Einführung in die Ausstellung findet als Video im Medienraum des Museums statt.

Öffentliche Führungen Skulpturenpark
Sonntag und Feiertag | 13.00 Uhr

Gruppenführungen
nach Vereinbarung

 

RKM Logo

 

Eintritt MUSEUM
4 Euro | ermäßigt 3 Euro
Familienkarte 8 Euro
Kinder unter 14 Jahren frei
Jahreskarte 20 Euro
Gruppen ab 10 Personen zahlen den ermäßigten Eintritt.

Museumsshop
in den Öffnungszeiten MUSEUM

 

Öffnungszeiten BISTRO
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen
11.00 - 17.30 Uhr 
Montag Ruhetag

 

Eine Übersicht:

Im Handel zu haben:

Die Geschichte des Hauses Opherdicke von den Anfängen bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts | Josef Börste | Kreis Unna | 2014 | ISBN 978-3-924210-55-7 | 9,50 Euro

KreisSportBund Unna e.V.

Der KreisSportBund Unna e.V. hat im ehemaligen Gästehaus seinen Sitz. www.ksb-unna.de