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Auch Putzmittel betroffen - Neue Symbole für schadstoffhaltige Produkte

Die Abfallberatung der GWA (Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft mbH) weist darauf hin, dass alle Reste schadstoffhaltiger Produkte nicht über die normale Hausmüllabfuhr entsorgt werden dürfen, sondern gesondert entsorgt werden müssen.

Die Vereinten Nationen haben ein System zur Kennzeichnung chemischer Stoffe und Gemische festgelegt, das durch das Global Harmonisierte System (GHS) weltweit vereinheitlicht werden soll.

Verbraucher sollen Gefahren leichter erkennen

Die neuen Symbole sollen es dem Verbraucher leichter machen, Gefahren, die von entsprechend gekennzeichneten Produkten ausgehen, schneller und besser zu erkennen. „So gibt es neu ein Ausrufezeichen, dass zum Beispiel bedeutet: Achtung, das Mittel kann die Augen reizen“, sagt Abfallberaterin Regine Hees. Insgesamt gibt es neun Symbole.

Die Symbole gelten bereits seit 2010 für Produkte mit nur einem Inhaltsstoff, seit dem 1. Juni 2015 sind die Warnzeichen auch Pflicht für alle anderen Produkte wie Wasch- und Reinigungsmittel, Farben und Lacke sowie für Kraft- und Klebstoff.

Alte Produkte können orangefarbene Warnzeichen tragen

Vor dem Stichtag hergestellte und noch im Handel befindliche Produkte können noch die alten orange-farbenen Warnzeichen tragen. Die neuen Gefahrensymbole haben zwar ihre quadratische Form behalten, sind nun aber schwarz auf einem weißen Hintergrund, rot umrandet und stehen auf einer Spitze.

Als Verbraucher sollte man sich mit den Symbolen vertraut machen. Dabei helfen auch Erläuterungen, die neben den Signalen stehen wie z. B. „Verursacht Hautreizungen“. Durch das Signalwort „Gefahr“ wird auf höhere Risiken hingewiesen, „Achtung“ deutet auf niedrigere Risiken hin. Alle Warnhinweise beziehen sich immer auf das unverdünnte Produkt.

Schadstolle zum Wertstoffhof oder Umweltbrummi bringen

Für eine fachgerechte Entsorgung von Schadstoffen jedweder Art und Kennzeichnung stehen die nächst gelegenen stationären GWA-Schadstoffannahmestellen in Bergkamen, Bönen, Fröndenberg-Ostbüren, Kamen-Heeren-Werve, Holzwickede, Lünen und in Schwerte zur Verfügung. Alternativ können die Schadstoffe auch am Umweltbrummi abgegeben werden (Termine sind dem Abfallkalender oder der Tagespresse zu entnehmen).

Weitere Infos gibt es unter der gebührenfreien Service-Nummer der GWA-Abfallberatung 0 800 400 1 400.
- GWA -

 

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