Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Kein Kind zurücklassen! - Frühe Hilfen zahlen sich aus

Frühe Hilfen zahlen sich aus - auch wenn sich messbare Erfolge in vielen Fällen erst im späteren Lebenslauf zeigen. Das ist eine erste Bilanz des Landesmodellvorhabens „Kein Kind zurücklassen!“, an dem die Städte Bergkamen, Kamen, Lünen, Selm, Unna, Werne sowie der Kreis Unna mit den durch das Kreisjugendamt betreuten Kommunen Fröndenberg, Bönen und Holzwickede teilnehmen.

„Brücken für Familien“ lautet der Leitspruch für „Kein Kind zurücklassen!“ im Kreis Unna. Kinder und Jugendliche werden im Rahmen des Modellvorhabens in allen Lebensphasen frühzeitig unterstützt. „Vorbeugen ist besser als heilen“, unterstrich Jugenddezernent Torsten Göpfert am 4. Mai im Jugendhilfeausschuss den Grundgedanken. Durch eine bessere Zusammenarbeit von Jugendämtern, den Akteuren im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialbereich sowie dem Projektpartner Jobcenter Kreis Unna soll der Kinder- und Jugendschutz weiter verbessert werden.

Bertelsmann Stiftung wertet Modellvorhaben aus

Der Kreis Unna zählt zu den 18 Städten und Kreisen im Land, die an dem Modellvorhaben beteiligt sind. Die Bertelsmann Stiftung, die "Kein Kind zurücklassen" 2012 gemeinsam mit der Landesregierung ins Leben gerufen hatte, wertet das Projekt wissenschaftlich aus. Anschließend wird entschieden, wie alle Kommunen in Nordrhein-Westfalen von den positiven Erfahrungen profitieren können.

Niederschwellige Angebote

„Es ist uns gelungen, Eltern in besonders schwierigen Lebenslagen zu erreichen und sie in den Mittelpunkt der Präventionsketten zu stellen“, bilanzierte Göpfert im Ausschuss. „Das haben wir vor allem durch niederschwellige Angebote erreicht.“ Es gebe aber noch etliche Herausforderungen, denen man sich stellen müsse, so Göpfert: „Unterschiedliche Zuständigkeiten und verschiedene Ziele führen mitunter zu Reibungsverlusten.“ Deshalb müsse der Grundsatz, vom Kind aus zu denken und zu handeln, noch intensiver in den Mittelpunkt gerückt werden.

Kommunale Entwicklungskonferenz

Um die ressortübergreifende Zusammenarbeit weiter zu intensivieren, ist für den September eine kommunale Entwicklungskonferenz mit allen Akteuren geplant.
- Birgit Kalle -

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