Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Kreis zeigt Arbeiten von Oskar Kurt Döbrich - Das Leben als Wanderung

Mit mehr als 120 Arbeiten rücken die Ausstellungsmacher des Kreises auf Haus Opherdicke den Maler, Zeichner und Grafiker Oskar Kurt Döbrich in den Blickpunkt. Die Ausstellung ist ab 8. März bis zum 28. Juni zu sehen.

Der Künstler gehört zu der Generation, deren Entwicklung durch die Nationalsozialisten nachhaltig beeinträchtigt war. Döbrich (1911-1970) studierte von 1933-1937 an der Staatlichen Kunstakademie in Berlin und examinierte dort mit Auszeichnung im Fach Grafik.

Döbrich setzte sich vielfach mit den Techniken der Alten Meister, insbesondere mit der Radierung, sowie den Zeichnern der Romantik auseinander. Diese künstlerische Prägung blieb auch in seinen späteren Werken deutlich erkennbar. Unter dem Einfluss der stilistischen Bandbreite vor allem der 1920er und 1930er Jahre experimentierte Döbrich technisch wie auch motivisch sehr stark.

Mehr Realist als Visionär, legte der Künstler 1937 die Prüfung zum künstlerischen Lehramt an höheren Schulen ab. Von 1940-1945 war er Soldat in Polen und Russland. Nach schwerer Verwundung und Kriegsgefangenschaft kehrte er schließlich in die Heimat zurück. Nach dem Krieg bis zu seinem Tod 1970 als Lehrer tätig, wurde er von seinen Schülern für seine unkonventionelle Art hoch geschätzt. Auch in seinem künstlerischen Schaffen folgte Oskar Kurt Döbrich seiner inneren Überzeugung.
- Sigrid Zielke-Hengstenberg M.A. -

 

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