Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Grill-Tipps

Schöne lange Sommerabende sind ideal, um in gemütlicher Runde bei kühlen Getränken im Garten zu sitzen und zu grillen. Für den ungetrübten Genuss gibt der Kreis ein paar Tipps.

„Zum Anzünden der Holzkohle eignen sich am besten spezielle Grillanzünder. Wegen der Verbrennungsgefahr sollte man auf keinen Fall Spiritus oder Benzin benutzen“, so Kreisbrandmeister Ulrich Peukmann. Gegrillt werden sollte nur mit Holzkohle, denn beim Verbrennen von Holz oder Papier entsteht das krebserregende Benzopyren. Das Grillgut selbst gehört erst dann auf den Grill, wenn die Holzkohle gut durchgeglüht ist (dauert 30 bis 60 Minuten). Dann sollte es auf eine Alufolie gelegt oder in die Folie gewickelt werden.

Besondere Vorsicht ist beim Grillen auf dem Balkon geboten: Durch Funkenflug kann leicht der Dachstuhl oder der Balkon der nächsten Etage Feuer fangen. Rauch und Qualm ziehen in die eigene und andere Wohnungen.

Wer auf seinem Balkon regelmäßig grillen möchte, sollte dazu z.B. einen Tischelektrogrill verwenden. Er verursacht keinen Funkenflug, benötigt weniger Platz und die Rauch- und Qualmentwicklung ist bei richtiger Anwendung fast Null. Vor dem Grillvergnügen empfiehlt sich vor allem ein Blick in den Mietvertrag, damit klar ist, dass auf dem Balkon gegrillt werden darf.

Zur ungetrübten Grillparty gehört auch die sorgfältige Auswahl des Fleisches. Das Kreis-Gesundheitsamt rät, Schinken, Kasseler, Dauerwurst oder Pökelfleisch nicht zu grillen, da bei diesen Fleischsorten die Bildung der krebserregenden Nitrosamine unter Hitzeeinwirkung beschleunigt wird.

Damit die Grillparty nicht zu einer ernsten Gesundheitsgefahr wird, sollte grundsätzlich auf ausreichende Hygiene und die richtige Zubereitung geachtet werden. So muss das Grillfleisch immer gut durchgegart werden. Bei Geflügel sollte darauf geachtet werden, dass das Fleisch auch am Knochen eine weiße bis graue Farbe hat. Salate und Grillsoßen sollten immer gut gekühlt und erst kurz vor dem Verzehr aufgetragen werden. -PK-

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