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Vor der Reise nicht vergessen - Sicherheits-Check auch für Arznei

Der Spätsommer ist eine beliebte Reisezeit. Wer auf Medikamente angewiesen ist, sollte beachten, dass auch Tabletten, Säfte und Salben durch den Sicherheits-Check am Flughafen müssen. Je nach Reiseland gelten spezielle Zollbestimmungen.

„Um Probleme möglichst zu vermeiden, sollte man sich vom Arzt eine Bescheinigung in deutscher und für Reisen ins Ausland mindestens auch in englischer Sprache ausstellen lassen“, rät Amtsapothekerin Birgit Habbes. Zudem sollte die Originalpackung mit Beipackzettel mitgenommen werden, damit die Präparate bei der Kontrolle leichter identifiziert werden können.

Mit Verspätungen und Gepäckproblemen rechnen

Reisende, die täglich Arzneimittel einnehmen müssen, sollten auch Flugverspätungen und Gepäckprobleme einkalkulieren. Die Amtsapothekerin empfiehlt deshalb, eine zusätzliche Ration mit ins Handgepäck zu nehmen, um im Notfall einige Tage überbrücken zu können.

Außerdem sollten sich Reisende über Zollbestimmungen im Reiseland informieren. „Das gilt besonders für chronisch Kranke, die auf verschreibungspflichtige Medikamente angewiesen sind. Einige Arzneimittel fallen zudem unter das Betäubungsmittelgesetz, eine ärztliche Bescheinigung ist damit Pflicht“, so die Fachfrau weiter.

Zeitverschiebung bedenken

Doch nicht nur die Zollbestimmungen müssen für Arzneimittel beachtet werden, sondern auch die Zeitverschiebung. „Medikamente wirken nur dann optimal, wenn sie im vorgesehenen Rhythmus eingenommen werden. Schon ab zwei Stunden Verschiebung muss dieser Rhythmus entsprechend angepasst werden“, erklärt Habbes.
- PK -

Weitere Informationen zum Thema gibt es auf der Internetseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte: www.bfarm.de.

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