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Kreis appelliert an Pilzsammler - Wildtiere nicht stören und Regeln beachten

Im Spätsommer und Herbst schießen die Pilze aus dem Boden. Sammler haben also Saison. Was aber, wenn dadurch wichtige Funktionen im Ökosystem Wald gestört werden?

Das Sammeln von Pilzen im Wald ist für Privatpersonen grundsätzlich erlaubt, allerdings nur für den Eigenbedarf (maximal 2 Kilogramm). „Professionelle“ Pilzsammler müssen laut Hinweis des Landesbetriebs Wald und Holz NRW mit empfindlichen Geldstrafen rechnen, wenn sie ertappt werden.

Wichtige Regel: Erst hinsehen - dann zugreifen

Problematisch ist die Angewohnheit einiger Pilzsammler, erst zuzugreifen und später die essbaren Pilze auszusortieren oder aber unbekannte, giftige bzw. ungenießbare Pilze zu zertreten. Vielfach geschieht dies in der Absicht, andere Waldbesucher vor der „Gefahr“ zu schützen.

„Doch zahlreiche, teilweise für den menschlichen Verzehr nicht geeignete Arten spielen im Ökosystem Wald eine wichtige Rolle als Nahrung für Tiere“, betont Christian Makala von der Unteren Landschaftsbehörde beim Kreis. So stehen Pilze im Winter, wenn das übrige Angebot eingeschränkt ist, auf dem tierischen Speiseplan weit oben.

Christian Makala und Kreisjagdberater Dietrich Junge bitten alle Sammler um die Einhaltung weniger, aber wichtiger Regeln:

  • In Naturschutzgebieten, Aufforstungen und für das Dickicht gilt: Betreten verboten!
  • Bitte auf Waldwegen bleiben
  • Autos nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abstellen
  • Nicht am frühen Morgen und in der Dämmerung sammeln, da dann viele Wildtiere unterwegs sind.

- PK -

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