Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Barrierefreier Tourismus

Kultur und Sport, Musik und Theater - der Kreis Unna bietet viele touristische Anziehungspunkte. Doch sind diese auch für Menschen mit Behinderung erreichbar? Viele sind vorbildlich, es gibt aber auch Verbesserungspotenzial.

In ihrer Projektarbeit haben sechs Studierende der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung, Abteilung Gelsenkirchen (Außenstelle Dortmund), den Tourismus im Kreis Unna im Hinblick auf die Barrierefreiheit genau unter die Lupe genommen. Herausgekommen ist ein differenziertes Bild. Neben wahren Musterbeispielen in Sachen Barrierefreiheit wie beispielsweise die Attraktionen Heinz-Hilpert-Theater und Seepark in Lünen besteht andernorts Nachholbedarf.

So sind barrierefreie Wanderwege Mangelware. Ein Dilemma, wie Jutta Pauels aus der Stabsstelle Planung und Mobilität beim Kreis erläutert: „Sie lassen sich besser vermarkten, je naturbelassener sie bleiben.“  

Doch die Studenten mahnen, Menschen mit Handicap als Zielgruppe nicht aus den Augen zu lassen. Denn, so schreiben sie in ihrer Arbeit: „Als Wirtschaftsfaktor bieten Touristen mit Behinderungen neue Perspektiven.“ Sie reisten weitestgehend saisonunabhängig, die durchschnittliche Reisedauer sei länger, und sie wählten ihre Ziele häufiger in Deutschland.

Der Kreis wird die Projektarbeit nun im Arbeitskreis Tourismus vorstellen, in dem die einzelnen Städte und Gemeinden vertreten sind. Außerdem wird sie dem Fachbeirat Inklusion vorgelegt. – Birgit Kalle –

Blick in die Presse