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Jugendhilfeausschuss - Planungssicherheit für Kinder- und Jugendförderung

Er ist 48 Seiten stark und trägt den Untertitel „Potenziale fördern – Zukunft ermöglichen“: Der neue Kinder- und Jugendförderplan beschreibt die Aufgaben der Kinder- und Jugendförderung in Bönen, Fröndenberg/Ruhr und Holzwickede und bringt die Herausforderungen für die Zukunft auf den Punkt.

Der Jugendhilfeausschuss hat sich am 4. Mai einstimmig dafür ausgesprochen, den Plan für die drei Jugendamtskommunen des Kreises zu verabschieden. Er gilt von 2015 bis 2020 und gibt nicht nur Einblicke in aktuelle Entwicklungen, sondern schafft auch Planungssicherheit sowohl für die öffentlichen als auch für die freien Träger der Kinder- und Jugendarbeit. Hier sind Finanzspritzen festgeschrieben, die im Vergleich zu den vergangenen Jahren deutlich größer ausfallen: „Insgesamt sind 30.000 Euro mehr vorgesehen“, erklärt Jugenddezernent Torsten Göpfert. So soll allein das Volumen der Betriebskostenzuschüsse für vier Kinder- und Jugendeinrichtungen in freier Trägerschaft von rund  81.500 auf 95.000 Euro ansteigen.

Wichtiger Lern- und Lebensort

 „Viele Kinder und Jugendliche haben in den Einrichtungen und bei Jugendverbänden einen wichtigen Lern- und Lebensort gefunden“, betont Göpfert. Hier werde ein wichtiger Beitrag geleistet, um allen Kindern und Jugendlichen gleiche Bildungschancen zu ermöglichen.

Querschnittsaufgaben und Schwerpunkte

Der Kinder- und Jugendförderplan liefert hierfür die Rahmenbedingungen, indem er die Arbeit der verschiedenen Träger koordiniert und bedarfsgerechte Schwerpunkte setzt. Folgende sieben Querschnittsaufgaben und Schwerpunkte sind die Eckpunkte, an denen sich die Konzepte aller Träger messen lassen müssen:

  • Förderung von Jungen und Mädchen / Geschlechterdifferenzierte Kinder- und Jugendarbeit
  • Interkulturelle Bildung
  • Von der Integration zur Inklusion
  • Beteiligung von Kindern
  • Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule
  • Kinderschutz
  • Medienwelten sind Lebenswelten

Wie diese Schwerpunkte konkret mit Leben gefüllt werden, machte der Treffpunkt „Go In“ in Bönen anschaulich, in dessen Räumen die Ausschusssitzung stattfand.

Erarbeitet wurde der Kinder- und Jugendförderplan vom Kreisjugendamt zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft der Offenen Türen in Bönen, Fröndenberg/Ruhr und Holzwickede, der Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände in Bönen, Fröndenberg/Ruhr und Holzwickede und des Ortsjugendringes Holzwickede.
- Birgit Kalle -

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