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Geplantes Gewerbegebiet - Archäologische Untersuchungen des LWL

Erste archäologische Untersuchungen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) im Fröndenberger Schürenfeld sind abgeschlossen, sodass die Planungen für das Gewerbegebiet an der B233 fortgesetzt werden können.

Im vergangenen Jahr hatten die Fachleute der Außenstelle Olpe der LWL-Archäologie für Westfalen bei Geländebegehungen erste Anhaltspunkte dafür entdeckt, dass auf der Fläche des an der Unnaer Straße geplanten Gewerbegebietes „Schürenfeld“ bereits vor Christi Geburt Menschen gesiedelt hatten. Jetzt haben umfassende archäologische Untersuchungen Gewissheit gebracht.

Mehr als 2.000 Jahre alte Siedlungsspuren

Dokumentieren konnten die Archäologen Spuren von Pfosten, die als hellgraue Verfärbungen in der Erde erhalten blieben. Diese Pfosten haben einstmals Häuser getragen, in denen Menschen und Tiere unter einem Dach lebten. Zu den weiteren Funden gehören Gruben, in denen die Bewohner der Siedlung vor mehr als 2.000 Jahren ihren Alltagsmüll entsorgten: zerbrochene Keramik, die für den täglichen Gebrauch bestimmt war, Speiseabfälle, ausgediente Werkzeuge und vieles mehr.

„Wir haben damit jetzt erstmals Nachweise für eine größere Ansiedlung der Eisenzeit in der Region nördliches Sauerland/Übergang zum Hellweg“, betont Prof. Dr. Michael Baales, Leiter der Außenstelle Olpe der LWL-Archäologie für Westfalen.

Stadt Fröndenberg und WFG planen nächste Schritte

Die Wirtschaftsförderung des Kreises Unna bereitet derweil mit der Stadt Fröndenberg das Bebauungsplanverfahren vor. Parallel dazu erfolgt der Grunderwerb. Mit den ersten Erschließungsarbeiten ist dann ab 2017 zu rechnen. „Wir freuen uns, dass wir jetzt, nach Abschluss der archäologischen Untersuchungen, mit der weiteren Planung fortfahren und unseren selbstgesteckten Zeitplan einhalten können“, betont WFG-Geschäftsführer Dr. Michael Dannebom. An der B 233 soll auf einer Fläche von rund 10 Hektar ein Gewerbegebiet für kleine und mittlere Unternehmen entstehen.
- Katja Burgemeister -



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