Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Brabant-Ausstellung endet

Heinrich Ehmsen - See in Dalmatien

Wer die aktuelle Ausstellung „Zwischen Passion und Kalkül“ des Kreises Unna auf Haus Opherdicke noch sehen möchte, sollte sich sputen. Die Werke der Sammlung Brabant sind nur noch bis zum 17. August dort zu sehen. In einer Auswahl von 100 Exponaten zeigt der Kreis Unna in den Galerieräumen des Ausstellungshauses beeindruckende Arbeiten zur Kunstströmung der Neuen Sachlichkeit und dem daraus folgenden Kritischen Realismus.

Mit der Präsentation der Kunstwerke erfüllte sich ein lange gehegter Wunsch des Wiesbadener Sammlers Frank Brabant. „Auch uns war es ein besonderes Anliegen, das Thema der Neuen Sachlichkeit noch im Jahr 2014 zu bearbeiten, in dem wir aus einem Abstand von 100 Jahren auf den Ausbruch des Ersten Weltkrieges zurückblicken“, so Thomas Hengstenberg, der Leiter des Fachbereichs Kultur beim Kreis. „Aus den traumatisierenden Erfahrungen dieses Krieges ist diese ebenso kritische wie nüchterne Kunstrichtung entstanden, die 1933 mit der Machtergreifung durch die Nationalsozialis-ten ihr Ende fand“, fügt der Ausstellungsmacher hinzu.

Der Begriff „Neue Sachlichkeit“ wurde 1925 durch Gustav Friedrich Hartlaub, Direktor der Städtischen Kunsthalle Mannheim, für eine bedeutende Ausstellung gleichen Titels eingeführt. Es handelt sich hierbei um eine Kunst, deren Schwerpunkt in der Zeit der Weimarer Republik liegt und die mit ihrer klaren, schlichten Formensprache, dem strengen Bildaufbau sowie einer möglichst wirklichkeitsge-treuen Wiedergabe der Realität als Gegenbewegung zum Expressionismus betrachtet wird.

Die Schau auf Haus Opherdicke, Dorfstraße 29 in Holzwickede ist dienstags bis sonntags von 10.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt in die Ausstellung beträgt für Erwachsene 4 Euro, ermäßigt 3 Euro.
– Sigrid Zielke, M.A. –

Blick in die Presse