Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Neue Philharmonie Westfalen blickt nach vorn - Einigung über Haustarifvertrag

Gute Nachricht von der Neuen Philharmonie Westfalen (NPW). Vor wenigen Tagen wurden die Verhandlungen über einen Haustarifvertrag für die Musiker erfolgreich beendet. Damit ist der Weg frei für ein mittelfristig tragbares Finanzierungskonzept.

Die frohe Botschaft überbrachte Michael Makiolla in seiner Funktion als Vorstandsmitglied im Trägerverein dem Kreisausschuss. Makiolla, als Landrat des Kreises Unna gleichzeitig Repräsentant des kleinsten Orchesterträgers, dankte am Montag insbesondere den seit 2010 ohne Gehaltserhöhungen arbeitenden Musikern.

Orchestermusiker verzichten auf Weihnachtsgeld

Sie hatten sich bereiterklärt, bis 2021 auf bestimmte Leistungen (z.B. Weihnachtsgeld) zu verzichten. Gleichzeitig signalisierten das Land NRW und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) eine Anhebung ihrer Zuschüsse für das größte Landesorchester.

Makiolla hob hervor, dass von Seiten der Kreispolitik aktuell keine Beschlüsse zu fassen seien. Hintergrund ist, dass der Kreistag im Dezember 2014 bei der Verabschiedung des Haushaltes für 2015 den eigentlichen Förderansatz bereits vorsorglich von 540.970 Euro auf 730.970 Euro angehoben hatte.

Zusatzkosten geahnt – und im Haushalt eingeplant

Dieses Polster federt die im laufenden Jahr durch den nun ausgehandelten Haustarifvertrag und durch Nachzahlungen an die Musiker entstehenden Zusatzkosten von rund 227.500 Euro zum großen Teil ab.

Das Ergebnis der Verhandlungen zum Haustarifvertrag fasste Landrat Michael Makiolla im Kreisausschuss in drei Eckpunkten zusammen:
• Die Neue Philharmonie Westfalen senkt die Zahl der Musiker-Planstellen von 124 auf 114. Das bedeutet eine dauerhafte Einsparung von rund 600.000 Euro/Jahr.
• Die Musiker verzichten bis 2021 auf große Teile ihres Weihnachtsgeldes. Dies führt zu einer durchschnittlichen Einsparung von rund 300.000 Euro/Jahr.
• Die Musiker verzichten auf tarifliche Nachforderungen für die Jahre bis 2014. Das spart insgesamt 760.000 Euro.

Landrat Makiolla machte im Kreisausschuss gleichzeitig deutlich, dass im Gegenzug erwartet wird, dass die Träger (Stadt Gelsenkirchen, Stadt Recklinghausen, Kreis Unna) das Orchester bis 2021 weiter bezuschussen.
- Constanze Rauert -

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