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Lippeverband veröffentlicht Statistik - Extrem nasser Februar

Der meteorologische Winter endete gestern und eins steht fest: Er war überdurchschnittlich nass. Im Februar fielen allein im Lippegebiet 74 Prozent mehr Niederschlag als in einem durchschnittlichen Februar. Im Emschergebiet waren es sogar 79 Prozent mehr.

Der abgelaufene Monat zeichnete sich durch mehrfache krasse Wechsel zwischen mild und feucht einerseits, frostig und trocken andererseits aus. Dies summierte sich auf durchschnittlich 92 Liter Niederschlag an der Lippe und rund 100 Liter pro Quadratmeter an der Emscher. Knapp über 50 Liter sind im langjährigen Durchschnitt „normal“.

Niederschlagsmenge fast rekordverdächtig

Weil schon der Januar mit plus 48 Prozent gegenüber dem üblichen Niederschlag an der Emscher und plus 56 Prozent an der Lippe überaus feucht war, stellt sich auch der gesamte Winter zu nass dar: Mit 252 Litern pro Quadratmeter (+29 Prozent gegenüber einem Durchschnittsjahr) an der Emscher, 231 Litern (+25 Prozent) an der Lippe ist der gesamte gefallene Niederschlag von Anfang Dezember bis Ende Februar - die Zeitspanne des meteorologischen Winters - zwar nicht rekordverdächtig, aber hoch.

Daran kann auch der relativ trockene Dezember 2015 (-29 Prozent des langjährigen Niederschlags an der Emscher, -44 Prozent an der Lippe) nicht viel ändern.

Den nassesten Winter an der Lippe gab es 1948

Werden also unsere Winter immer nasser? Jein, sagt der Lippeverband. Zwar deutet vieles darauf hin, dass auch in dieser Hinsicht der Klimawandel unsere Region erreicht hat. Doch der bisher nasseste Winter an der Emscher war 1995 mit einer Niederschlagssumme von 369 Litern. An der Lippe wurden maximal 349 Liter im Jahr 1948 erreicht.
- Lippeverband -

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