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Inklusion im Unterricht

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Integrativer Unterricht in einem inklusiven Schulsystem – das ist erklärtes Ziel. Um am Unterricht teilnehmen zu können, benötigen viele Kinder mit Behinderung Schulbegleiter. Das Interesse steigt – und damit auch die Kosten.

Sozialdezernent Rüdiger Sparbrod erinnerte im Ausschuss für Soziales, Familie und Gleichstellung unter Vorsitz von Angelika Chur (SPD) an den Grundsatzbeschluss des Kreistages vom 30.10.2012. Danach soll ein Konzept darstellen, wie qualitativ gute Schulbegleitung zu einem Standardangebot an allen Schulen im Kreis Unna gemacht werden kann. Ein aktuell vorgelegter Bericht zur Schulbegleitung gilt als erste Bestandsaufnahme und dokumentiert unter anderem ein sprunghaftes Ansteigen der Schulbegleiter: Wurden 2012 noch 229 Kräfte eingesetzt, waren es ein Jahr später schon 352.

Schulbegleiter (früher „Integrationshelfer“) sind keine Lehrkräfte. Sie begleiten Kinder und Jugendliche mit Behinderung vielmehr im Unterricht und unterstützen sie wo nötig. Seit Inkrafttreten der Behindertenrechtskonvention 2008 und der gesetzlichen Verankerung des inklusiven Schulsystems auf Landesebene im Jahr 2013 wächst der Bedarf an Schulbegleitern.

Für die Sozialhilfeträger, die die Leistungen für Schüler mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung gewähren, sind die Kosten für die Schulbegleiter innerhalb eines Jahres von rund 1,70 Millionen (2012) auf 2,17 Millionen Euro (2013) gestiegen.

Die Jugendhilfeträger, die für Schüler mit einer reinen seelischen Behinderung zuständig sind, verzeichnen eine Kostensteigerung um etwa 1 Million Euro von rund 1,37 Millionen (2012) auf 2,37 Millionen Euro (2013). Dieser deutliche Anstieg hängt damit zusammen, dass hier fast ausschließlich Fachkräfte eingesetzt werden, die höhere Vergütungssätze bekommen. 
– Constanze Rauert / Birgit Kalle –

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