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Infos zum Medizinischen Dienst

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Nach einem Unfall oder einer Erkrankung möchten viele Menschen trotz körperlicher oder geistiger Einschränkungen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Die Pflege- und Wohnberatung gibt Tipps für die Gespräche mit dem Medizinischen Dienst.

Damit die Pflegekasse für eine gewünschte Hilfe bezahlt, sind ein entsprechender Antrag und eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) notwendig.

Bei einem Hausbesuch stellt der Gutachter des MDK den Grad der Pflegebedürftigkeit und damit die Höhe der Leistungen der Pflegeversicherung fest. „Auf den etwa 30 bis 60 Minuten dauernden Begutachtungstermin sollten sich Pflegebedürftige und ihre Angehörigen gut vorbereiten.“ Das rät Pflegeberaterin Andrea Schulte und gibt einige Hinweise.

  • Pflegende Angehörige sollten bei dem Gespräch dabei sein und die Situation realistisch darstellen.
  • Ist ein Pflegedienst eingeschaltet, sollte auch eine Pflegekraft dieses Dienstes teilnehmen.
  • Benötigte Medikamente und vorhandene Arzt- und Krankenhausberichte sollten bereit liegen.
  • Für die Darstellung des individuellen Hilfebedarfs ist ein Pflegetagebuch hilfreich. Über einen Zeitraum von etwa einer Woche werden hier von den pflegenden Angehörigen alle Tätigkeiten, die zur Grundpflege und zur hauswirtschaftlichen Versorgung gehören, und die Dauer der Hilfestellung eingetragen. Die Gutachter erhalten so für die Ermittlung des Pflegebedarfs wichtige Informationen.
  • Spätestens fünf Wochen nach der Antragstellung muss der Bescheid der Pflegekasse vorliegen. - PK -

        

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