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Gut gekühlt hält besser - Hygienetipps für sommerlichen Genuss

Gut gekühlt auf Nummer sicher gehen: Nicht nur bei hochsommerlichen Temperaturen gehören empfindliche Lebensmittel in den Kühlschrank. Weil Salmonellen wahre Überlebens- und Vermehrungskünstler sind, sollten Kartoffelsalat, Cremetorte & Co. möglichst bis zum Verzehr kühl gelagert werden.

„Damit das Essen nicht auf den Magen schlägt, gilt es, einige Grundregeln einzuhalten“, rät Dr. Anja Dirksen, als Sachgebietsleiterin für das Veterinärwesen und die Lebensmittelüberwachung beim Kreis zuständig.

In Kühlboxen sicher transportieren

Lebensmittel wie Partysalate oder auch Cremetorten, Sahnetorten und der süße Bienenstich sind bei unter 7 Grad Celsius am besten aufgehoben. Für den Weg zur Fete oder zum Grillfest sind Kühlboxen eine gute Transportmöglichkeit, bevor es vor Ort zunächst weiter in die Kühlung geht. „Kuchen mit nicht durchgebackener Füllung sollten zu Hause bleiben, wenn keine Kühlmöglichkeit besteht“, betont Dr. Anja Dirksen.  

Im Zweifel verzichten gehört zu den Tipps, die für Mett und Tatar gelten. Rohes Fleisch kann Keime enthalten, die sich bereits bei Temperaturen ab 10 Grad Celsius rasant vermehren und dann gesundheitsschädlich sind. Finger weg lautet im Hochsommer auch die Parole bei Speisen, die mit rohem Ei hergestellt werden und die nicht mehr erhitzt werden, wie selbst zubereitete Mayonnaisen oder Tiramisu.

Lebensmittelvergiftungen oder –infektionen drohen

„Leicht verderbliche Zutaten und unsachgemäße Handhabung waren schon oft Auslöser für Lebensmittelvergiftungen oder -infektionen“, weiß Dr. Anja Dirksen. Umso wichtiger ist es zu vermeiden, dass krankmachende Keime auf Speisen übertragen werden - sei es durch ungewaschene Hände, unsaubere Küchengeräte, oder indem sie von rohen Lebensmitteln wie Geflügel auf bereits erhitzte Speisen verschleppt werden.

Wer vorkocht, um später zu essen, sollte darauf achten, dass die Gerichte rasch abgekühlt werden. „In lauwarmen Speisen vermehren sich Bakterien nämlich besonders schnell“, erläutert Dr. Anja Dirksen.
„Unmittelbar vor dem Verzehr muss das Essen dann drei bis fünf Minuten kräftig erhitzt werden.“ Auch beim Aufwärmen in der Mikrowelle muss die ganze Speise gut durcherhitzt werden – und nicht etwa im Kern noch lau sein.

Fürs Buffet gilt: Flächen, auf denen Speisen zubereitet und angeboten werden, müssen leicht zu reinigen sein. Wachstücher sind eine gute hygienische Unterlage. Unverpackte Lebensmittel müssen unbedingt vor Berührung, Anhusten und Anniesen geschützt werden, denn auch hierbei können krankmachende Bakterien auf das Lebensmittel gelangen. „Am besten lagert man die Lebensmittel weiter hinten am Ausstellungsstand – oder deckt sie zumindest auf der Theke mit Tortenhauben oder Klarsichtfolien ab“, gibt Dr. Anja Dirksen einen weiteren Tipp.
- PK -

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